Gesundes per Fahrrad

19. November 2008 0 Kommentare

Foto: ramblinworker, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: ramblinworker, Flickr.com, CC-Lizenz
Manchmal fast man sich an den Kopf und fragt sich, wie innovationsblind man sein kann. Kein Mensch kann mehr abstreiten, das Biofood Trend ist, betrachtet man aber die Parkplätze der Biomärkte erkennt man schnell, dass die meisten Menschen mit dem Auto kommen, um die naturschonenden Produkte nach Hause zu karren. Da liegt es doch nahe, den Versuch zu unternehmen sich auch von diesen umweltbelastenden Emissionen zu befreien. Ein Unternehmen in Florida macht es vor: Über die Homepage von „Harvest Cycle“ können die Kunden ihre Produkte bestellen. Sämtliche Früchte und Gemüse kommen aus dem organischen Anbau lokaler Bauern. Freitags und Samstags wird die Ware per Fahrradkurier ausgeliefert. Per Korb, der einiges an Gesundem fassen kann, werden15 US-Dollar an Transportgebühr erhoben.

Kommentar:
Ein netter Service, der Sinn macht und Kundenbindung garantiert.

Links:
harvestcycle.com

Ein chemischer Durchbruch

8. September 2008 0 Kommentare

Foto: annieo76, flickr.com
Foto: annieo76, flickr.com
Forschern der Peking-Universität in Beijing ist ein wichtiger Schritt zur Gewinnung von Biotreibstoff gelungen. Dem Team um den Forscher Yuan Kou ist es gelungen, das pflanzliche Molekül Ligin für die Treibstoffproduktion in brauchbare Bestandteile aufzuspalten. Bisher konnte man Treibstoff nur aus der Stärke in Pflanzen gewinnen. Daher nutzten ausschließlich stärkehaltige Pflanzen wie Mais oder Zuckerrohr. Dies schürte die Konkurrenz zwischen der Lebensmittel- und Treibstoffindustrie. Das Resultat waren gestiegene Preise, die in Mexiko zu Lebensmittelknappheit und Hunger bei der Bevölkerung führte. Hält das neue Verfahren, was es verspricht, könnte jedes andere Pflanzenmaterial leicht in Biosprit umgewandelt werden und der Mais käme wieder auf den Teller, statt in den Tank.

Kommentar:
Ließe sich Energie aus den großen der Gruppe der Liganen gewinnen, könnte man sehr viel mehr Biosprit „anbauen“. Ob dies allerdings genügen würde, denn weltweit steigenden Benzinbedarf längerfristig abzudecken bleibt fraglich.

Links:
chem.pku.edu.cn
en.wikipedia.org
technology.newscientist.com

Gemüse aus dem Kasten

19. August 2008 0 Kommentare

Foto: austinevan, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: austinevan, Flickr.com, CC-Lizenz
Manche Menschen kommen selten zum Einkauf. Oft ist der Büroalltag so lang, dass nach Feierabend kein Lebensmittelladen mehr geöffnet hat und nur der Gang ins Restaurant oder der Verzehr von Fastfood als Alternative bleibt. Dabei liegt die Lösung so nah – frisches Gemüse aus dem Automaten. Gut gekühlt und günstig kann man sich in Japan das fehlende Gemüse für das Dinner ziehen. Einfach das passende Kleingeld einwerfen und das gekühlte Gemüse entnehmen – stressfrei und gesund. In Barcelona hingegen hat man schon Automaten für Bücher gesichtet − hier gibt es Bestseller rund um die Uhr. Auch eine nette Idee.

Kommentar:
In Deutschland sieht man noch wenige Automaten, die andere Güter als Zigaretten anbieten. Dabei kann das Geschäft besonders in den Großstädten lohnen: Auch nach Ladenschluss besteht der Wunsch nach Gütern. Seien es Lebensmittel oder andere Waren. Wie oft gerät man in die Situation, dass man dringend ein Geschenk oder andere Güter benötigt, aber die Geschäfte haben bereits geschlossen. Hier könnten Automaten Abhilfe schaffen.

Links:
kilian-nakamura.de

Neue Gärten braucht das Land

14. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Susie, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Susie, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Ein neuer Trend erreicht uns aus Australien – die Neuauflage der städtischen Nutzgärten. Biofood und umweltfreundliches Verhalten ist Trend, gleichzeitig steigen die Lebensmittelpreise in astronomische Höhen – da verwundert es nicht, dass die Menschen den Wert des eigenen Gartens neu entdecken. Schließlich kann das eigene Grün nicht nur einen Ort der Entspannung bieten, sondern auch die Speisekammer kostengünstig und umweltschonend bereichern.
In Australien zeigt die die Initiative „Permablitz“ wie es gemacht wird: Auf Wunsch der Gartenbesitzer rund um Melbourne, erstellt die Gruppe in Seminaren Pläne, wie sich der Boden ganzjährig nutzen lässt. Ziel ist es, den urbanen Boden für die Lebensmittelgewinnung zurückzuerobern und somit weniger unter den steigenden Lebensmittelpreisen leiden zu müssen. Die Bewegung arbeitet bis jetzt ausschließlich auf freiwilliger Basis, aber man ist auch an einer Ausweitung des Angebots, gefördert durch Sponsoren, nicht abgeneigt.

Kommentar:
Eine gelungene Idee! Zwar besitzen die wenigsten Großstadtbewohner einen eigenen Garten, aber mit dem zunehmenden Trend zum Schrebergarten entdecken die Städter auch den Vorteil eines Nutzgartens. Und viele der essbaren Pflanzen treiben auch wunderschöne Blüten, wie beispielsweise die Petersilie oder die Kartoffel.

Links:
landscaping.at
mindsharing.de
permablitz.net
treehugger.com

Video:

Wasser aus der Luft

9. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Xziex Press Release
Foto: Xziex Press Release
Die US-amerikanische Firma „Xziex“ verspricht eine revolutionäre Art der Wassergewinnung. Ihre Wassergeneratoren sollen der Umgebungsluft effektiv die Feuchtigkeit entziehen und so Trinkwasser, zum Preis von 1 bis 2 US-Cents, generieren.
Das Verfahren dazu ist schon lange bekannt und beruht auf Kondensation. Bisherige Anwendungen verbrauchten dabei aber soviel Strom, dass das gewonnen Wasser einfach zu teuer war. Laut Versprechungen des Herstellers „Xziex“ sei dies, bei ihren Produkten, nicht der Fall.
Die Markteinführung in Europa steht kurz bevor, es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen hält, was es verspricht. Ein weiteres Unternehmen, dessen „Atmosphärische Wassergeneratoren“ sich bereits im Irak Krieg beweisen konnten, kommt von der Firma „Aqua Science“. Ihre Anlage ist aber so groß wie ein LKW-Hänger und daher nicht für den privaten Gebrauch gedacht. Laut Hersteller kann diese Produktionseinheit täglich Wasser für 3.000 Menschen zur Verfügung stellen.

Kommentar:
Arbeitet das System kostengünstig, käme dies einer kleinen Revolution gleich. Schon ist das amerikanische Militär interessiert, schließlich verschlingt allein der Transport von Trinkwasser in die Kriegsgebiete Millionen und ist logistisch aufwendig. MindSharing wird diese Technologie im Auge behalten und weiter berichten.

Links:
aquasciences.com
en.wikipedia.org
prlog.org
wasserausluft.de
xziexwater.com

Abenteuer Essen – exotische Konserven

11. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: Toffee Scorpion Candy, Courtesy edible.com
Foto: Toffee Scorpion Candy, Courtesy edible.com
Auch Essen kann ein Abenteuer sein. Dies bewiesen nicht nur die zweifelhaften Szenen aus der Serien „Dschungel Camp“, in dem die Teilnehmer Regenwald-Spezialitäten, wie Maden, Raupen und Spinnen kosten durften, um durch den Ekelfaktor ein fragwürdiges TV-Spektakel zu inszenieren.
Für Menschen, bei denen solche Szenen echtes kulinarisches Interesse geweckt haben, bietet die britische Firma „Edible“ Exotisches, wie Mopani Würmer oder Krokodil-Curry aus der Konserve, zum heimischen Selbstversuch an. Auch seltene Kräuter und Gewürze, wie von Affen gepflückter wilder Tee oder der exklusivste Kaffee der Welt, welcher erst von Wildkatzen verdaut, dann ausgeschieden und per Hand eingesammelt wird, stehen im exklusiven Programm.

Kommentar:
Zugegeben, die meisten Kunden, die bei „Edible“ ordern, sind selten abenteuerlichen Gourmets, die neue Geschmackrichtungen ausprobieren wollen. Vielmehr werden hier Menschen bestellen, die, mit den ungewöhnlichen Lebensmitteln, ihre Freunde schocken wollen. Aber ein kandierter Skorpion zum Geburtstag hat ja auch was Besonderes. Ich für meinen Teil, kann gut auf Krokodil Curry verzichten.

Links:
www.mirabilis.ca
www.therandomshop.co.uk

Spirituosen-Marketing: Wein aus der Röhre

7. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: paulaloe, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: paulaloe, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine schöne Idee aus Frankreich: Wein erfreut sich seit einiger Zeit erhöhter Beliebtheit. In Maßen, ist er nicht nur gesund, sondern zählt mittlerweile zum anerkannten Kulturgut.
Aber wie wird man zum Weinkenner? Hier gilt: Probieren geht über studieren. Das kann aber bei kostspieligen Flaschen schnell ins Geld gehen. Da liegt es nur nahe, den Wein in kleineren Abfüllungen zu vertreiben.
Dies dachte sich auch das französische Unternehmen „Wineside“ und füllt nun den Traubensaft verschiedener Hersteller in Glasröhrchen von 6 cl bzw. 10 cl Fassungsvermögen. So kann man den Gaumen schulen und auch große Weine wie einen Pomerol oder einen Chateau Neuf du Pape kosten, ohne dafür ein paar Hunderter für das Geschmackserlebnis berappen zu müssen.

Kommentar:
Wieder mal eine Idee, bei der man sich wundert, warum keiner früher drauf gekommen ist. Wie oft hört man auf den Rat des Weinhändlers und ist hinterher enttäuscht, da das angepriesene Tröpfchen dem eigenen Geschmack nicht zusagt. Und auch als Überblick über die Produkte heimischer Winzer würde ein solches Paket von Proben sich bestens eignen.

Links:
cheapfunwines.com
springwise.com

Flaschen vereinigt Euch!

10. April 2008 0 Kommentare

Foto:Constantin Meyer, with Courtesy of INSTANT
Foto:Constantin Meyer, with Courtesy of INSTANT
Die Architekten und Wissenschaftler Dirk Hebel und Jörg Stollmann zeigen, mit ihrem Projekt „United_Bottle“, wie sinnvoll mit Wegwerfartikeln umgegangen werden kann. Ihr Prinzip: Mehrwert durch Design.
Durch das Redesign von einfachen PET-Wasserflaschen ist es ihnen gelungen, diese, in ein leichtes Baumaterial zu verwandeln. Dabei können die nun viereckigen Flaschen, wie Puzzlestücke, ineinander gesteckt werden, so dass aus einigen hundert der Behälter ganze Häuser errichtet werden können. Gefüllt mit Erde, Sand oder Federn, können die Notunterkünfte darüber hinaus leicht isoliert werden.
Mit Hilfe der „United_Bottle“ könnte so in Krisengebiete, auf einen Schlag, Wasser und nützliches Baumaterial gebracht werden, ohne das mit der Hilfe auch Müllhalden ins Land kommen.
Die Idee ist so gelungen, dass nicht nur die UN bereits hellhörig geworden ist. Die zwei Köpfe des Konzepts gewannen bereits einen der begehrten Prize Fellowships des „Van Alen Institute“ in New York sowie einen Red Dot Design Award 07.

Kommentar:
Die Idee ist naheliegend und genial – anstatt Tonnen von Material nach einmaligen Gebrauch wegzuwerfen, kann diesem Missbrauch durch ein neues, einfaches Design ein zweites, sinnvolles Leben gegeben werden. Ich wünsche mir noch mehr von solchen Ideen!

Links:
instant-arch.net
red-dot.org
united-bottle.org
vanalen.org

Halt mal den Honig!

7. April 2008 0 Kommentare

Foto: Copyright © Island Abbey Foods Ltd. 2008
Foto: Copyright © Island Abbey Foods Ltd. 2008
Honig ist lecker und gesund und doch eine klebrige Angelegenheit. Ein Manko, das leider dazu geführt hat, das insbesondere die Gastronomie vor einige Probleme stellt. Serviert man ihn zum Tee in den herkömmlichen Gläsern, kann dies schnell zu unhygienischen und unschönen Zuständen führen. Diesem Problem hat sich die kanadische Firma “Island Abbey Foods” erfolgreich angenommen und bietet seit kurzem die „Honey Drops“ an – Honig in fester Form. Im Angebot sind bis jetzt zwei Varianten, einmal purer Honig, die zweite mit einer leichten Zitronennote. Eignet sich nicht nur für den Tee, sondern kann auch gelutscht werden! Eine einfache, wie gelungene Idee, die insbesondere die Engländer freuen wird.

Kommentar:
Das Beispiel zeigt deutlich, das sich auch Altbekanntes neu erfinden lässt. Sicherlich sieht das Unternehmen einer süßen Zukunft entgegen.

Links:
best-practice-business.de
honibe.com
nostickyfingers.com

Locavores!

10. März 2008 1 Kommentar

Foto: Stihl024, Pixelio.de
Foto: Stihl024, Pixelio.de
Neues aus den USA. Die „Locavore“ gehen um: Der Begriff bezeichnet gegenüber den “Omnivore”, den Allesfressern, Menschen, die nur noch Nahrung zu sich nehmen, die aus ihrem direkten Umfeld stammt. Maximal 150 Kilometer darf die Ware reisen.
Ob Orangen aus Spanien oder Rindfleisch aus Argentinien – die Produkte in den Auslagen der Supermärkte sind oft wahre Globetrotter. Die traurigen Nebenprodukte dieses Überflusses: hohe CO2-Emissionen, Monokulturen oder der Einsatz von schädlichen Konservierungsstoffen. Dem wollen die neuen Nahrungslokalisten entgegenwirken. Sie bedienen sich auf lokalen Bauernmärkten, dem eigenen Gemüsegarten oder gehen in den Parks der Stadt auf Kräutersuche – nur was saisonal verfügbar ist, landet auf dem Tisch. Ab und zu darf auch geschummelt werden, das Salatdressing darf auch mal Olivenöl enthalten, obwohl es nicht selbst gepresst wurde.

Kommentar:
Die Bewegung wurde 2006 in San Fransisco gegründet. Mittlerweile gibt es Locavores auch in anderen Großstädten, so schätzt man ihre Zahl auf rund 5000 allein in New York. Aber, obwohl die Anzahl der LOHAS ständig steigt, wird aus den lokalen Öko-Gourmets bestimmt kein großer Schwarm. Da wird es auch nichts nützen, dass das Oxford American Dictionary die neue Gruppenbezeichnung zum Wort des Jahres 2007 kürte.

Links:
blog.oup.com
blog.metaroll.de
glorfmorph.de
locavores.blogspot.com
www.locavores.com
www.polylog.tv

Von Gourmets und gutem Gewissen

29. Februar 2008 0 Kommentare

Eine kulinarische Entwicklungshilfe macht in Vietnam Schule

Mit der Entwicklungshilfe ist es so eine Sache. Oftmals werden große Mengen an Geld gesammelt und in Hilfs-Projekte investiert, die anfangs erfolgversprechend scheinen - später zeigen sich dann aber die Schattenseiten: Kleiderspenden zerstören die einheimische Bekleidungsproduktion, gesponserte Nahrungsmittel führen dazu, das Bauer und Fischer ihre Arbeit quittieren und technische Einrichtungen verfallen, sobald die westliche Betreuung abgezogen ist.

Foto: sputnik, flickr.com
Foto: sputnik, flickr.com
Gegenwärtig ist es allgemeiner Konsens, dass bei zukünftigen Projekten besonders Wert auf die Nachhaltigkeit gelegt werden muss - Hilfe zur Selbsthilfe ist das Motto.

In Vietnam zeigt eine besonders gelungene und leckere Art der Entwicklungshilfe, wie es richtig gemacht werden kann. Ein Beispiel ist das „SOZO“: Das kleine Café in dem Backpacker-Viertel von Ho Chi Minh-Stadt - dem früheren Saigon - ist bekannt für seinen köstlichen Apple Pie, den Bagels, Cookies und Muffins. Die meisten Kunden wissen gar nicht, das sie mit einem Besuch in dem stylischen Bistro nicht nur sich, sondern auch den Straßenkindern von Vietnam Gutes tun - die Belegschaft der Lokalität besteht aus früheren heimatlosen Kindern, die erst hier das Gastronomiegewerbe erlernt haben.

Die private Initiative begann im Jahre 2004 mit dem Engagement zweier Deutscher. Sie kauften einen einfachen Karrenwagen auf dem sie, mit Hilfe von Straßenkindern gebackenen, Cookies an die wachsende Zahl von Touristen verkauften. Auch wenn die Rezepte ursprünglich aus Deutschland mitgebracht wurden, die amerikanischen Kekse wurden ein voller Erfolg.

Schnell sprach sich die Backkunst herum und es wurde genug Geld eingenommen um ein eigenes Café anmieten zu können. Mittlerweile arbeitet eine ganze Anzahl von Festangestellten in dem Café, das nun zu einem wahren Center der kulinarischen Entwicklungshilfe angewachsen ist. Hier lernen jetzt eine Vielzahl von vietnamesischen Kindern die Grundlagen des Backens und der Betriebswirtschaft sowie die englische Sprache. So wurden beispielsweise ein „English Corner“ eingerichtet, in dem sich zweimal wöchentlich vietnamesische Studenten mit Ausländer treffen, um ihre Sprachfähigkeit zu verbessern. Schon werden die Räumlichkeiten des „SOZO“ zu eng und man überlegt, weiter Räume anzumieten. Auch internationale Künstler sind dem Charme des Cafés erlegen – der amerikanische Künstler Hiep Nguyen, der durch seine Technik des „Circle Painting“ berühmt wurde, arbeitet seit langem mit dem SOZO zusammen und unterstützt das Projekt beispielsweise durch Verkauf von Bildern.

Das „Koto“ in Vietnams Hauptstadt Hanoi hat eine ähnliche Geschichte: Auf seine Frage an Straßenkinder, was sie sich in Zukunft wünschen würden erhielt der spätere Gründer des „Kotos“, Jimmy Pham, im Jahre 1996 eine einfache Antwort. „Wir brauchen eine Ausbildung, damit wir später einen Job haben.“

Diese klare Ansage nahm sich Jimmy Pham zu Herzen und gründete einen kleinen Sandwich-Shop, der ebenfalls auf die dickeren Geldbörsen der Touristen zielte. Ein voller Erfolg, aus dem kleinen Laden wurde in wenigen Jahren, eines des erfolgreichsten Restaurants der Stadt, dessen Küchenkreationen und perfekter Service den Vergleich mit internationalen Spitzenrestaurants nicht fürchten muss. So manche der hier servierten asiatisch-westlichen cross-over Gerichte haben schon bei Gastronomie-Kritiker blanke Begeisterung hervorgerufen.

Der Erfolg schafft Gutes: Mittlerweile arbeiten in dem Restaurant 26 ehemalige Straßenkinder in Festanstellung, alle sechs Monate werden 25 Straßenkinder im Alter von 16 bis 22 Jahre, in dem hauseigenen Ausbildungscenter, welches mit Schul- und Schlafräumen ausgestattet ist, für die Gastronomiebranche nach australischen Standards ausgebildet.

Es sind heißbegehrte Schulplätze, schließlich beträgt die Erfolgsrate 100 Prozent - alle Absolventen fanden nach absolviertem Abschluss eine Stelle und konnten das Leben auf der Straße aufgeben.

Kommentar:
Das Essen für einen guten Grund sollte Schule machen. Schließlich lässt sich die Idee leicht adaptieren und bringt im Gegensatz zu vielen anderen sozialen Projekten guten Umsatz und Gewinn. So könnte die soziale Geschäftsidee in jedem Land mit Touristenpotential für volle Restaurants und weniger Armut sorgen. Aber auch in Deutschland könnten viele soziale Einrichtungen, die mit einer eigenen Gastronomie aufwarten können, von den Beispielen lernen und sich kundenorientierter verhalten. Denn mit einem zufriedenen Magen spendet es sich gerne.

Links:
www.circlepainting.com
www.streetvoices.com.au
www.sozocentre.com
www.friends-international.org
www.visithoian.com

Falsche Versprechungen

14. Januar 2008 0 Kommentare

Foto: Sonja Winzer, pixelio.de
Foto: Sonja Winzer, pixelio.de
Das Geschäft mit der Gesundheit boomt. Das hat auch die Lebensmittelindustrie entdeckt und füllt die Regale der Supermärkte zunehmend mit so genannten „Funktional Food“. Der Begriff bezeichnet Nahrungsmittel, die mehr als einen vollen Bauch versprechen – sie wollen uns gesünder machen und Krankheiten vorbeugen. Die Produkte finden, trotz höherem Preis, reißenden Absatz. Der weltweite Umsatz wird auf 60 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Doch meist bleibt es nur bei dem Versprechen: Ärzte und Nahrungsmittel-Experten bezweifeln die heilsamen Wirkungen der meisten Produkte, vor einigen der Nahrungsmittel wird sogar gewarnt. So beispielsweise Produkte die den Cholesterinspiegel senken. Zwar helfen diese Produkte nachweislich kranken Menschen, bei Gesunden sorgen die Pflanzensterine aber dafür, dass bestimmte Vitamine schlechter verwertet werden.

Kommentar:
Fitness, Wellness und Wohlbefinden sind die Schlagworte des Schwarmtrends Gesundheit. Ein guter Trend – wer möchte nicht agil und gesund durch das Leben gehen? Allerdings sollten gemachte Versprechen auch gehalten werden. Und so sollte man sich besser an den Tipp vieler Ernährungsexperten halten und einfach ausgewogen essen. Das spart Geld und ist immer noch am besten.

Links:
www.finanztreff.de
www.greenpeace-magazin.de
magazine.web.de
www.menshealth.de
www.taz.de