Auf der Suche nach den Langlebigkeits-Genen

3. September 2008 0 Kommentare

Foto: net efekt, flickr.com
Foto: net efekt, flickr.com
Die rapide fallenden Kosten für das Genscreening ermöglichen Wissenschaftler neue Möglichkeiten in der Life Extension Forschung. Ein vielversprechendes Projekt ist das “Genomic Medicine Program” des amerikanischen „Scripps Translational Science Institute“ in Kalifornien. Das Projekt sieht vor, bei 1000 gesunden alten Menschen 100 spezifische Gene, die für die Gesundheit von Herz und Immunsystem zuständig sind, miteinander zu vergleichen. Interessanterweise haben die Forscher im Vorfeld festgestellt, das viele alte und gesunde Menschen, in ihrem Gencode die Dispositionen für viele Krankheiten haben. So ist es verwunderlich, das diese Leiden dennoch bei diesen Menschen nicht ausbrechen, so Eric Topol, der Leiter des Projekts. Eine Möglichkeit wäre dabei eine Form von Langlebigkeits-Genen, die dies verhindern, so Nir Barzilai, Leiter des „Longevity Genes Project at Albert Einstein College of Medicine” in New York. Mit dem geplanten Vergleich der Gene erhoffen sich die Forscher solche Genpaare auszumachen, die für eine solche Langlebigkeit zuständig sind.

Kommentar:
Das Projekt zeigt, dass mittlerweile viele Mühen und Gelder in sogenannte “Life Extensions” fließen. Sind die Forschungen erfolgreich, können wir uns alle auf ein langes Leben gefasst machen.

Links:
aecom.yu.edu
healthtech.com
technologyreview.com
ornl.gov
plausiblefutures.wordpress.com
scripps.edu

Wohnen gegen Hilfe – ein geldloser Generationenvertrag

3. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: rileyroxx, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: rileyroxx, Flickr.com, CC-Lizenz
Studieren ist teuer - spätestens seit der Einführung der Studiengebühren muss eine Vielzahl der Studenten den Gürtel enger schnallen – wenn sie sich überhaupt noch einen leisten können. Die Kosten für den Lebensunterhalt steigen stetig, während Förderungen, wie BaföG, nur selten der Preisentwicklung angepasst werden. Da ist es schön, dass manche Ideen Schule machen.
Wie das „Wohnen für Hilfe“, ein Konzept, welches aus England stammt und dort schon seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert wird. Jetzt setzt es sich auch langsam in Deutschland durch. Die Idee ist leicht erklärt. In den Städten leben viele alte Menschen allein in großen Wohnungen. Die Kinder sind seit Jahren außer Haus, der Lebenspartner ist bereits verstorben und die Mühen des Alltages, wie kochen und einkaufen, werden immer schwerer alleine zu bewältigen. Da bietet es sich doch an, das verwaiste Kinderzimmer an einen Studenten zu vermieten – nicht gegen Geld, sondern gegen Hilfestellung im Alltag. Die Grundregel von „Wohnen für Hilfe“ besagt, dass pro Quadratmeter des zu Verfügung gestellten Zimmers, eine Arbeitsstunde pro Monat anfällt. Die Nebenkosten für Wasser, Strom und Heizung werden hingegen weiterhin monetär beglichen. Beide Seiten gewinnen: Oftmals sind die Studenten neu in der Stadt, es fehlt ihnen an Orientierung und persönlichen Kontakt und den Senioren gefällt es, wieder Leben im Haus zu haben. Eine gelungene win-win-Situation.

Kommentar:
Das Jung von Alt lernen kann, steht außer Frage. Aber oftmals leidet diese Form des Wissenstransfer an dem nötigen Kontakt zwischen den Generationen. Das Konzept “Wohnen gegen Hilfe”, kann dies ändern - ein gelungener Generationenvertrag.

Links:
spiegel.de
unicum.de
vdk.de
wdr.de
wfh-koeln.de

Eine medizinischer Mutant

12. April 2008 1 Kommentar

Foto: Michael Schmid, GNU Free Documentation Lizenz
Foto: Michael Schmid, GNU Free Documentation Lizenz
Forscher der Universität Newcastle ist es gelungen Hybrid-Embryonen mit menschlichem Erbgut und der Eizelle einer Kuh herzustellen. Dem Team rund um Lyle Armstrong gelang es menschliches Genmaterial in ausgehöhlte Eizellen von Kühen zu implementieren. Die dann wachsenden Embryonen sind zu 0,1 Prozent Kuh und zu 99,9 Prozent Mensch.
Vielleicht steht ein Durchbruch in der Stammzellenforschung an: Eigenen sich die so gewonnenen Chimären-Stammzellen genauso gut so wie die rein menschlichen zur Behandlung von Krankheiten, könnte der Mangel, der aufgrund der ethischen Probleme bei der Verwendung von menschlichen Eizellen besteht, bald der Vergangenheit angehören.

Kommentar:
Die Stammzellenforschung könnte die Behandlung von vielen Krankheiten revolutionieren. Doch bis jetzt wird dieser Forschungsdrang aufgrund des Stammzellenmangels getrübt. Ließen sich beliebig viele davon herstellen, könnte dies zu einem Boom der Stammzellenforschung führen.

Links:
aerzteblatt-international.de
derstandard.at
mbrpoints.com

Die Maus Methusalem

10. Dezember 2007 0 Kommentare

Foto: Dieter Hauk, pixelio.de
Foto: Dieter Hauk, pixelio.de
Amerikanischen Forschern der Universität Stanford in Kalifornien ist es gelungen, die Haut von Mäusen zu verjüngen. Dazu schalteten sie ein Gen durch genetische Manipulation ab und erstellten eine Salbe, die, auf die Haut aufgetragen, im Wechselspiel mit dem blockierten Gen den Alterungsprozess rückgängig machte. „Damit sei bewiesen, dass Altern die Folge eines ständig aktiven genetischen Programms ist, das zur Verbesserung der Gesundheit ausgeschaltet werden kann.“, so Howard Chang, Leiter des Forscherteams. Die vollständige Studie soll am 15. Dezember in der Fachzeitschrift „Genes and Development“ publiziert werden.

Kommentar:
In der Fachsprache spricht man bei den leidlichen Nebenerscheinungen eines hohen Alters nur noch von „altersbedingten“ Krankheiten. Und eine ganze Schar vom intelligenten Forschern mit großen Budgets macht sich jetzt auf diese zu bekämpfen. Kein Wunder, würden doch eine „Verjüngungscreme“ Milliarden einbringen.