Robowars

26. November 2008 0 Kommentare

Foto: Public Domain
Foto: Public Domain
Die Lage in den Grenzgebiet Pakistans zu Afghanistan spitzt sich zu. Pakistan wagt sich an einem Spagat um einerseits die USA, in ihrem Kampf gegen die Taliban, zu unterstützen, andererseits bereitet der Pakt mit George Bush innenpolitische Probleme. Daher untersagte die Regierung Pakistan den USA, innerhalb des Staatsgebiets, Ziele anzugreifen. Bei weiteren Verletzungen der territorialen Integrität drohte Regierungschef Gilani diese Übergriffe „mit allen Mitteln“ zu bekämpfen. Die USA schloss darauf hin ein Abkommen, dass US-Soldaten die Grenze nicht mehr überqueren werden. Es scheint aber gewiss, das dieses Zugeständnis nur menschliche Militärs umfasst – für Kriegsrobotik scheint dies nicht zu gelten.
So wurden weiterhin mehrere Drohnen des Typs Predator über Süd- und Nordwasiristan gesichtet. Diese sind in der Lage ausgemachte Ziele mit Hellfire-Raketen anzugreifen. Auch von Angriffen solcher Drohnen wird berichtet.

Kommentar:
Stimmen bezeugen, dass die USA, in Pakistan, in eine neue Form der Kriegsführung eingetreten ist. Die der ferngesteuerten und robotisierten Tötungsmaschinen. Die Piloten dieser Maschinen sind Hunderte, wenn nicht Tausende Kilometer vom Einsatzort entfernt, und von den Gefahren des Schlachtfeldes in Sicherheit.
Der Einsatz in Pakistan bietet nur einen Vorgeschmack von der Kriegsführung der Zukunft, bei der die Kombattanten Angriff und Gegenangriff vom Bildschirm aus durchführen. Dass dabei aber die Zivilbevölkerung immer mehr zu Opfern eines asymmetrischen Krieges wird, liegt auf der Hand − das mit einer weiteren Entwicklung dieser Form der Kriegstechnologie eine neue Dimension erreichen wird ist gesichert: Die Drohnentechnologie wird schon bald nicht mehr für militärische Supermächte sondern auch für Guerillas verfügbar sein. Schon gehen Militärexperten davon aus, dass ferngesteuerte Drohnen bald die Selbstmordattentäter ersetzten werden.

Links:
de.wikipedia.org

Schlaues Fernsehen – Internet Fernsehen vom Informationsdienst Wissenschaft

5. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: from a second story, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: from a second story, Flickr.com, CC-Lizenz
Die Wissenschaftsendungen boomen, aber leider erreichen die Sendungen, wie „Galileo“ des Senders Pro7, oftmals nur das Niveau von Sesamstraße & Co. – Anspruchvolles vermitteln diese Sendungen selten. Das bemerkte auch der Informationsdienst der Wissenschaft (idw) und startete jetzt den eigenen Online-Sender „Science TV“. Erstmal drei Monate lang, stellen Wissenschafter den Verlauf ihrer Forschungen in wöchentlich erscheinenden, dreiminütigen Beiträgen vor. So entsteht ein visuelles Forschungstagebuch, das den Zuschauer ausführlich über die Arbeits- und Herangehensweise der Wissenschaftler informiert. Reinschauen lohnt!

Kommentar:
Ob Biologie oder Robotik, ob aus Deutschland oder Kambodscha - die Beiträge kommen aus allen Herrenländern und aus verschiedenen Feldern der gegenwärtigen Forschung. Und im Gegensatz zu den pseudowissenschaftlichen Magazinen der Privatsender, kann man hier wirklich was lernen.

Die Roboter kommen

14. September 2007 1 Kommentar

Korea will mit der Robotik weltweit an die Spitze

2020 soll in jedem Haushalt Koreas mindestens ein Roboter sein – so der Minister für Information und Kommunikation (MIC) Chin Dae-je (siehe Foto). Sein Land steht in Sache Hightech eh gut da: Korea ist führend in Stammzellenforschung und Biotechnologie. Darüber hinaus besitzt das Land die höchste Internetdichte weltweit. Seit Jahren förderte die Regierung auch die Entwicklung von Robotertechnologie – jetzt sollen die elektronischen Helfer mit einem Preis zwischen 1000 und 2000 Dollar in Massenproduktion gehen. Die günstigen Preise der 50 bis 150 cm großen Droiden werden durch eine technische Neuerung erreicht – der Trennung von Geist und Körper: die meiste Rechenarbeit der Applikationen werden von Computern erledigt, mit denen der Die Roboter kommenRoboter über eine Internet-Breitbandverbindung verbunden ist. Dieses Prinzip der Auslagerung gibt den so genannten „Netzwerk-Basierenden Robotern“ entscheidende Vorteile gegenüber ihren “On-board”-Verwandten: Zum einen müssen sie nicht voll gestopft mit Rechnern sein, was sie erheblich leichter macht. Zum zweiten ermöglichen die angebundenen Serverfarmen Datenverarbeitung in Echtzeit, was sich in der Reaktionszeit niederschlägt. Neben dem Anschaffungspreis fallen so auch monatliche Gebühren für Software und Rechenleistung an.Die Aufgaben für die digitalen Diener sind vielfältig. Die erste Generation soll dabei helfen den Haushalt zu erledigen, Wohnungen zu überwachen und Kindern aus Büchern vorlesen. Auch plant die Regierung Koreas Roboter für den Polizei- und Militäreinsatz zu entwickeln. Geht es nach Minister Chin so steht Korea dank der Roboter eine goldene Zeit bevor: bis 2010 soll sein Land zu einem der führenden Hersteller werde, bis 2011 rechnet er damit, dass über drei Millionen der Netzwerk Roboter im Gesamtwert von 1,5 Milliarden Dollar verkauft werden. Das weltweite Handelsvolumen schätzt er für das Jahr 2015 auf circa 300 Milliarden Dollar.

Kommentar:
Auch wenn die erste Generation von Robotern auf ihren Rädern noch recht unbeholfen wirkt, der Einzug von Robotern in die privaten Haushalte wird in den nächsten Jahrzehnten unaufhaltsam voranschreiten.