Eine Wolke mit 60.000 Prozessoren

16. Juni 2008 0 Kommentare

Foto: Puroticorico, Flick.com, CC-Lizenz
Foto: Puroticorico, Flick.com, CC-Lizenz
Das EU Grid Computing Projekt „Enabling Grids for E-sciencE“ (EGEE) umfasst mittlerweile 250 Standorte in 48 Ländern, die insgesamt 60.000 Prozessoren und rund 20 Petabyte an Speicherplatz zur Verfügung stellen. Miteinander verbunden ergibt das einen der größten, virtuellen Superrechner der Welt.
Genutzt wird der Rechner von rund 8.000 Wissenschaftler, die täglich rund 150.000 Anfragen an die Computerwolke richten. Ein automatischer „Resource Broker“ übernimmt dabei die Zuweisung der Rechenkraft.
Eine der Aufgabe, dieser Rechnerwolke ist es, die unglaublichen Datenmassen des neuen, weltgrößten Teilchenbeschleunigers, dem „Large Hadron Collider“ (LHC) des CERN, in der Nähe von Genf, auszuwerten. Im Jahr soll dieser circa. 15 Petabyte an Daten liefern.

Kommentar:
Oft scheitert die Forschung an den Datenmenge, die sie generiert. Cloud Computing scheint eine der möglichen Antworten auf das Problem. In Zukunft wird der Trend zur Vernetzung weiter anhalten. Und es bleibt vielleicht nur eine Frage der Zeit, wann eine Lösung auf den Tisch gebracht wird, wie sich die privaten PC, die heute in jedem Haushalt vorhanden sind, zu einem weltumspannenden Rechner verbinden lassen.

Links:
de.wikipedia.org
eu-egee.org
fzk.de
mindsharing.de
newscologne.wordpress.com
next-blog.de
pcwelt.de

Der Tod der Konsolen

20. April 2008 2 Kommentare

Foto: MNguilen, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: MNguilen, Flickr.com, CC-Lizenz
Cloud Computing ist in letzter Zeit in aller Munde (siehe „Willkommen in der Wolke“, Future Research 03.2008). Aber nicht nur die herkömmlichen PCs sind von der ausgelagerten Rechenkraft bedroht, auch die Zukunft von Videospielkonsolen scheint durch die Rechnerwolke bedroht. Sandy Duncan, ehemaliger Vizepräsident von Microsofts europäischer Xbox-Division glaubt, dass es in fünf bis zehn Jahren keine Konsolen mehr geben wird, wie er kürzlich in einem Interview berichtete. Nach ihm, sei die Entwicklung der Hardware der Konsolen ein so risikoreiches und kostenintensives Geschäft, dass es billiger sei die Leistungen zu virtualisieren und als Webservice durch Content-Provider auf die heimischen Bildschirme zu bringen.

Kommentar:
Das Outsourcing erreicht die heimischen Prozessoren. Damit dieser Trend voranschreitet müssen die Konsolenhersteller erst einmal eigene Rechencluster etablieren, was ebenfalls kostenintensiv ist. Dennoch ist diese Zukunft denkbar, könnte man doch mit dem Cloud-Prinzip mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Den Spielern könnte man Dank den virtuellen Supercomputern Spielerlebnisse mit Killer-Graphiken ermöglichen und gleichzeitig den Raubkopierern ein Schippchen schlagen.

Links:
thatvideogameblog.com
yoyogames.com