Öffentliche Pumpen

17. November 2008 0 Kommentare

Foto: Fabio, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Fabio, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine gelungene Innovation aus dem Fahrradland No.1: Das Designstudio „HiMom“ kreuzte eine Fahrradpumpe mit einem Fahrradständer. Herausgekommen ist dabei die „Heklucht“ Pumpe (siehe Foto). Eine einfache wie schöne und funktionale Idee, die sicherlich breiten Absatz finden wird.

Kommentar:
Man kennt das Problem: Man ist mit dem Rad unterwegs, der Reifen verliert Luft und die eigene Fahrradpumpe ist frisch geklaut. Wie schön könnte es sein, würden die innovativen Fahrradständer Verbreitung finden.

Links:
heklucht.nl
radlobby.at
rad-spannerei.de
wienweb.at

Haustier-Finder

7. November 2008 1 Kommentar

Foto: Laertes, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Laertes, Flickr.com, CC-Lizenz
Das Schöne an Technologie ist, dass sie im Großen und Ganzen praktikable Lösungen für die kleinen Widrigkeiten des Alltags findet. Jetzt gibt es ein System, das stolze Haustierbesitzer vor dem Verlust des geliebten Tieres bewahren soll. Das „Pet Tracking System“ ist ein Halsband, das mit Hilfe von Satelliten, SMS und GMS die ausgebüchsten Tiere lokalisieren kann. Vermist man das sonst so treue Tier, wählt man einfach die Nummer des Tieres und der Aufenthaltsort wird, auf 15 Meter genau dem Besitzer, per SMS, mitgeteilt.

Kommentar:
Eine einfache, wie gelungene Technik, die viel Gram verhindern kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese Art der Lokalisierungstechnik auch für Kinder umgesetzt wird. Schließlich haben diese oftmals noch einen ausgeprägteren Freiheitswillen und werden, so schrecklich, wie es klingt, leichter Opfer von Entführungen.

Links:
environmental-studies.de
infopirat.com
mydigitallife.info
resq.petparents.com
mydigitallife.info

Stylische Sicherheit

29. Oktober 2008 1 Kommentar

Foto: Sweetskinz
Foto: Sweetskinz
Das Rad neu erfinden: Die Designer des Radhersteller „Sweetskinz“ sahen in Fahrradreifen mehr als schwarzes Gummi, sie sahen eine Fläche, die es zu nutzen gilt. Und wie jeder gute Designer, wollten sie diese nicht nur verschönern, sondern gleichzeitig um einen praktischen Nutzen erweitern. Daher besorgten sie sich farbiges Gummi, dass bei Nacht einfallendes Licht reflektiert. Mit diesem neuen Stoff ausgerüstet, schufen sie stylische Räder mit Graffitimustern, die das nächtliche Cruising um einiges schöner und sicherer macht.

Kommentar:
Wenn man das Schöne mit dem Nützlichen vereint, kann man sicher sein, dass man ein Produkt geschaffen hat, dass auf dem Markt bestehen wird.

Links:
dtti.wordpress.com
sweetskinz.com

3D-Druck für den Massenmarkt

29. September 2008 2 Kommentare

Foto: dolf veenvliet
Foto: dolf veenvliet
In den USA bietet seit Neustem das Unternehmen „Shapeways“ das 3D-Drucken für jedermann an. Die Kunden können einfach ihre Designs übermitteln und erhalten die ausgedruckten Gegenstände. Diese Möglichkeit bestand zwar schon seit einiger Zeit, dennoch war die Option nur wenigen Menschen bekannt und der Ausdruck oftmals teuer. Das Novum von Shapeways ist, dass sie die breite Masse über den 3D-Druck aufklärt und ihnen die Technologie zugänglich macht und bei den Preisen ebenfalls auf die Masse setzt. Der Preis für einen Ausdruck liegt im Mittel zwischen 50-100 US Dollar. Auch die Generierung von Bauplänen hat das Unternehmen stark vereinfacht – anstatt sich mit komplizierten CAD-Anwendungen rumschlagen zu müssen, bietet Shapeways eine eigene Software, die das designen von Objekten auch ohne große Vorkenntnisse erlaubt. Selbst bewegliche Teile sind möglich, sogar eine funktionierende Uhr ließe sich bei Shapeways ausdrucken, so Peter Weijmarshausen, der CEO des Unternehmens.

Kommentar:
Eine Besonderheit des 3D-Drucks ist, dass die Komplexität bei der Fertigung der Objekte keine Rolle mehr spielt. Der Preis wird nur nach Größe und Materialverbrauch bestimmt. Schon existieren Tauschbörsen für Baupläne, ähnlich den Tauschbörsen für Musik und Filme, in denen kostenlos Designs für Objekte jeder Art heruntergeladen werden. Shapeways bietet ihren Kunden ebenfalls an, ihre Kreationen von anderen Usern bewerten zu lassen und die Blaupausen allen zur Verfügung zu stellen.

Links:
digitalproduction.com
mindsharing.de
mindsharing.de
mindsharing.de
neuerdings.com
shapeways.com
technologyreview.com
vertices.de

Klima an der Kippe

22. September 2008 1 Kommentar

Foto: crossfirecw, flickr.com
Foto: crossfirecw, flickr.com
Wie wir bereits wissen, erwärmt die zunehmende Konzentration an Treibhausgasen das Klima der Erde. Die Auswirkungen sind deutlich zusehen: Die arktischen Eismassen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und der Regenwald am Amazonas trocknet aus. Ein neuer Bericht des Umweltbundesamtes verdeutlicht nun noch eine weitere Gefahr des Klimawandels: den des Kipppunktes. Der Begriff bezeichnet einen Moment, indem die zunehmende Klimaveränderung einen Punkt erreicht, an dem die Veränderung kein fortschreitender langsamer Prozess mehr ist, sondern eine abrupte, dramatische Wendung nimmt.

Kommentar:
Noch können die Forscher − aufgrund von Wissenslücken und unzureichender Forschung − noch nicht genau bestimmen, wann ein solcher „Kipp-Punkt“ erreicht wird. Dennoch ist die Gefahr eindeutig gegeben. So raten sie dringend zu einem entschlossenem weltweiten Handeln, bevor es zu spät ist und viele Gebiete der Erde für den Menschen unbewohnbar werden.

Links:
diepresse.com
inar.de
innovations-report.de
umweltbundesamt.de
umweltjournal.de

Wolkenkratzer-Gemüse

15. September 2008 1 Kommentar

Foto: MikeSchinkel, Flickr.com
Foto: MikeSchinkel, Flickr.com
Professor Dickson Despommier, der Columbia Universität hat einen Traum – Farmen in der Großstadt. Dazu entwickelte er das Konzept der “Vertikalen Farmen” – Hochhäusern, deren Etagen als Farmland genutzt werden sollen. Prominenten Rückhalt für sein Konzept bekommt Despommier von Scott M. Stringer, einem der Stadträte von New York. Dieser sieht in den Wolkenkratzergärten eine Möglichkeit den Hunger seiner Stadt nach frischem Gemüse zu stillen, ohne alles importieren zu müssen. Schon hat er Arbeitskräfte in seinem Büro darangesetzt, zu prüfen, ob sich ein Prototyp in Manhattan realisieren lässt.

Kommentar:
Ob das Projekt ökonomisch sinnvoll ist, muss noch abgewogen werden. Erst muss der Preis von Bauland gegen die Transportkosten für den Import gegen Gemüse gegengerechnet werden. Auch sind ein paar Probleme nicht gelöst – dringt nur ein Parasit oder Schädling in das Wohnhaus ein, kann sich der Befall schnell ausbreiten.

Links:
cumc.columbia.edu
jetzt.sueddeutsche.de
topics.nytimes.com
topics.nytimes.com
verticalfarm.com

Aus die Maus?

29. August 2008 0 Kommentare

Foto: Marcin Wichary, Flickr.com
Foto: Marcin Wichary, Flickr.com
Laut Analysten aus dem Hause Gartner, steht die Computermaus vor dem Aus. In drei bis fünf Jahren wird das bekannte Eingabegerät durch „Gestual computing“ oder Touchscreens ersetzt werden, so die Meinung der Analysten. Zwar habe sich die Maus bei Desktop-Computern bewährt, bei Notebooks, oder aber bei der Kontrolle der boomenden Home Entertainment-Systemen spielt sie keine große Rolle, so der Bericht. Heute schon stehen bei Sony und Panasonic Fernseher-Prototypen, die ganz ohne Fernbedienung auskommen – man steuert die Geräte alleine durch Gesten. Eine ähnliche Entwicklung wird auch bei der Bedienung von Computer erwartet.
Bei Logitech, dem weltweit größten Hersteller von Computermäusen, schrillen hingegen noch keine Alarmglocken. Zwar glaubt man hier auch, dass die alternativen Eingabegeräte Platz auf dem Markt fordern werden, dennoch wird die Maus auf dem Markt weiterhin Bestand haben.

Kommentar:
Das Ende der Maus ist noch lange nicht in sich. Dafür aber der Beginn einer neuen Interface-Kultur. Das iPhone oder die Spielekonsole Wii sind dabei nur die ersten Beispiele.

Links:
blog.handelsblatt.de
mindsharing.de
news.bbc.co.uk
logitech.com

Samsonites Muschel

21. August 2008 0 Kommentare

Foto: Aldo Barreto
Foto: Aldo Barreto
Ein spannendes Konzept, das sicherlich bald zur Marktreife gebracht werden wird, ist der „Tot Pod“ des Designers Aldo Barreto. Der Design-Student entwickelte diese Studie eines Kindersitzes in Auftrag für Samsonite. Sein Ziel: unterschiedliche Kindertransportsysteme, wie Kindersitz und Kinderwagen, in einem funktionalen Gegenstand zu vereinen. Betrachtet man seine Entwürfe, scheint ihm dies gelungen zu sein. Im Auto lässt sich der „Tot Pod“ als schicker Sitz verwenden, verlässt man das Auto, lassen sich Räder ausklappen und wird das Gefährt gar nicht gebraucht, wird es wie eine Muschel zusammengeklappt.

Kommentar:
Besonders Kindersitze und Kinderwagen sind sperrige und platzraubende Gegenstände, oft verschandelt oder versperrt die Lagerung den Wohnungsflur oder den Kofferraum. Das neue Konzept könnt hier stylische Abhilfe schaffen.

Links:
coroflot.com
slipperybrick.com

Schwimmendes Kraftwerk

1. August 2008 1 Kommentar

Foto: Schwimmendes Windkraftwerk, siemens.com
Foto: Schwimmendes Windkraftwerk, siemens.com
Windparks auf hoher See: in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Konzern „StatiolHydro“ entwickelte Siemens schwimmende Windkrafträder für die Hochsee.
Offshore-Windenergieanlagen existieren bereits, allerdings stehen diese ausnahmslos nah an der Küste und beeinträchtigen damit die Flora und Fauna.
Im Gegensatz dazu, sollen die neuen Windräder, ausgerüstet mit einem speziellen Schwimmkörper, auf hoher See verankert werden, da hier der Wind viel kräftiger bläst und die Stromausbeute damit deutlich höher wäre. Laut einer Studie des US-amerikanischen „National Renewable Energy Laboratory“ ist allein das Windpotenzial innerhalb von 50 Seemeilen vor der US-Küste größer, als die Leistung aller US-Kraftwerke zusammen– mehr als 900 Gigawatt.
2009 soll der erste Prototyp vor der Küste Norwegens errichtet werden. Ist der Versuch erfolgreich, könnten bis zum Jahre 2018 bereits 200 solcher Anlagen errichtet werden.

Kommentar:
Die Ölkrise beflügelt den Erfindergeist. Warum werden solche Ideen erst gefördert, wenn der Notstand droht? Dennoch besser spät, als nie: Für Küstenregionen könnte der Einsatz solcher Kraftwerke, schnell saubere Energie liefern. Der Prototyp wird es zeigen, ob der Plan hält, was er verspricht.

Links:
innovations-report.de
iset.uni-kassel.de
klima-aktiv.com
siemens.de
siemens.com
wallstreet-online.de

Die Zehn-Minuten-Entziehung

28. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: asplosh, Flickr.com CC-Lizenz 2.0
Foto: asplosh, Flickr.com CC-Lizenz 2.0
Eine kleine Sensation aus den USA. Forschern der University of California ist es gelungen alkoholsüchtige Ratten mit körpereigenen Substanzen innerhalb von Minuten von ihrer Sucht zu befreien. Selbst nachdem die Forscher den Ratten, nach ihrer Entziehung, erneut Alkohol verabreichten, wurden diese nicht sofort rückfällig. Ein besonderer Erfolg – die hohe Rückfallquote ist eines der Hauptprobleme bei Alkoholismus.
Schlüssel für die schnelle Entziehungskur ist die Substanz GDNF (glial cell line-derived neurothropic factor). Der Stoff spielt bei der Entwicklung von Nieren, Motoneuronen im Rückenmark und Nervenzellen des Nervensystems eine entscheidende Rolle. Diese Substanz spritzten die Forscher den Ratten in einen Bereich des Hirns der eine zentrale Rolle bei Alkoholsucht spielt: das ventrale tegmentale Areal (VTA), einem Gebiet im Teil des Mittelhirns. Dort angelangt entfaltet GDNF seine ausnüchternde Wirkung. Aufgrund dieser Erkenntnisse erhoffen sich die Forscher, eine erfolgreiche Therapie für alkoholkranke Menschen entwickeln zu können.

Kommentar:
Unter Alkoholproblemen leiden Millionen von Menschen. Eine Therapie, wie sie die Forschungsergebnisse versprechen, könnte enormes Leid ausmerzen und vielen Menschen das Leben retten. Hoffen wir, dass sich die Erkenntnisse schnell auf den Menschen übertragen lassen.

Links:
news.bbc.co.uk
pnas.org
spiegel.de
welt.de

Das dritte iPhone?

23. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: swruler9284, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: swruler9284, Flickr.com, CC-Lizenz
Gerade ist das iPhone 2.0 auf den Markt, da werden schon Gerüchte über die Version 3.0 laut. Angefeuert wurde die Gerüchteküche durch ein Patent, das Apple bereits angemeldet hat − das „Dual sided trackpad“, eine durchsichtige Fläche, die von beiden Seiten als Touchpad fungiert. Schon vermuten einige, dass das nächste iPhone ein Klapphandy wird. Da die Fläche durchsichtig ist, kann man auch das Telefon in gewohnter Weise behandeln: Klappt man es auf, kann man die Menüs bedienen und versperrt sich nicht die Sicht auf das Display. Auch hört man schon Gerüchte über ein iPhone Nano, einer Art kleiner Bruder für das iPhone. Bestimmt kann man bald einige neue spannende Design-Schmankerl aus dem Hause Apple erwarten.

Kommentar:
Technisch gibt es viele Handys, die dem iPhone das Wasser reichen können, es ist das Design, das den Erfolg ausmacht. Und mit dem Patent des beidseitigen Touchscreens beweist Apple, dass es in Sache Interfacegestaltung der Konkurrenz immer eine Nasenspitze voraus ist.

Links:
chip.de
macazin.de
netzwelt.de
unwiredview.com
unwiredview.com
unwiredview.com

Abholzen – der Umwelt zuliebe

18. Juli 2008 1 Kommentar

Foto: crowt59, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: crowt59, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Die exzessive Freisetzung von Kohlendioxid durch die intensive Nutzung fossiler Brennstoffe ist die Hauptursache der Erderwärmung. Jetzt haben zwei Wissenschaftler der Universität Greifswald einen einfachen wie effektiven Plan vorgestellt, diesem Problem Herr zu werden. Fritz Scholz und Ulrich Hasse haben in einem Essay in der Fachzeitschrift “ChemSusChem” die Idee publik gemacht, zusätzliche Wälder anzupflanzen, die durch Fotosynthese CO2 binden.
Damit das eingefangene CO2 nicht wieder entkommt, dürften die Pflanzen aber weder verbrannt, noch kompostiert werden. Daher haben die zwei Forscher vor, die Pflanzen „verschwinden“ zu lassen – sie wollen sie einfach vergraben. Als möglichen Lagerraum haben sie stillgelegte Braunkohlegruben und andere Bergbaustätten angedacht. Abgeschnitten von der Luftzufuhr, würden das Holz der verbuddelten Bäume nicht verrotten und könnte später auch wieder genutzt werden, so die Forscher. Auch Pläne zur Finanzierung haben die Forscher parat: Durch eine zusätzliche Steuer von 0,11 Cent pro Liter Benzin oder 0,003 Cent pro Kilowattstunde Strom ließen sich die benötigte Fläche aufforsten.

Kommentar:
Während sich andere Ideen zur Bindung von Kohlendioxid – wie beispielsweise das CO2 in Ozeane zu pumpen – als technisch unmöglich, zu kostenintensiv oder ökologisch problematisch erweisen ist die Idee der Greifswalder Forscher einfach wie kostengünstig.
Diese Wälder sollten in Ländern entstehen, welche die dafür benötigte Fläche und Lagerstätten zur Verfügung stellen können, während Länder, die zu den Hauptnutzern der fossilen Brennstoffe gehören, den Aufwand dafür zahlen würden. Es entstünde ein globaler Wandel, der für alle Menschen nützlich wäre.

Links:
pro-physik.de
rhombos.de
sciencedaily.com