Der Boom der Nachrichtenportale

25. August 2008 2 Kommentare

Foto: Jarnes Cridland, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Jarnes Cridland, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine Nachricht, die Zeitungsmacher sicherlich nicht gerne hören: Das Internet entwickelt sich immer weiter zum Leitmedium für aktuelle Nachrichten. Innerhalb von vier Jahren haben die Abrufe von tagesaktuellen News im Netz verdoppelt. Laut einer Schätzung nutzt in Deutschland jeder Fünfte den Computer als Informationsmedium. Dies belegt die Auswertung des Hightech-Verbands Bitkom: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden alleine die 20 populärsten News-Portale 2,4 Milliarden Mal angeklickt − eine Steigerung von 27,7 Prozent gegenüber zum Vorjahr. Ein Anzeichen, dass die sich Investitionen der Medienhäuser in das Internet lohnen.

Kommentar:
Der Trend zur Nachrichtenbeschaffung im Netz wird weiter voranschreiten. Spätestens wenn elektronisches Papier den Massenmarkt erreicht, steht die Tageszeitung aus Papier vor dem Aus.

Links:
bitkom.org

Ausgeflimmert!

22. Februar 2008 0 Kommentare

Broadband Internet killed the TV-Star

Schlechtwetterlaune im Fernsehland – der Ansturm der digitalen Medien verändert zunehmend die einst so ertragreichen Sendelandschaften. Die Veränderung kommt aber nicht so rasant wie ein “digitaler Tsunami” über uns, wie einige Trendforscher prognostizierten. Vielmehr unterspülen sie die alten Medien langsam aber stetig. Dies belegt auch die neue Studie “Allensbacher Computer- und Technik-Analyse” des bekannten Meinungsforschungseinrichtung Institut für Demoskopie Allensbach (IfD). Hiernach lässt besonders die Jugend den Flimmerkasten in der Ecke verstauben. Ob Nachrichten oder Unterhaltung, das Universalmedium deckt, dank YouTube & Co, sowie den Internetauftritten von Nachrichtenagenturen wie beispielweise Reuters oder LiveLeak, jedes mediale Verlangen. Aber nicht nur die Sender spüren den neuen Trend, auch Videotheken leiden unter den praktischen und oft günstigeren video-on-demand Diensten. Dank Hochgeschwindigkeits-Internet, kommt der gewünschte Film oder die Lieblingsserie in Minuten auf die heimische Festplatte. Oftmals stehen die Blockbuster und Serien-Staffeln hier auch noch eher zur Verfügung als in den Regalen der Verleiher.

Foto: Pixelio.de: knuti
Foto: Pixelio.de: knuti
Ein weiteres Problem sind natürlich auch die nicht ganz legalen Internet-Tauschbörsen. Auch hier bekommt man alles, was man sehen will. Ohne störende Werbung und jederzeit verfügbar.

Aber nicht nur das Fernsehen ist betroffen, auch andere Medien, wie Zeitungen und Magazine, haben das Nachsehen. In der Studie geben rund 30 Prozent der 20 bis 29 jährigen Bürger an, auf gedruckte Information verzichten zu können – sie beziehen ihren Klatsch, Mode-Tipps und Nachrichten aus dem Netz.

Die Studie zeigt aber auch, dass das Internet noch immer nicht flächendeckend zur Verfügung steht, besonders die mobilen Zugänge für Handy und Laptop wachsen langsam. Dennoch ist sicher: die digitale Revolution schreitet voran und es wird Opfer geben. Aber wenn der Fernseher zugunsten einer Chatrunde schweigt, ist das ja nicht schade. Schließlich ist das kommunikativer als starres Glotzen.

Kommentar:
Der Vorteil der digitalen gegenüber den althergebrachten Medien ist deutlich auszumachen – der Computer, als Inbegriff der digitalen Kultur, ist eine zentrale Medieneinheit, die sämtliche Angebote in sich vereint und darüber hinaus weitere neue Arten der Freizeitgestaltung bietet (siehe “Viva Videogames!“). Dieses Leistungspotential ist durch die alten Medien nicht mehr zu toppen. Und mit dem zu erwartenden Siegeszug des elektronischen Papiers, werden auch Tageszeitungen und Magazine auf bedruckten Seiten bald rar werden. Auch wenn dies keine romantische Zukunft ist, so ist sie doch zumindest äußerst praktisch.

Links:
www.ifd-allensbach.de
www.liveleak.com
www.reuters.com
www.youtube.com

Hat digitales Lesen eine Zukunft?

25. November 2007 3 Kommentare

Foto: amazon.com
Foto: amazon.com
Jeff Bezos, CEO des eCommerce Giganten Amazon.com, will eine der letzten Bastionen der Offlinewelt, das Buch, erobern und stellt seinen eReader “Amazon Kindle” vor. Sony war auch nicht untätig und zieht mit dem “Reader Digital Book” gleich.

“If you’re going to do something like this, you have to be as good as the book in a lot of respects,” says Bezos. “But we also have to look for things that ordinary books can’t do.”

In Zeiten des iPhone erscheinen beide Geräte sehr altbacken, aber wichtiger scheint mir, dass das Display und die Haptik stimmt. Das Design kann man immer noch tunen.

Ausführliche Informationen kann man in einem Artikel auf Newsweek.com nachlesen.

Kommentar:
Mittlerweile ist man es gewohnt, kurze Texte am Monitor zu lesen. Längere Texte, von Büchern ganz zu schweigen, werden noch mit Vorliebe im ausgedrucktem Zustand konsumiert. Wer also in der Lage ist das Buch durch ein elektronisches Device abzulösen, wird als der Gutenberg des 21. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen.

Links:
Die Kraft der Gedanken
Digitaler Lesezirkel
Kindle und die Zukunft des e-Book (publishing-business.blogspot.com)
Die Zukunft des Lesens (krimileser.wordpress.com)
Die Zukunft des Lesens (www.neunetz.com)

Digitale Comics

15. November 2007 1 Kommentar

Foto: marvel.com
Foto: marvel.com
Es war eine Frage der Zeit, bis auch die Comicindustrie, allen voran Marvel, das Internet entdecken würden. Jetzt gibt es die Möglichkeit alle Comics digital und online abzurufen. Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema gibt es auf Spiegel Online.

Kommentar:
Als großer Comicfan stehe ich dem skeptisch gegenüber, denn gerade die Haptik der Hefte und die besonderen Farben des Comicdrucks, machen für mich den Reiz aus. Generell stellt sich die Frage, ob sich der Mensch (Stichwort Gewohnheitstier) ans digitale Lesen gewöhnen kann. Noch immer drucke ich mir längere Texte aus. Vielleicht fehlt aber auch nur das entsprechend digitale Interface, welches elektronischem Lesen den Durchbruch verschafft.

Links:
Digitaler Lesezirkel