Handgemachtes Take-away

14. November 2008 0 Kommentare

Foto: MarkWallac, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: MarkWallac, Flickr.com, CC-Lizenz
Kochen ist das neue Volkshobby. Das belegen allein die zahlreichen Kochsendungen, die zurzeit im Fernsehen zu sehen sind. Dazu gesellt sich der Lebensstil der LOHAS − die Nachfrage nach Produkten aus kontrollierten und organischem Anbau sind so hoch wie nie. Diese zwei Schwarmtrends kombiniert nun ein Londoner Start-up zu einem erfolgreichen Rezept: „The Kitchen“ ist eine Mischung aus Kochschule, Lebensmittelhändler und Take-away. Monatlich bietet „The Kitchen“ zwölf Gerichte an, deren Zubereitung man in dem Shop erlernen kann. Über das Internet meldet man sich für die, von einem Starkoch geführten Kurse an. So angeleitet sich erlernt man sämtliche Tipps und Tricks, die es für die Zubereitung benötigt. Die Kurse dauern jeweils eine Stunde und natürlich sind alle Zutaten die das Gericht benötigt im Laden vorrätig. Auch die passenden Weine dazu gibt es selbstverständlich in der hauseignen Weinabteilung.

Kommentar:
Die Anleitung zur gesunden Küche wird sicherlich auch in anderen Ländern Schule machen. Schließlich haben die gut gebildeten Bürger der globalisierten Welt während Ausbildung und Studium kaum noch die Gelegenheit auch noch die Kochkunst zu erlernen.

Links:
Visitthekitchen.com

Menschenschwärme

26. September 2008 0 Kommentare

Foto: victoriapeckham, flickr.com
Foto: victoriapeckham, flickr.com
Das größte deutsche Experiment über Schwarmintelligenz fand auf einem Volksfest statt. Auf dem Bremer “ViertelFest“, das vom 22.8.-24.8. abgefeiert wurde, erprobten die Forscher die Schwarmintelligenz von Menschenmengen. Jeder der 150.000 erwarteten Gäste erhielt ein Blechinstrument, mit dem man Knack-Geräusche erzeugen konnte. Die Forscher um den Mathematiker Ulrich Krause wollten damit herausfinden, ob, und unter welchen Bedingungen sich eine Menschenmenge rhythmisch koordinieren lässt. Dazu gab, von einer Bühne aus, ein Moderator Anweisungen, die die Menschen zu kleinen Spielen mit den Instrumenten animieren sollten. Beispielsweise: „Mach ein Geräusch, wenn dein Nebenmann ein Knacklaut produziert.“ Die Forschungsfrage der Wissenschaftler: Entwickelt sich ein synchrones Knackverhalten, oder gibt es einfach ein wildes, schwarmuntypisches Durcheinander?

Kommentar:
Die Forschung wird nicht fundamentale Einblicke in das Schwarmverhalten der Menschen bieten, dennoch kann das Vorhaben empirisch belegen, ob und unter welchen Voraussetzungen Menschen einem Schwarmsignal folgen oder nicht. Und das ist zumindest ein Anfang.

Links:
idw-online.de
informatik.uni-bremen.de
juraforum.de

Der Volksverlag

7. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Books, -DarrenHester, -Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Books, -DarrenHester, -Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Gegründet vor einem Jahr in Maryland setzt der Verlag „WEbook“ auf die Weisheit der Massen. Die Internetplattform ermöglicht es Autoren, Illustratoren und Lektoren, Hand in Hand an Buchprojekten zu arbeiten. Ob Thriller, Science-Fiction, Kurzgeschichten oder Kinderbücher – jegliche Buchprojekte sind erwünscht und können hochgeladen werden. Dabei kann entschieden werden, ob Projekte allen Usern, oder nur einer ausgewählten Gruppe von Menschen zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, die Arbeit an einem Buch, durch die Weisheit der Massen, erheblich zu vereinfachen. Liegt dann ein Buch in der Endfassung vor, kann es allen Usern zur Abstimmung vorlegt werden. Aus den Büchern mit den höchsten Bewertungen wählt dann ein Team von „WEbook“ diejenigen aus, die verlegt werden. Die Veröffentlichung ist für die Autoren umsonst, von jedem verkauften Buch, erhält er 50 Prozent vom Gewinn. Jährlich will der Verlag drei bis fünf Bücher veröffentlichen und hofft dabei unerkannte Talente zu entdecken.

Kommentar:
Ein gelungenes Crowdsourcing Projekt. Über die Intelligenz der Massen an Bücherwürmern läßt sich leicht bestimmen, ob ein Buch das Zeug zum Bestseller hat. Sicherlich dürfen wir von diesem Verlag einige spannende Werke erwarten. Und auch einige schon bekannte Autoren werden es sich sicherlich überlegen, ob sie in Zukunft nicht bei diesem Verlag veröffentlichen, den 50 Prozent vom Gewinn zahlt kaum ein anderer Verlag.

Links:
coolbusinessideas.com
crunchbase.com
jwikert.typepad.com
webook.com
teleread.org

Canadian Apparel

22. Juni 2008 0 Kommentare

Foto: thirdall, flickr.com, CC-Lizenz
Foto: thirdall, flickr.com, CC-Lizenz
Während das Kopieren von digitalen Geschäftsideen bereits an der Tagesordnung ist, werden reale Möglichkeiten oft übersehen. So zum Beispiel lassen sich die Alleinstellungsmerkmale von „American Apparel“ leicht auf jede Nation übertragen. Das beweist der Erfolg der kanadische Firma „Blank“. Genau wie das amerikanische Vorbild produziert das Unternehmen Kleidungsstücke ausschließlich im eigenen Land. Sämtliche Produktionsschritte, wie das Zurechtschneiden, Färben und Nähen finden in Quebec statt. Mit vollem Erfolg. 2005 gegründet, konnte das Unternehmen ein Jahr später bereits die zweite Produktionsstätte einweihen.

Kommentar:
Der Schwarmtrend in Richtung authentischen, lokal produzierten und ethisch korrekten Produkten hält an. So war es nur eine Frage der Zeit, wann das Konzept von „American Apparel“ in anderen Ländern abgekupfert wird. Ich für meinem Teil, warte schon auf „German Apparel“.

Links:
americanapparel.net
portezblank.com

Das Wunder von Köln: der Fußballclub zum Mitbestimmen

10. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: deinfussballclub.de
Foto: deinfussballclub.de
Das Crowd-Sourcing Prinzip greift um sich. Erstmalig in Deutschland wagt ein renommierter Fußball Club die Umstellung und will demnächst die Fans an der Leitung des Vereingeschehens beteiligen. Ganz nach dem englischen Vorbild von „Myfootballclub“ können alle, die einen einmaligen Beitrag von 39,95 Euro zahlen, sich, unter dem Motto “Deinfussballclub”, mit ihrer Meinung aktiv an Aufstellung und Spielstrategie des Clubs Fortuna Köln beteiligen. Umfangreiche Foren und Live-Chats mit Rainer Matthias Mink sind ebenfalls geplant.
Schirmherr der basisdemokratischen Fußballbewegung ist niemand geringeres als der „Wunder von Bern“-Regisseur Sönke Wortmann. Allerdings wird das Konzept nur umgesetzt, wenn sich mindesten 30.000 Fans beteiligen – eine sportliche Hürde, die man sicherlich leicht überwindet.

Kommentar:
Das Schwarmprinzip greift um sich. Der Initiator der Idee, Dirk Daniel Stoeveken, möchte „den Fußball zurück zu den Fans bringen“ und erhält gleichzeitig tausende von Gratis-Beratern plus eine ordentliche Finanzspritze für den Verein. Ein gelungenes Konzept, das in der Zukunft für Fortuna sicherlich Früchte tragen wird.

Links:
deinfussballclub.com
mindsharing.de/was-ist-crowdsourcing
mindsharing.de/das-geld-der-massen

Das Top Secret Portal

29. April 2008 0 Kommentare

Foto: Wiileaks
Foto: Wiileaks
Wikileaks ist wieder online. Die Website, die sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Plattform für unzensierte und geheime Informationen zu bieten und damit den Kampf von politischen Aktivisten und Korruptionsgegnern – die aufgrund des Regimes in ihrem Lande mundtot gemacht werden – zu unterstützen, ist wieder unter der Adresse „wikileaks.com“ zu erreichen.
Die anonymen Betreiber der Internetseite haben die Hoffnung, dass, mit dem Anprangern von Korruption und Ungerechtigkeiten, diese reduziert werden können.
Die Identität derjenigen, die Informationen auf der Seite einstellen, wird dabei durch eine ganze Reihe von Verschlüsselungstechniken,wie „Tor“, „PGP“ und „Freenet“, geschützt. So will man die Anonymität und Unauffindbarkeit garantieren – schließlich spielen manche Autoren mit ihrem Leben, wenn sie zensiertes oder geheimes Material veröffentlichen.
Laut Angaben der Betreiber – eine anonymen Gruppe, die sich aus chinesischen Dissidenten, sowie Journalisten, Technikern und Mathematikern aus Amerika, Australien, Südafrika, Taiwan und Europa zusammensetzt – wurden schon über 1,2 Millionen, zum Teil, sehr brisante Dokumente eingesandt.
Zur vorübergehenden Sperrung kam es durch einen Gerichtsverfahren das die Privatbank „Julius Bär“ angestrebt hatte. Auf Wikileaks wurden Dokumente veröffentlicht, die die Bank, sowie manche ihrer Kunden, beschuldigte in Steuerhinterziehung und Geldwäscher verstrickt zu sein. Ein kalifornisches Gericht ließ darauf wikileaks.com aus dem Internet-Namensregister entfernen. Ohne Erfolg, da die Wikileaks Server in der ganzen Welt verteilt stehen und die Domain unter anderen Namen immer noch erreichbar war. So hob der zuständige Richter die Sperrung am 29. Februar auf, da mit der Sperrung eh nichts erreicht werden konnte.

Kommentar:
Noch steckt Wikileaks in der Betaphase, die meisten der eingesandten Dateien sind noch nicht zugänglich. Dennoch werden täglich immer mehr Dokumente freigeschaltet. Aber es gibt auch einige gute Kritikpunkte an der Seite. Selten sind die anonym eingestellten Dokumente und Behauptungen überprüfbar. Es kann kaum verhindert werden, dass die Seite auch für Denunziation und Rufmord benutzt werden wird. Wie man dieser Problematik Herr werden will, ist noch nicht geklärt.

Links:
88.80.13.160
ai-ger.blogspot.com
de.wikipedia.org
futurezone.orf.at
infowars.wordpress.com
taz.de
theinquirer.de
wikileaks.org

Das Geld der Massen

14. März 2008 0 Kommentare

Von der neuen Kultur des Crowd Funding

Es ist der Lauf der Geschichte - passen sich alte Institutionen nicht den Anforderungen der Gegenwart an, verlieren sie an Bedeutung und setzten damit ihre eigene Zukunft aufs Spiel. Dies mussten unlängst auch Gewerkschaften und das Bankwesen (siehe „Von Mensch zu Mensch“) erfahren. Beide Institutionen haben aus Gründen der Tradition und althergebrachten Geschäftsverfahren die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kunden solange aus den Augen gelassen, bis die Konsumenten begannen sich selbst zu organisieren. Der Vertrauens- und Kapitalverlust für beide Institutionen war enorm.

Foto: Mshades, flickr.com
Foto: Mshades, flickr.com
Aber auch neben den bekannten Organisationsformen wie Bankenwesen und Gewerkschaften beginnen die Endverbraucher die digitalen Möglichkeiten für den Finanzsektor zu nutzen.

Das neue Schlagwort lautet „Crowdfunding“: Durch das Internet organisiert, kann so eine Gruppe von Menschen leicht Gelder zusammentragen, ohne das ein selbstbestimmter Schatzmeister die beschwerliche Aufgabe hat die Gelder zu verwalten. Dank den neuen „Crowdfunding-Seiten“ gehört das Kontrollieren der Kontoauszüge, sowie die lästige Benachrichtigung über um säumige Geldern der Vergangenheit an. Bei den neuen Internetportalen sind für alle Gruppenmitglieder sämtliche Daten der Kollekte einsehbar, Benachrichtigungen und Zahlungsaufforderungen werden automatisch per eMail verschickt.

Die Zwecke für die Geld gesammelt wird unterscheiden sich dabei durch die Anbieter: Bei „Fundable“ gibt es so gut wie keine Vorgaben: Jeder Nutzer kann eine Gruppe eröffnen, er muss lediglich beschreiben wofür und wie viel Geld er sammeln will. So kaufte sich vor kurzem eine spontan gebildete Gruppe einen HP Server, dessen Arbeitskraft sich die Mitglieder der Kaufgemeinschaft fortan untereinander teilten.

„ChipIn“ zielt dagegen auf Menschen, die sich bereits kennen. Hier sammeln Freundeskreise für den nächsten gemeinsamen Ausflug und Familien das Geld für Großvaters Geburtstagsgeschenk.

Die im amerikanischen Boulder ansässige Plattform „CrowdFunder“ arbeitet ausschließlich lokal: Hier wird vor allem für gemeinnützige und soziale Projekte gesammelt, wie beispielsweise den Ausbau von Schulgebäuden oder die Instandsetzung von Parkanlagen.

Das Auszahlungssystem ist bei allen drei Anbietern ähnlich: bei „ChipIn“ hat man die Wahl die gesammelten Gelder erst auszahlen zu lassen, wenn die gesamte Summe erreicht worden ist. Passiert dies nicht, gehen alle Spenden zurück an die Geber. Bei „Fundable“ und „CrowdFunder“ ist diese Auszahlungsverfahren Pflicht.

„ChipIn“ hat einen weiteres nützliches Werkzeug, Dank einem „Widget“ - einem kleinen Programm für das Internet - lässt sich die „ChipIn“-Kollekte auch in eigene Webseite einbinden.

So wird es nicht lange Dauern, das Millionen von „MySpace“-Seiten auch zum digitalen Aushängeschild für die Projekt-Akquise werden. Dies kann dem hawaiianischem Unternehmen ganz recht sein, schließlich will „ChipIn“ in Zukunft zum Standard für alle finanzielle Gruppentransaktionen werden.

Bis jetzt ist der Service aller drei vorgestellten Crowdfunding-Seiten kostenlos, Einnahmen werden nur durch Werbung erzielt. Dennoch planen alle drei Anbieter, sobald das Interesse zunimmt, eine kleine Gebühr für den Finanzdienst zu verlangen. Bei der Masse der zu erwartenden Transaktionen kann dies zu einem äußerst lukrativen Geschäftmodel werden.

Kommentar:
Ein Schwarm von Menschen kann immer mehr erreichen als ein einzelner. Die Beispiele zeigen, dass die Menschen immer mehr die Möglichkeiten, die das Internet bereithält, für ihre Ziele und Zwecke entdecken. Was mit humorvollen Aktionen (siehe „Demokratisches Fußballmanagement”) begann, wird in Zukunft einen festen Bestandteil in der Organisation der globalen Ökonomie werden. Dabei könnte auch einst ein guter Teil des Kapitals aus den Systemen der herkömmlichen Institutionen wie Banken herausgezogen werden. Wie diese „schwärmenden“ Gelder die Gesellschaft verändern werden, wird die Zukunft zeigen.

Links:
www.chipin.com
www.crowdfunder.com
www.fundable.org
www.myspace.com

Der neue Kommunismus

25. Februar 2008 0 Kommentare

Creative Commons setzen Maßstabe für das kreative Arbeiten von morgen

Das digitale Zeitalter lässt sich auch durch die Erschließung ungeheurer kreativer Möglichkeiten definieren. Niemals war der Zugriff auf geistige Produkte, wie Fotografien, Filme und Musik einfacher und schneller. Auch hat die neue Technik die kreative Arbeit an Bild, Ton und Text, erheblich erleichtert. Dank digitaler Kameras, Sound- und Grafikkarten haben heute ein Heer an Menschen Zugriff auf günstige kreative Werkzeuge, die noch vor ein paar Jahrzehnten unerschwinglich waren.

Foto: Cantabrigensis, flickr.com
Foto: Cantabrigensis, flickr.com
Doch die tollen, neuen Mittel kann man nur nutzen, wenn man genug frei verfügbares Material zur Verfügung hat. Aber die Masse an Mediendaten des Internets lassen sich bisweilen nur selten nutzen – Dank dem bestehenden Urheberrecht.

Bis vor kurzem hatte der Schöpfer eines geistigen Werkes - sei es ein Bild, Foto oder Text - nur zwei Alternativen: Entweder er behielt sich alle Rechte an seinem Werk vor (all rights reserved) oder aber er gab alle Rechte auf (no rights reserved) - was bedeutete, das ein Werk zum Allgemeingut wurde. Viele Künstler, die diesen Weg einschlugen, fanden dann oft ihre Arbeit unter fremden Namen veröffentlicht – den Ärger denn sie darüber empfanden, ist leicht verständlich.

Auf der anderen Seite ist das Label „all rights reserved“ ebenfalls ein Problem: Will man eine Arbeit eines anderen, oder einen Auszug daraus, für seine eigene Zwecke nutzen, braucht man dessen Genehmigung - um ganz sicher zugehen ein ausgereiftes Vertragswerk. Die Mühen, dies über Länder- und Sprach- und Gesetzesgrenzen hinweg zu bewerkstelligen sind oftmals zeit- und kostenintensiv.

Das Problem erkannte auch Lawrence Lessing, Rechtsprofessor an der Stanford Law School. Daher entwickelte er im Jahre 2001 die „ Creative Commons“, ein neues Urheberrecht, dass sich den Grundwerten der Offenheit und Teilhabe orientiert: Er will damit allen Kreativen, wie Medienschaffenden, Künstlern und Wissenschaftlern ein Werkzeug zur Verfügung stellen, dass ihnen ermöglicht selbst entscheiden zu können, wie viel und welche Rechte sie anderen Menschen an ihrer geistigen Arbeit einräumen.

Sein neues Urheberrecht ist ein wahrer Erfolg - immer mehr Menschen nutzen die, von Lessing entwickelten Lizenz-Typen, um ihre Werke zum „kreativen Allgemeingut“ zu erklären, ohne das sie dabei alle ihre Rechte aufgeben müssen. Allein bei dem Fotoportal „Flickr“ sind Millionen von Bildern unter den Creative Commons-Lizenzen veröffentlicht.

Dem Nutzer dieses neuen Urheberrechtes stehen dabei sechs verschiedenen Lizenztypen zur Wahl: Der Künstler kann bestimmen, ob sein Werk bearbeitet und verändert werden darf, ob die Verwendung nur für nicht-kommerzielle oder auch für kommerzielle Zwecke gestattet ist und ob der Lizenznehmer sein Folgeprodukt unter gleicher Creative Commons-Lizenz veröffentlichen muss. Die Namensnennung des Urhebers ist bei allen Lizenzen Pflicht.

Mittlerweile haben 41 Länder, darunter auch Deutschland und die USA, dieses alternative Urheberrecht akzeptiert, in neun Ländern läuft der juristische Bearbeitungsprozess um die Creative Commons in den bestehenden Rechtsapparat zu integrieren.

Waren anfangs hauptsächlich Hobby- und Kleinkünstler die Hauptnutzer der neuen Lizenzen, entdecken jetzt auch große Institutionen, wie die BBC oder der NDR die Creative Commons: Der englische Sender entwickelte das „Creative Archiv“ ein riesiges Filmarchiv, das mit Hilfe eines, an die „ Creative Commons“ angelehnten Lizenzsystems, den britischen Fernsehgebührzahlern jede Menge an Beiträgen und Filme online zugänglich macht.

Der NDR zog nach: Ab November stellt der deutsche Sender, zwei seiner Sendungen – das Medien-Magazin Zapp und die Satire-Sendung Extra 3 – den Zuschauern unter der Creative Commons-Lizenz zur nicht-kommerziellen Verfügung bereit.

Kommentar:
Der Begriff Kommunismus bezeichnet das Ideal einer klassenlose Gesellschaft, in der alles Erwirtschaftete unter allen Menschen aufgeteilt wird und somit die sozialen Unterschiede aufgehoben werden sollen. Als Gesellschaftsmodell scheint dieses Model gescheitert, für das kreative Arbeiten im digitalen Zeitalter aber bestens geeignet. Am Beispiel der „Creative Commons“ zeigt sich, dass der Trend zur „Open Source“-Gesellschaft (siehe „Agalmics!“) weiter besteht - schließlich will die Intelligenz der Massen gefüttert werden. Und wer hungrig ist, wird alles Nötige unternehmen um Kopf oder Bauch zu füllen.

Links:
creativearchive.bbc.co.uk
de.creativecommons.org
www.flickr.com

Die Zukunft ist städtisch!

20. Februar 2008 0 Kommentare

Die Innovationsmaschine der Zukunft sind die Megacitys von heute.

Foto: Pixelio.de: Gasse
Foto: Pixelio.de: Gasse
2007 – das erste Jahr in der Menschheitsgeschichte, in der mehr Menschen in Städten als auf dem Land leben. Und die Städte der Erde wachsen weiter: 2030 werden rund 60 Prozent der Weltbevölkerung in urbanen Räumen ansässig sein. Ziel dieser neuen Völkerwanderung – die Megacitys, Städte, wie das indische Delhi, das nigerianische Lagos oder das japanische Tokio. In diesen Ballungsräumen, wird die Anzahl der Menschen allein bis 2015 um gut ein Viertel ansteigen.

Der Grund für den kollektiven Verstädterungs-Boom: Die Metropolen sind die ökonomischen und kulturellen Wachstumsmotoren der Gegenwart und Zukunft –allein in Tokio werden 40 Prozent des Bruttosozialproduktes Japans erwirtschaftet. Da ist es nicht verwunderlich, dass jeder an dieser schönen, neuen Welt teilhaben will. Dies belegt auch ein Forschungsbericht der UN, der für die nächsten 25 Jahre ein globales Wachstum der Städte von 1,7 Prozent prognostiziert.

Die Studie sieht auch eine Korrelation zwischen der Verstädterung und dem Pro-Kopf-Einkommen: je ärmer die Bevölkerung, desto schneller der Ausbau der Megacitys. Das heißt aber nicht, dass die Baukräne in reicheren Städten generell still stehen – das Anwachsen der westlichen Metropolen ist bis heute ungebrochen, manche Städte, wie beispielsweise London, expandieren ebenfalls schneller als je zuvor.

Dennoch sind diese Entwicklungen nicht mit den langjährigen Trends der Urbanisierung oder Landflucht zu deuten – die Megacitys bedeuten gleichzeitig das Ende anderer Städte und Gemeinden. Nicht jede größere Ansiedlung ist nämlich ein Bevölkerungsmagnet: In den nächsten zehn Jahren werden fünf Prozent aller Städte, vornehmlich in den USA und Europa, mit mehr als einer Millionen Einwohner, einen deutlichen Bevölkerungsverlust erleben, so die Studie der UN.

Auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat den Trend erkannt: Megacitys beginnen zu “Zentren des nachhaltigen ökonomischen Handelns heranzureifen, in denen über die wirtschaftliche Entwicklungsfähigkeit, Lebensqualität und über die ökologische Tragfähigkeit der Weltgesellschaft entschieden wird.”

Aber solche Zentren bringen auch Probleme mit sich. In einer Studie hat Siemens diese herausgearbeitet. Die Forscher des Konzerns beschreiben Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, Sicherheits- und Logistikprobleme als die großen Herausforderungen der Mega-Städte der Zukunft. Diese Probleme können nicht allein von der Regierung gemeistert werden, gefragt ist auch der private Sektor, um die Nachhaltigkeit und Prosperität der Städte sicherzustellen.

Diesen Herausforderungen gegenüber stehen die Vorteile der Ballungsräume in Innovationsstrategien, Infrastruktur, Lebensstile, Wirtschaft und enger Vernetzung. So bleibt zu hoffen, dass sich die geballte kollektive und kosmopolite Intelligenz, die sich in den Städten von morgen zusammenfindet, gemeinsam diesen Aufgaben stellt.

Kommentar:
Die Bedeutung der Megacitys als Knotenpunkt für Handel, Wissen, Kultur und Industrie steigt. Innovationsfähigkeit und -adaption werden immer mehr zu Kernkompetenzen. Auch die Vernetztheit in einer globalen Welt spielt eine entscheidende Rolle. So liegen heute Berlin und New York näher zusammen, als beispielsweise Berlin und manch gottverlassene Gemeinde im Umland von Brandenburg. Auch die Wirtschaft wird sich noch mehr auf die Metropolen konzentrieren als bisher – lediglich die Produktion wird ausgelagert. Dies wird auch Auswirkungen auf die Mikro-Ökonomie der Megacitys haben. Immobilien, sowie das Lifestyle-Segment, versprechen in den richtigen Städten saftige Gewinne.

Links:
w1.siemens.com
www.dbresearch.com
www.emerging-megacities.org

Der Schwarm sind wir!

13. Februar 2008 0 Kommentare

Von der Intelligenz und Taktik

Schwärme – seien es Insekten, Fische oder Vögel – haben den Mensch schon seit langem fasziniert. Wie von einer unsichtbaren Intelligenz gesteuert, wechseln sie in Sekundenschnelle Formation und Bewegungsrichtung, kreisen Beute ein oder treten außerordentlich koordiniert den Rückzug an. Diese Schwarmintelligenz bewunderte auch Donald Rumsfeld, der hierin eine ganz neue Form der Kriegführung erkennt: Schwarmtaktiken – so der von Rumsfeld und dem militärischen Think-Tank der RAND Cooperation geprägte Begriff – bezeichnet die Strategien von digital ausgerüsteten Guerillas und Hightech-Terroristen – Kampftruppen, die als kleine autonome Gruppen auch ohne die Leitung einer zentralen Steuerung agieren können. Dank neuer Kommunikationsmöglichkeiten, wie dem Internet oder dem Handy, können sich diese kleinen Einheiten schnell und unbemerkt formieren, flexibel aber koordiniert zuschlagen und sich dann rasch zerstreuen. Gegen diese Form der asymmetrischen Kriegsführung kommt man mit den herkömmlichen Mitteln des Militärs nicht an. Schon beginnt das amerikanische Heer diese Art der Kriegsführung zu adaptieren, die Effizienz der Vorgehensweise liegt auf der Hand.

Dank der ständigen Interaktion agieren die Schwarm-Mitglieder äußerst schnell, wie man es auch bei nicht-kriegerischen Aktionen von Schwärmen beobachten kann. Beispielsweise bei der politischen und weltweit aktiven Fahrrad-Protestbewegung “Critical Mass”: Scheinbar spontan – durch SMS und Handy organisiert – belagern diese fahrradliebenden “Flashmobs” zu hunderten die Innenstädte und stoppen den motorisierten Verkehr. Ihr Ziel: Auf die Rechte der unmotorisierten Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu machen. Auch geht die Legende, dass die schnelle Organisation der philippinischen Protest-Schwärme – ebenfalls organisiert durch SMS – letztendlich den Sturz des Präsidenten Joseph Estrada möglich machte.

Foto: Pixelio.de:Knaddldaddl
Foto: Pixelio.de:Knaddldaddl
Solche “Smart Mobs”, wie diese organisierten Protest-Bewegungen bezeichnet werden, zeichnen sich auch durch geistige Leistung aus. Die Klugheit der Massen hat schon die Soziologin Kate Gordon vor Jahrzehnten eindrucksvoll zur Schau gestellt. Ihren Studenten präsentierte sie zahlreiche Gegenstände, die nach Gewicht zu ordnen waren. Zweihundert Studenten beteiligten sich an dem Experiment. Später addierte Gordon die Ergebnisse und bildete den Mittelwert. Das Ergebnis: eine Trefferquote von 94 Prozent. Nur fünf einzelne Studenten erreichten bessere Schätzwerte.

Erstaunliches passiert aber, wenn man Gruppen von Studenten nötigt, eine gemeinsame Schätzung abzugeben. In der Diskussion setzt sich meistens die Meinung eines Alpha-Tierchens, des “Opinion Leader” durch. Die Ergebnisse sind in diesem Fall kein Produkt einer kollektiven Intelligenz und liegen meistens ziemlich daneben. Somit ist es wichtig für eine Gleichberechtigung im Schwarm zu sorgen. Denn nur wenn sich die einzelnen Meinungen nicht gegenseitig beeinflussen, kommt man zu stimmigen Ergebnissen.

So fordern die Sozialwissenschaftler Giliam de Valk, und Brian Martin einen Open-Source Geheimdienst – der ähnlich aufgebaut wie Wikipedia – auf die kollektive Intelligenz aller Agenten und Spione setzt. Ihr “Publicly Shared Intelligence” soll in der Lage sein, korrektere Abschätzungen von politischen Entwicklungen und Risikoanalysen und Insider-Berichten zu liefern. Bei ihrem PSI-Model werden alle Berichte einem größeren Kreis von Experten zur Bewertung vorgelegt. De Valk und Martin hoffen, dass die Konkurrenz der Agenten untereinander dafür sorgen wird, dass Analysen sorgfältig geprüft werden und sich die Beteiligten sorgsam auf die Finger schauen. Ein Skandal, wie die imaginären Massenvernichtungswaffen im Irak, hätte somit wenig Chance sich erneut zu wiederholen. Was für den Geheimdienst Zukunftsmusik ist, ist bei der Presse mittlerweile Alltag. Einseitige Berichterstattung wird heute schneller kritisiert als jemals zuvor – dank den “bottom-up”-Berichten zahlreicher Hobby-Journalisten. Erfolgreich Propaganda zu verbreiten, ist in einer digital-vernetzten Welt schwer geworden. So scheint das Potenzial der Schwarmintelligenz bei der Lösung vieler Probleme hilfreich zu sein, wie es auch das Open-Source Vorzeigeprodukt Linux verdeutlicht. Dennoch hat diese Intelligenz auch ihre Grenzen: Entscheidungsprozesse sind im Schwarm anonym und dadurch intransparent. Die Resultate von Mobs waren oftmals gar nicht “smart”, sondern eher destruktiver Natur.

So lässt sich die Frage stellen, ob sich das Konzept der Schwarmintelligenz als soziale Utopie denken lässt. Wollen wir den Ameisenstaat? Dennoch bieten die neuen Kommunikationsmittel neue kollaborative Möglichkeiten, derer sich die Menschheit bedienen sollte.

Kommentar:
Ob es einst schwarmgesteuerte “virtuelle Unternehmen geben [wird], die nur ein paar Stunden oder gar Minuten existieren” wie es der Zukunftsforscher Andreas Neef mutmaßt, oder gar eine “soziale Revolution”, wie sie der Soziologe Howard Rheingold prognostiziert, bleibt abzuwarten. Dennoch steht die Effizienz von Schwarmintelligenz auf einem breiten wissenschaftlichen Fundament. So wird es Zeit die erkannten Vorteile dieser kollektiven Intelligenz gewinnbringend zu nutzen. Und auch wenn es nicht zu einer Schwarm-Revolution der Gesellschaft kommt, steht auf der Mikroebene eine ganze Reihe von Reformen an. Schon jetzt sieht man wie sich neben Kriegs- oder Protestgruppen neue Formen von nachhaltigen Schwärmen herausbilden. So gehört die Zukunft nicht einem, sondern vielen Schwärmen, die miteinander konkurrieren aber auch kollaborieren. In welchem schwimmen Sie?

Links:
www.firstmonday.org
www.globalguerrillas.typepad.com
www.heise.de
www.popsci.com
www.rand.org
www.stickam.com

Die Schönheit der schwarzen Schwäne

11. Februar 2008 0 Kommentare

Von Außenseitern und außergewöhnlichen Ereignissen

Foto: Nils Fretwurst
Foto: Nils Fretwurst
Im frühen Europa war eines sicher: alle Schwäne sind weiß. Man war sich so sicher, dass der Begriff „Schwarzer Schwan“ zur Metapher wurde. Fortan stand er für etwas, was unmöglich existieren kann. Man darf sich die Überraschung vorstellen, als im 17. Jahrhundert in Australien die ersten dunklen Entenvögel entdeckt wurden. Es raubte den Europäern schlicht den Atem.

Das Beispiel machte Schule, der berühmte Philosoph Karl Popper benutzte das Sinnbild in seinem Werk „Die Logik der Forschung“, um Fehler in induktivem Verfahren aufzuzeigen. So kann man nicht aufgrund von Erfahrungen – wie das das alleinige Beobachten von weißen Schwänen – eine tragfähige wissenschaftliche Theorie bilden. Solche Aussagen lassen sich niemals empirisch verifizieren. Denn wer weiß wann nicht doch ein schwarzer Schwan auftaucht?

Mit dem Auftauchen von ‚Schwarzen Schwänen’ befasst sich auch die gerade publizierte Idee von Nassim Nicholas Taleb. In seinem neuen Opus „The Black Swan“ sieht er die tierische Metapher als ein Sinnbild für kaum vorhersagbare, seltene Ereignisse mit weitreichenden Wirkungen. Für Taleb fallen die meisten wichtigen wissenschaftlichen Ereignisse in diese Kategorie, technische Errungenschaften, wie das Internet, aber auch menschgemachte Katastrophen. Das erstaunliche, so der Wissenschafts-Philosoph, ist, dass sich die Menschen in ihrer Ignoranz weigern, dass Unvorhersagbare zu akzeptieren.

„Was mich überrascht, ist nicht die Größenordnung, in denen Fehlprognosen gemacht werden, sondern dass wir uns dies nicht eingestehen“,
so der Forscher. Die falschen Entscheidungen von gestern sind schnell vergessen – meist ohne Konsequenzen.

Dies erläutert er am Beispiel des Aktienmarktes. Wertpapierhändler lägen mit ihren Analysen erstaunlich oft daneben, bemerkenswert dabei:
ihre Fehlannahmen korrelieren erstaunlich oft. Anscheinend irrt man sich lieber gemeinsam, als einsam richtig zu liegen.

Akzeptieren wir Talebs Theorie, bleibt die Frage, wie wir Menschen uns verhalten sollen, wenn unsere Fähigkeit zu präzisen Vorhersagen von wichtigen Ereignissen zum Scheitern verurteilt ist. Nassim Nicholas Taleb einfache Antwort: Wir müssen uns einfach auf ziemlich viele Möglichkeiten vorbereiten!

Alle Theorien sind demnach Hypothesen. Je mehr von ihnen man widerlegt, desto näher rückt man der Wahrheit. Doch dies ist ein endloser Prozess. Unfehlbare Erkenntnis gibt es nicht, sagt Popper. Für ihn ist Wissenschaft ein offener Prozess. Konsequent angewandt, führt die Falsifikation dazu, dass Forscher nur gut begründete Theorien aufstellen werden – und die sind dann umso wertvoller.

Kommentar:
Nach Popper und Taleb sind alle Theorien Hypothesen, unfehlbare Erkenntnisse gibt es nicht. Aber während es bei Taleb unmöglich bleibt, die Schwarzen Schwäne der Zukunft vorherzusehen, gibt es bei Popper Hoffnung. Zwar bleibt die Wissenschaft ein offener und endloser Prozess, wenn wir diese Arbeit aber konsequent betreiben, kann man nach und nach alle falschen Annahmen aussieben.
Die Theorien die dieser stetigen Prüfung standhalten, haben zumindest eine gute Chance auf Erfolg. Auch lehrt uns das Beispiel, das Investition in das Unwahrscheinliche lohnen kann – die Expedition in die Vogelwelt Australiens und die amerikanische Forschungseinrichtung DARPA mit der Erfindung des Internets haben es vorgemacht.

Links:
www.amazon.com
www.buecher-wiki.de
www.fooledbyrandomness.com

Google versus Wikipedia

13. Januar 2008 0 Kommentare

Foto: restless, pixelio.de
Foto: restless, pixelio.de
Google hat ein neues Projekt gestartet. „Knol“ − eine digitale Enzyklopädie die, wie Wikipedia, auf das Expertenwissen und Mitmach-Mentalität der Internetgemeinschaft abzielt. Gegenüber dem großen Wissensanbieter bietet „Knol” aber einige neue, interessante Möglichkeiten: Das Wissensportal setzt auf den Wunsch nach digitaler Reputation der freiwilligen Autoren. So ist, im Gegensatz zu den Wiki-Beiträgen, bei „Knol“ nur ein einzelner Autor pro Artikel verantwortlich. Sind die Autoren bei Wikipedia beinahe unsichtbar, soll bei der Google-Enzyklopädie der Autor mit Bild vorgestellt werden. Auch ist es erwünscht, das die Knol-Mitglieder die eingestellten Beiträge gegenseitig bewerten um ein Ranking der besten und beliebtesten Artikel zu erstellen. Zudem will die Seite mit barer Münze locken – auf den einzelnen Expertenseiten soll Werbung geschaltet und die Einnahmen mit den betreffenden Autoren geteilt werden.

Kommentar:
Noch befindet sich „Knol“ in einer nicht-öffentlichen Betaphase. Ob das Portal bald eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Wikipedia darstellen wird, bleibt fraglich. Nutzt Wikipedia die kollektive Intelligenz der Nutzer um die Artikel kontinuierlich zu kommentieren und zu verbessern, zielt Knol auf das Wissen einzelner Experten um Fachartikel zu publizieren. So gibt es hier keine Editoren, die sich um eingestellte Inhalte kümmern. Daher droht „Knol“ zum Portal von übertriebener Lobhudelei oder Schmährufe zu werden. Positive oder negative Darstellungen werden hier nicht so schnell verschwinden wie auf Wikipedia. Mal schauen wie Google dieses Problem lösen will.

Links:
berndroethlingshoefer.typepad.com
futurezone.orf.at
www.techcrunch.com