Archiv der Kategorie ‘Umwelt & Gesellschaft‘

Luxus-Führer

21. November 2008 0 Kommentare

Foto: http2007, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: http2007, Flickr.com, CC-Lizenz
Louis Vuitton bietet seit Neustem Audioguides für die asiatische Metropolen Peking, Hong Kong und Shanghai. Die einstündige Tour erzählt in nostalgischem Ton Hintergründiges über die besuchte Stadt. Die Stimmen kommen von den Stars der Städte − so plaudert die Schauspielerin Gong Li über Peking, während Joan Chen über die Geschichte Shanghais berichtet. Die Guides gibt es in englisch, französisch, kantonesisch, koreanisch sowie japanisch − hier übernehmen die Filmsynchronsprecher den Plauderton der Originalstimmen. Der Preis beträgt 12 Euro pro Stück.

Kommentar:
Mit den Guides hat Louis Vuitton ein kostengünstiges und dennoch attraktives Produkt geschaffen, das durch sein jetziges Alleinstellungsmerkmal einen durchschlagenden Werbeerfolg darstellt. Die prominenten Sprecher geben einen persönlichen Einblick in ihre Städte da es dürfte nicht lange dauern, bis die Idee Nachahmer finden wird.

Links:
louisvuittonsoundwalk.com
soundwalk.com

Öffentliche Pumpen

17. November 2008 0 Kommentare

Foto: Fabio, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Fabio, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine gelungene Innovation aus dem Fahrradland No.1: Das Designstudio „HiMom“ kreuzte eine Fahrradpumpe mit einem Fahrradständer. Herausgekommen ist dabei die „Heklucht“ Pumpe (siehe Foto). Eine einfache wie schöne und funktionale Idee, die sicherlich breiten Absatz finden wird.

Kommentar:
Man kennt das Problem: Man ist mit dem Rad unterwegs, der Reifen verliert Luft und die eigene Fahrradpumpe ist frisch geklaut. Wie schön könnte es sein, würden die innovativen Fahrradständer Verbreitung finden.

Links:
heklucht.nl
radlobby.at
rad-spannerei.de
wienweb.at

Lehrreicher Kaffeeklatsch

12. November 2008 0 Kommentare

Foto: geishaboy500, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: geishaboy500, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine frische Idee aus Hamburg: Hier hat kürzlich die „Language Lounge“ eröffnet – eine gelungene Kombination aus Café, Lounge und Sprachschule. Von Montags bist Donnerstags, zwischen 17 und 21 Uhr, können die ambitionierten Sprachschüler an Konversationsklassen teilnehmen. Die kleine Mitgliedschaft kostet 59 Euro pro Monat und erlaubt die Teilnahme einmal pro Woche. Für 99 Euro gibt es unbeschränkten Zugriff. Geleitet wird die Gruppe von einem Muttersprachler, der über mindestens zwei Jahre Lehrerfahrung verfügt.

Kommentar:
Eine gelungene Kombination. Die Language Lounge kombiniert zwei Trends vorbildlich: Zum einen die derzeitig herrschende Kaffee-Euphorie sowie die Notwendigkeit in einer globalisierten Welt, mehr als eine Sprache zu sprechen.

Links:
ndr.de
language-lounge.com
qype.com

Haustier-Finder

7. November 2008 1 Kommentar

Foto: Laertes, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Laertes, Flickr.com, CC-Lizenz
Das Schöne an Technologie ist, dass sie im Großen und Ganzen praktikable Lösungen für die kleinen Widrigkeiten des Alltags findet. Jetzt gibt es ein System, das stolze Haustierbesitzer vor dem Verlust des geliebten Tieres bewahren soll. Das „Pet Tracking System“ ist ein Halsband, das mit Hilfe von Satelliten, SMS und GMS die ausgebüchsten Tiere lokalisieren kann. Vermist man das sonst so treue Tier, wählt man einfach die Nummer des Tieres und der Aufenthaltsort wird, auf 15 Meter genau dem Besitzer, per SMS, mitgeteilt.

Kommentar:
Eine einfache, wie gelungene Technik, die viel Gram verhindern kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann diese Art der Lokalisierungstechnik auch für Kinder umgesetzt wird. Schließlich haben diese oftmals noch einen ausgeprägteren Freiheitswillen und werden, so schrecklich, wie es klingt, leichter Opfer von Entführungen.

Links:
environmental-studies.de
infopirat.com
mydigitallife.info
resq.petparents.com
mydigitallife.info

Personalisierte Ohrenstöpsel

5. November 2008 1 Kommentar

Foto: emotibuds2, Credits emotibles
Foto: emotibuds2, Credits emotibles
Individualisierung ist wohl einer der größten Schwarmtrends der westlichen Welt. Mittlerweile wird, in beinahe jeder Produktgruppe eine Vielzahl von Varianten mit persönlicher Note angeboten. Neu sind Produkte, die nur darauf bedacht, sind anderen Produkten eine persönliche Note zu verleihen, wie beispielsweise die „Emotibles“. Diese kleinen, bunten Clip-ons verschönern jeden, sonst so tristen Kopfhörer. Angelegt an die Emoticons, die Emails eine Zusatzinformation über das Befinden des Autors beifügen, sollen die Kopfhörer Clips ebenfalls einen Ausdruck über die Stimmung des Trägers liefern. Wer nicht gerade sein emotionales Befinden an den Ohren tragen will, wählt Clips aus der „Budclicks“, hier gibt es alle möglichen Motive, wie stilisierte Blumen aber auch Totenköpfe.

Kommentar:
Oft sind es gerade Produkte, die die Welt nicht braucht, die uns faszinieren. Im Falle der Emotibles, sowie der Budclicks, kann erwartet werden, dass besonders Teenager ihre wahre Freude daran finden werden, ihre iPod-Kopfhörer mit den lustigen Plastik-Accessoirs zu verschönern. Den eines ist sicher: Pimping ist Trend.

Links:
Budclicks.com
Emotibles.com
ifun.de
gadgetmania.de

Klima an der Kippe

22. September 2008 1 Kommentar

Foto: crossfirecw, flickr.com
Foto: crossfirecw, flickr.com
Wie wir bereits wissen, erwärmt die zunehmende Konzentration an Treibhausgasen das Klima der Erde. Die Auswirkungen sind deutlich zusehen: Die arktischen Eismassen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und der Regenwald am Amazonas trocknet aus. Ein neuer Bericht des Umweltbundesamtes verdeutlicht nun noch eine weitere Gefahr des Klimawandels: den des Kipppunktes. Der Begriff bezeichnet einen Moment, indem die zunehmende Klimaveränderung einen Punkt erreicht, an dem die Veränderung kein fortschreitender langsamer Prozess mehr ist, sondern eine abrupte, dramatische Wendung nimmt.

Kommentar:
Noch können die Forscher − aufgrund von Wissenslücken und unzureichender Forschung − noch nicht genau bestimmen, wann ein solcher „Kipp-Punkt“ erreicht wird. Dennoch ist die Gefahr eindeutig gegeben. So raten sie dringend zu einem entschlossenem weltweiten Handeln, bevor es zu spät ist und viele Gebiete der Erde für den Menschen unbewohnbar werden.

Links:
diepresse.com
inar.de
innovations-report.de
umweltbundesamt.de
umweltjournal.de

Das Netz im Jahre 2012

19. September 2008 2 Kommentare

Foto: woodleywonderworks, flickr.com
Foto: woodleywonderworks, flickr.com
Laut des Jupiter Research Reports, kann davon ausgegangen werden, dass bis zum Jahre 2012 25 Prozent der Weltbevölkerung Zugang zum Internet haben wird. Dabei sind die größten, wachsenden Märkte China, Russland, Indien und Brasilien. Dabei werden auch bestehende Sprachbarrieren zunehmend fallen, wenn man die Entwicklung von Übersetzungssoftware, wie beispielsweise Language Weaver, oder Appteks „hybrid machine translation „(HMT), mit in die Überlegungen einbezieht. Auch IBM arbeitet mit Hochtouren an einer funktionalen Übersetzungssoftware. Bereits jetzt wird eine Software erprobt, die arabische und chinesische Fernsehbeiträge ins Englische übersetzt. Das Unternehmen “Critical Mention” nutzt dieses Programm bereits, um das Fernsehprogramm der genannten Länder zu analysieren und verkauft die gewonnenen Informationen an interessierte Global Player. Auch ist IBM bereits Marktführer in der Zwei-Wege-Übersetzung, so kamen erste Systeme bereits im Irak zum Einsatz, damit die Soldaten auch mit der Zivilbevölkerung kommunizieren können. Mittlerweise können dieses Maschinen Zehntausende von Wörtern sekundenschnell übersetzen und somit eine flüssige Kommunikation ermöglichen.

Kommentar:
Eine Welt ohne Sprachbarrieren scheint möglich zu sein. So glaubt Jim Glass, Forschern am MIT, das schon in naher Zukunft herkömmliche Handys zu Universaltranslatoren werden könnten. Die Reisenden dieser Welt würde es freuen.

Links:
blog.webanalyticsdemystified.com
criticalmention.com
itnews.com.au
languageweaver.com
marketwatch.com

Das Design der User

3. August 2008 0 Kommentare

Foto: nikebiz.com
Foto: nikebiz.com
Der Begriff des „user-generated-content” ist in aller Munde. Jetzt setzt auch der Sportartikelhersteller Nike auf die Kreativität seiner Kunden. In Zusammenarbeit mit der Londoner Agentur „AKQA“ entstand die „PhotoID“-Kampagne, die den User befähigt eigene Designs für den Schuh Klassiker „Nike Dunk“ zu erstellen. Dabei muss nur ein Foto von der erwählten Designvorlage gemacht werden und per MMS an eine NikeiD-Adresse verschickt werden. Aus den zwei grundlegenden Farben generiert die Software dann das Schuhdesign. Innerhalb weniger Minuten erhält der Fotograf einen Link, unter dem er das Design-Ergebnis betrachten kann. Dann hat er die Möglichkeit den Schuh zu kaufen oder der gesamten Nike-Community zum Verkauf anzubieten. Schon bald will man neben dem Schuh andere Kleidungsstücke zum selbst gestalten anbieten.

Kommentar:
Nike hat die Zeichen der Zeit erkannt. Dank NikeiD bekommen die Nutzer Schuhe von ihrem favorisierten Hersteller samt einem personalisiertem Design. Dies gibt ihnen das Gefühl, selbst Teil der Nikefamilie zu sein. Und auch Nike hat was davon − durch die eingesandten Designs, weiß der Konzern immer um die aktuellen Design-Trends und Wünsche seiner Kunden.

Links:
akqa.com
hoopnation.de
nikeid.nike.com
store.nike.com

Schwimmendes Kraftwerk

1. August 2008 1 Kommentar

Foto: Schwimmendes Windkraftwerk, siemens.com
Foto: Schwimmendes Windkraftwerk, siemens.com
Windparks auf hoher See: in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Konzern „StatiolHydro“ entwickelte Siemens schwimmende Windkrafträder für die Hochsee.
Offshore-Windenergieanlagen existieren bereits, allerdings stehen diese ausnahmslos nah an der Küste und beeinträchtigen damit die Flora und Fauna.
Im Gegensatz dazu, sollen die neuen Windräder, ausgerüstet mit einem speziellen Schwimmkörper, auf hoher See verankert werden, da hier der Wind viel kräftiger bläst und die Stromausbeute damit deutlich höher wäre. Laut einer Studie des US-amerikanischen „National Renewable Energy Laboratory“ ist allein das Windpotenzial innerhalb von 50 Seemeilen vor der US-Küste größer, als die Leistung aller US-Kraftwerke zusammen– mehr als 900 Gigawatt.
2009 soll der erste Prototyp vor der Küste Norwegens errichtet werden. Ist der Versuch erfolgreich, könnten bis zum Jahre 2018 bereits 200 solcher Anlagen errichtet werden.

Kommentar:
Die Ölkrise beflügelt den Erfindergeist. Warum werden solche Ideen erst gefördert, wenn der Notstand droht? Dennoch besser spät, als nie: Für Küstenregionen könnte der Einsatz solcher Kraftwerke, schnell saubere Energie liefern. Der Prototyp wird es zeigen, ob der Plan hält, was er verspricht.

Links:
innovations-report.de
iset.uni-kassel.de
klima-aktiv.com
siemens.de
siemens.com
wallstreet-online.de

Waschen (fast) ohne Wasser

25. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: marcoPapale.com, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: marcoPapale.com, Flickr.com, CC-Lizenz
Britischen Forschern ist es gelungen eine Waschmaschine zu konstruieren, die pro Waschgang gerade mal eine Tasse Wasser verbraucht – eine normale Waschmaschine verbraucht im Gegensatz gut 40 Liter. Wird das Verfahren einst markttauglich, ließen sich so gut 98 Prozent des Waschwasserverbrauchs einsparen.
Kernstück des neuen Verfahrens ist ein spezielles Plastikgranulat, welches in der Lage ist den Schmutz und Staub aus der Wäsche zu lösen und zu binden. Aufgrund der Materialeigenschaften kann das Granulat für rund hundert Wäschen genutzt werden, so die Forscher. Angeblich lassen sich mit dem neuen Material selbst widerspenstige Flecken, wie beispielsweise von Kaffee oder Lippenstift aus den Textilien lösen, so Stephen Burkinsaw, Professor für Textilchemie an der Universität von Leeds. Um seine Erkenntnisse auch auf den Markt zu bringen, gründete der Professor 2007 die Firma „Xeros“.
Weitere Vorteile des Verfahrens: Die Wäsche kommt fast trocken aus der Maschine – Trockner werden überflüssig. Auch sind im Granulat keine krebserregenden Lösungsmittel, wie sie bei der chemischen Reinigung eingesetzt werden.

Kommentar:
Bei dem zunehmenden Wassermangel, wäre die Marktreife dieses Waschverfahrens dringend nötig. Auch zeigt es, wie die Materialwissenschaften helfen können eine bessere Zukunft zu schaffen. Mehr davon!

Links:
blog.science-meets-society.com
das-energieportal.de
newscologne.wordpress.com
gizmodo.de
wir-klimaretter.de
xerosltd.com

Abholzen – der Umwelt zuliebe

18. Juli 2008 1 Kommentar

Foto: crowt59, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: crowt59, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Die exzessive Freisetzung von Kohlendioxid durch die intensive Nutzung fossiler Brennstoffe ist die Hauptursache der Erderwärmung. Jetzt haben zwei Wissenschaftler der Universität Greifswald einen einfachen wie effektiven Plan vorgestellt, diesem Problem Herr zu werden. Fritz Scholz und Ulrich Hasse haben in einem Essay in der Fachzeitschrift “ChemSusChem” die Idee publik gemacht, zusätzliche Wälder anzupflanzen, die durch Fotosynthese CO2 binden.
Damit das eingefangene CO2 nicht wieder entkommt, dürften die Pflanzen aber weder verbrannt, noch kompostiert werden. Daher haben die zwei Forscher vor, die Pflanzen „verschwinden“ zu lassen – sie wollen sie einfach vergraben. Als möglichen Lagerraum haben sie stillgelegte Braunkohlegruben und andere Bergbaustätten angedacht. Abgeschnitten von der Luftzufuhr, würden das Holz der verbuddelten Bäume nicht verrotten und könnte später auch wieder genutzt werden, so die Forscher. Auch Pläne zur Finanzierung haben die Forscher parat: Durch eine zusätzliche Steuer von 0,11 Cent pro Liter Benzin oder 0,003 Cent pro Kilowattstunde Strom ließen sich die benötigte Fläche aufforsten.

Kommentar:
Während sich andere Ideen zur Bindung von Kohlendioxid – wie beispielsweise das CO2 in Ozeane zu pumpen – als technisch unmöglich, zu kostenintensiv oder ökologisch problematisch erweisen ist die Idee der Greifswalder Forscher einfach wie kostengünstig.
Diese Wälder sollten in Ländern entstehen, welche die dafür benötigte Fläche und Lagerstätten zur Verfügung stellen können, während Länder, die zu den Hauptnutzern der fossilen Brennstoffe gehören, den Aufwand dafür zahlen würden. Es entstünde ein globaler Wandel, der für alle Menschen nützlich wäre.

Links:
pro-physik.de
rhombos.de
sciencedaily.com

Open Source goes Fashion

11. Juli 2008 0 Kommentare

Während der Begriff des Open Source in der IT-Welt bereits ein gängiger Begriff ist, dürfte er in der Modewelt noch recht unbekannt sein. Jetzt macht sich ein Berliner Modelabel daran, den Ausdruck auch Catwalk-fähig zu machen. Gegründet 2007 von den Designern Frans Prins und Cecilia Palmer, will das Unternehmen „Pamoyo“ umweltgerechte und stylische Klamotten kreieren. Die Baumwolle ist umweltfreundlich angebaut und für jedes verkaufte Bekleidungsstück fließen zwei Euro in soziale Projekte.
Aber damit nicht genug – ökologisches Bewusstsein zeigen bereits auch andere Modelabels, das Besondere an „Pamoyo“ ist, dass alle Designs unter der „Creative Commons“ Lizenz veröffentlicht werden. Das heißt, dass jeder der sie nutzen will, dazu die Erlaubnis hat. Dies soll zum einen dafür sorgen, dass sich die Pamoyo Designs auch außerhalb des eigenen Labels verbreiten – schnell kann man beispielsweise die Muster und Grafiken downloaden und auf eigene T-Shirts drucken – zum anderen soll das Lizenzmodel Designer und Grafiker animieren eigene Entwürfe Pamoyo zur Verfügung zu stellen.

Kommentar:
Es bleibt abzuwarten, wie viel Designs von Pamoyo bald bei Spreadshirt zu finden sind. Das Unternehmen setzt mit seiner Ausrichtung auf zwei Schwarmtrends, dem der LOHAS und der Open Source Bewegung. Damit beweist Pamoyo, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Es wird sich zeigen, ob sich damit auch Gewinne generieren lassen.

Links:
berlindesignblog.de
karmakonsum.de
konsumguerilla.net
pamoyo.com