Archiv der Kategorie ‘Technik & Wissenschaft‘

Verschmelzende Produkte

1. Dezember 2008 2 Kommentare

Foto: Company
Foto: Company
Ein Hightech-Phänomen: Immer mehr Lifestyle-Accessoirs ziehen eine Entourage an weiteren nützlichen und schicken Gadgets mit sich. Das beste Beispiel ist der iPod. Seinem Siegeszug folgten zahlreiche Unternehmen, die Kopfhörer, Aktivlautsprecher und Dockingstations für das Apple-Accessoirs kreieren. Der neuste Auswuchs dieses Trends ist ein Kühlschrank der slowenischen Weißwaren-Firma „Gorenje“. Diese präsentierte auf der IFA 2008 in Berlin, ihre „Made for iPod“-Linie. In den Kühlschränken ist eine Dockingstation, sowie Lautsprecher integriert. Eingestöpselte wird der iPod geladen und gibt Musik sowie Videos wieder. Über das Gorenje Internetportal lassen sich zusätzlich Tipps und Tricks zum Kochen und Haushaltsführung herunterladen. Der Preis für den iFridge steht noch nicht fest.

Kommentare:
Ob die Welt einen solchen Kühlschrank braucht, sei dahingestellt. Sicher ist aber, dass besonders auf dem Weißwarenmarkt dringend Unterscheidungsmerkmale benötigt werden, denn die Konkurrenz wächst. Es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis chinesische sowie indische Produkte verstärkt auf den Markt drängen werden.

Links:
Gorenjegroup.com
i.gorenje.com

Robowars

26. November 2008 0 Kommentare

Foto: Public Domain
Foto: Public Domain
Die Lage in den Grenzgebiet Pakistans zu Afghanistan spitzt sich zu. Pakistan wagt sich an einem Spagat um einerseits die USA, in ihrem Kampf gegen die Taliban, zu unterstützen, andererseits bereitet der Pakt mit George Bush innenpolitische Probleme. Daher untersagte die Regierung Pakistan den USA, innerhalb des Staatsgebiets, Ziele anzugreifen. Bei weiteren Verletzungen der territorialen Integrität drohte Regierungschef Gilani diese Übergriffe „mit allen Mitteln“ zu bekämpfen. Die USA schloss darauf hin ein Abkommen, dass US-Soldaten die Grenze nicht mehr überqueren werden. Es scheint aber gewiss, das dieses Zugeständnis nur menschliche Militärs umfasst – für Kriegsrobotik scheint dies nicht zu gelten.
So wurden weiterhin mehrere Drohnen des Typs Predator über Süd- und Nordwasiristan gesichtet. Diese sind in der Lage ausgemachte Ziele mit Hellfire-Raketen anzugreifen. Auch von Angriffen solcher Drohnen wird berichtet.

Kommentar:
Stimmen bezeugen, dass die USA, in Pakistan, in eine neue Form der Kriegsführung eingetreten ist. Die der ferngesteuerten und robotisierten Tötungsmaschinen. Die Piloten dieser Maschinen sind Hunderte, wenn nicht Tausende Kilometer vom Einsatzort entfernt, und von den Gefahren des Schlachtfeldes in Sicherheit.
Der Einsatz in Pakistan bietet nur einen Vorgeschmack von der Kriegsführung der Zukunft, bei der die Kombattanten Angriff und Gegenangriff vom Bildschirm aus durchführen. Dass dabei aber die Zivilbevölkerung immer mehr zu Opfern eines asymmetrischen Krieges wird, liegt auf der Hand − das mit einer weiteren Entwicklung dieser Form der Kriegstechnologie eine neue Dimension erreichen wird ist gesichert: Die Drohnentechnologie wird schon bald nicht mehr für militärische Supermächte sondern auch für Guerillas verfügbar sein. Schon gehen Militärexperten davon aus, dass ferngesteuerte Drohnen bald die Selbstmordattentäter ersetzten werden.

Links:
de.wikipedia.org

Billige Einblicke

24. November 2008 0 Kommentare

foto: xmatt, Flickr.com, CC-Lizenz
foto: xmatt, Flickr.com, CC-Lizenz
Forscher am California Institute of Technology haben ein Mikroskop entwickel, das die günstigen Chips von Digitalkameras nutzt, um die teure Linsentechnik die in den optischen Mikroskopen steckt, obsolet zu machen. Die Forscher erwarten, dass sich schon bald der Hauptteil des Mikroskops für 10 Dollar pro Stück produzieren lassen wird. Um mit diesem Mikroskop Zellen und Mikro-Organismen zu betrachten, werden diese in Flüssigkeit gelöst und durch ein System von Kanälen über den lichtempfindlichen Chip geleitet. Pro Probe macht der Chip 100 bis 200 Bilder mit einer Auflösung von circa einem Mikrometer.
Für den MIT-Physiker Michael Feld kommt das digitale Mikroskop einer Revolution gleich. Die Geräte ließen sich kostengünstig in Reihe schalten und die Betrachtung der Proben soweit automatisieren lassen, so das Forscher viel mehr Proben in weniger Zeit untersuchen könnten. Auch ließe es sich in Entwicklungsländern einsetzten lassen, um die Malaria-Diagnose überall zu ermöglichen. Eingebaut in einen PDA könnte man so, für wenig Geld portable Diagnoseeinheiten schaffen.

Kommentar:
Die Entwicklung könnte das Diagnostizieren von Krankheiten erheblich verbilligen. Dies würde Zeit und Ressourcen sparen, die anderweitig gut verwendet werden können. Aber auch an die Weiterentwicklung wird gedacht – schon träumen die Forscher davon die Technik soweit zu miniaturisieren, dass sie direkt in den menschlichen Körper implantiert werden kann. Treten Abnormalitäten in den, so betrachten Zellen auf, soll das Minimikroskop Alarm schlagen. Es wäre ein gewaltiger Sprung für die Früherkennung von Krankheiten.

Links:
caltech.edu
de.engadget.com
dradio.de
heise.de
wissenschaft.de

Ein weltumspannendes Netz

10. November 2008 1 Kommentar

Foto: Odalaigh, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Odalaigh, Flickr.com, CC-Lizenz
Das Internet ist für viele Nutzer zum geliebten Begleiter geworden. Ob Routenplanung, Emails oder Instant Messaging – auf viele der angebotenen Dienstleistungen wollen wir nicht mehr verzichten. Doch die herrschende Technologie macht uns oft einen Strich durch die Rechnung. Noch ist das Netz bei Weitem nicht überall verfügbar. Besonders in Ländern der Dritten Welt ist der Zugang noch stark beschränkt. Dies möchte das frisch gegründete Unternehmen O3b Networks, mit Unterstützung potenter Geldgeber, wie Google oder der HSCB-Bank, ändern. Der Plan des Unternehmens: Per Satellit soll das Netz rund um den Globus für kleines Geld verfügbar werden.
Der Name ist Programm: O3b steht für „other 3 Billions“ also den drei Milliarden Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern, wie in vielen Regionen Asiens, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten, die heute noch immer keinen Zugang zum Internet haben. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Das Verlegen von Glasfaser- oder Kupferkabeln in entlegene Regionen zu verlegen ist einfach zu teuer. Man müsste astronomische Onlinegebühren verlangen.
Doch Gründer von O3b, Greg Wyler, hat eine Lösung. Denn anstatt auf Kabel setzt der Internetexperte auf eine drahtlose Anbindung per Satellit. Ab 2010 sollen sechzehn Satelliten des Hersteller „Thales Alenia Spaces“ in die Erdumlaufbahn geschossen werden. Jeder mit einer Übertragungskapazität von 160 Gigabyte pro Sekunde. Diese hohe Übertragungskapazität erreicht Wyler dadurch, dass die Satelliten in einer sehr niedrigen Umlaufbahn um die Erde kreisen. Der Datenaustausch zu den Empfangsstationen wird schneller und störungsunanfälliger. Insgesamt dürften die Kosten für das ambitionierte Projekt rund eine halbe Milliarde Euro betragen.

Kommentar:
Eine halbe Milliarde Euro sind viel Geld, doch rechnet man die Kosten auf die drei Milliarden möglichen Kunden um, kostet das Projekt gerade mal 17 Euro-Cents pro Person. Die Investitionen dürften sich somit mehr als lohnen.

Links:
Thalesgroup.com
Ob3networks.com

Google to Go

3. November 2008 2 Kommentare

Foto: googlevision
Foto: googlevision
Der britische Designer Callum Peden stellte kürzlich dem Browser-Giganten Google seine Vision für die portable Suchmaschine von Morgen vor (siehe Foto). Ausgestattet mit einem flexiblen, einfahrbaren und von OLED beleuchtetem Schirm, GPS und WiFi sowie neuster Bilderkennungssoftware soll das System die Orientierung in fremden Städten zum Kinderspiel werden lassen. In Zukunft soll man einfach den Schirm ausfahren und auf die Umwelt richten, das Google Vision vergleicht dann die Bilder mit Informationen in der Datenbank und blendet die gefundenen Informationen dann wie in einem HUD, das man aus Flugzeugcockpits kennt, in das Bild ein. So sollen sich zu allem, was man sieht, Informationen finden lassen. Der Name einer unbekannten Pflanze, der schnellste Weg zu einem gesuchten Restaurant oder die Geschichte historischer Gebäude.

Kommentar:
Die Idee ist verlockend. Schnell findet man in der Fremde die richtigen Adressen oder erhält Hintergrundinformationen zu allem, was in das Blickfeld fällt. Dennoch wird es noch dauern, bis diese Technologie Realität wird, denn der angedachte Service setzt voraus, dass der Zugang zum Internet überall gewährleistet sein muss. Bei Safaris in Afrika oder bei einem Besuch asiatischer Tempel ist dies noch zurzeit allerdings noch Wunschdenken.

Links:
googlewatchblog.de
mobilementalism.com
pcwelt.de
techeblog.com

Teilen leicht gemacht

31. Oktober 2008 0 Kommentare

Foto: mishare.com
Foto: mishare.com
Manche Strategien von Apple bleiben unverständlich: Warum ist es unmöglich seine Lieblingssongs auf dem iPod, mit Freunden auszutauschen? Wenn man nicht gerade ein Geek ist und keinen Computer zur Hand hat, ist dies schlicht unmöglich. Das dachte sich auch die Schöpfer des „MiShare“ (siehe Foto). Dieses Gerät verbindet leicht zwei iPods miteinander und ermöglicht den uneingeschränkten Datenaustausch. Noch funktioniert das Gerät nicht mit dem iPhone oder dem iPod Touch, doch ein Update der Software des, rund 100 US-Dollar teuren „MiShare.“ soll das schon bald ermöglichen.

Kommentar:
Erst das MiShare erfüllt die Verheißungen des iPods, Musik wirklich transportable zu machen. Damit korrigiert das kleine Unternehmen einen der größten Fehler des Lifestyleproduktes iPod und sichert sich damit eine goldene Zukunft.

Links:
chip.de
macwelt.de
Mishare.com
readster.de

Diamantenreines Wasser

12. September 2008 0 Kommentare

Foto: jurvetson, flickr.com
Foto: jurvetson, flickr.com
Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) präsentierte kürzlich eine innovative Art, Wasser ganz ohne den Einsatz von Chemie zu desinfizieren. Der Trick dabei – diamantbeschichtete Elektroden. Diese bilden im Wasser freie Radikale, die durch Oxidation organische Giftstoffe, wie Bakterien oder Pestizide vernichten. Zurück bleiben nur Salze und Kohlendioxid. Schon ist aus der Forschung ein Start-up hervorgegangen, die CONDIAS GmbH will das Verfahren zur Marktreife bringen. Zu sehen ist die Technologie auf der EXPO in dem deutschen Pavillon bis zum 14.9.2008 in der nordspanischen Stadt Zaragoza.

Kommentar:
Die Technik ist vielversprechend. Besonders, weil wir es im 21. Jahrhundert immer noch nicht geschafft haben, allen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser gewährleisten zu können.

Links:
idw-online.de
wasserwirtschaft-wassertechnik.de
weltausstellung.com

Praktisches Jetpack

5. September 2008 0 Kommentare

Foto: martinjetpack.com
Foto: martinjetpack.com
Im Juli enthüllte ein neuseeländischer Forscher seine Arbeit: nach eigener Aussage, das erste „praktische Jetpack der Welt“. Glenn Martin arbeitet seit 27 Jahren an seinem Kindheitstraum − einem praktikablen Fluggerät, welches, auf den Rücken geschnallt, den Menschen das Fliegen ermöglicht. Zwar gibt es bereits einige Entwürfe, die auch schon James Bond, das fliegen lernten, doch in der Realität können diese Geräte einen Menschen gerademal eine Minute in der Luft halten. Das Jetpack von Martin schafft hingegen eine 30-minütige Flugzeit. Dabei verfügt das Jetpack nicht über einen Düsenantrieb, sondern verfügt über zwei, seitlich angebrachte Rotoren, die eine Motorenleistung von 200 PS in Auftrieb umsetzten. Im nächsten Jahr möchte Martin mit dem Verkauf beginnen. Pro Stück soll das Gerät 100.000 Dollar kosten.

Kommentar:
Der Düsenrucksack scheint die Menschheit schon seit Langem zu faszinieren. Die Propeller-Variante von Glenn Martin scheint dabei, die erste praktikable Version der Idee zu sein. Dass sich genügend Einsatzgebiete für ein solches Fluggerät anbieten, liegt auf der Hand.

Links:
engadget.com
martinjetpack.com
www.nytimes.com

Auf der Suche nach den Langlebigkeits-Genen

3. September 2008 0 Kommentare

Foto: net efekt, flickr.com
Foto: net efekt, flickr.com
Die rapide fallenden Kosten für das Genscreening ermöglichen Wissenschaftler neue Möglichkeiten in der Life Extension Forschung. Ein vielversprechendes Projekt ist das “Genomic Medicine Program” des amerikanischen „Scripps Translational Science Institute“ in Kalifornien. Das Projekt sieht vor, bei 1000 gesunden alten Menschen 100 spezifische Gene, die für die Gesundheit von Herz und Immunsystem zuständig sind, miteinander zu vergleichen. Interessanterweise haben die Forscher im Vorfeld festgestellt, das viele alte und gesunde Menschen, in ihrem Gencode die Dispositionen für viele Krankheiten haben. So ist es verwunderlich, das diese Leiden dennoch bei diesen Menschen nicht ausbrechen, so Eric Topol, der Leiter des Projekts. Eine Möglichkeit wäre dabei eine Form von Langlebigkeits-Genen, die dies verhindern, so Nir Barzilai, Leiter des „Longevity Genes Project at Albert Einstein College of Medicine” in New York. Mit dem geplanten Vergleich der Gene erhoffen sich die Forscher solche Genpaare auszumachen, die für eine solche Langlebigkeit zuständig sind.

Kommentar:
Das Projekt zeigt, dass mittlerweile viele Mühen und Gelder in sogenannte “Life Extensions” fließen. Sind die Forschungen erfolgreich, können wir uns alle auf ein langes Leben gefasst machen.

Links:
aecom.yu.edu
healthtech.com
technologyreview.com
ornl.gov
plausiblefutures.wordpress.com
scripps.edu

Der 3D Würfel

1. September 2008 2 Kommentare

Foto: Lance and erin, Flickr.com
Foto: Lance and erin, Flickr.com
Forscher des japanischen „National Institute of Information and Communications Technology” haben kürzlich ein Hightech-Würfel vorgestellt, der es ermöglicht dreidimensionale Bilder darzustellen. Der 10 Zentimeter große Würfel kann so beispielsweise das Abbild von Person von drei Seiten darstellen. Jetzt bemühen sich die Forscher, die Technik, die sich im Inneren des Würfels befindet soweit zu reduzieren, dass man die Objekte von allen sechs Seiten betrachten kann. Dieses Ziel will man in drei Jahren realisieren. Später möchte man die Technik soweit vorantreiben, dass man anstatt eines PDAs, einen dreidimensionalen, sprechenden Assistenten in der Hosentasche trägt, der alle Aufgaben einen PDA, per Sprachinterface erledigt.

Kommentar:
Einen Deus ex Machina in der Hosentasche hätte wohl jeder gerne, hingegen einen sperrigen Würfel, der die Taschen ausbeult, ist eine andere Angelegenheit. Dennoch verdeutlicht Ansätze der Forscher wieder einmal, wie sehr nach einem praktikablen 3D-Display geforscht wird.

Links:
afp.google.com
mydigitallife.co.za
news.com.au
physorg.com

Aus die Maus?

29. August 2008 0 Kommentare

Foto: Marcin Wichary, Flickr.com
Foto: Marcin Wichary, Flickr.com
Laut Analysten aus dem Hause Gartner, steht die Computermaus vor dem Aus. In drei bis fünf Jahren wird das bekannte Eingabegerät durch „Gestual computing“ oder Touchscreens ersetzt werden, so die Meinung der Analysten. Zwar habe sich die Maus bei Desktop-Computern bewährt, bei Notebooks, oder aber bei der Kontrolle der boomenden Home Entertainment-Systemen spielt sie keine große Rolle, so der Bericht. Heute schon stehen bei Sony und Panasonic Fernseher-Prototypen, die ganz ohne Fernbedienung auskommen – man steuert die Geräte alleine durch Gesten. Eine ähnliche Entwicklung wird auch bei der Bedienung von Computer erwartet.
Bei Logitech, dem weltweit größten Hersteller von Computermäusen, schrillen hingegen noch keine Alarmglocken. Zwar glaubt man hier auch, dass die alternativen Eingabegeräte Platz auf dem Markt fordern werden, dennoch wird die Maus auf dem Markt weiterhin Bestand haben.

Kommentar:
Das Ende der Maus ist noch lange nicht in sich. Dafür aber der Beginn einer neuen Interface-Kultur. Das iPhone oder die Spielekonsole Wii sind dabei nur die ersten Beispiele.

Links:
blog.handelsblatt.de
mindsharing.de
news.bbc.co.uk
logitech.com

Schwimmendes Kraftwerk

1. August 2008 1 Kommentar

Foto: Schwimmendes Windkraftwerk, siemens.com
Foto: Schwimmendes Windkraftwerk, siemens.com
Windparks auf hoher See: in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Konzern „StatiolHydro“ entwickelte Siemens schwimmende Windkrafträder für die Hochsee.
Offshore-Windenergieanlagen existieren bereits, allerdings stehen diese ausnahmslos nah an der Küste und beeinträchtigen damit die Flora und Fauna.
Im Gegensatz dazu, sollen die neuen Windräder, ausgerüstet mit einem speziellen Schwimmkörper, auf hoher See verankert werden, da hier der Wind viel kräftiger bläst und die Stromausbeute damit deutlich höher wäre. Laut einer Studie des US-amerikanischen „National Renewable Energy Laboratory“ ist allein das Windpotenzial innerhalb von 50 Seemeilen vor der US-Küste größer, als die Leistung aller US-Kraftwerke zusammen– mehr als 900 Gigawatt.
2009 soll der erste Prototyp vor der Küste Norwegens errichtet werden. Ist der Versuch erfolgreich, könnten bis zum Jahre 2018 bereits 200 solcher Anlagen errichtet werden.

Kommentar:
Die Ölkrise beflügelt den Erfindergeist. Warum werden solche Ideen erst gefördert, wenn der Notstand droht? Dennoch besser spät, als nie: Für Küstenregionen könnte der Einsatz solcher Kraftwerke, schnell saubere Energie liefern. Der Prototyp wird es zeigen, ob der Plan hält, was er verspricht.

Links:
innovations-report.de
iset.uni-kassel.de
klima-aktiv.com
siemens.de
siemens.com
wallstreet-online.de