Archiv der Kategorie ‘Logistik & Mobilität‘

Stylische Sicherheit

29. Oktober 2008 1 Kommentar

Foto: Sweetskinz
Foto: Sweetskinz
Das Rad neu erfinden: Die Designer des Radhersteller „Sweetskinz“ sahen in Fahrradreifen mehr als schwarzes Gummi, sie sahen eine Fläche, die es zu nutzen gilt. Und wie jeder gute Designer, wollten sie diese nicht nur verschönern, sondern gleichzeitig um einen praktischen Nutzen erweitern. Daher besorgten sie sich farbiges Gummi, dass bei Nacht einfallendes Licht reflektiert. Mit diesem neuen Stoff ausgerüstet, schufen sie stylische Räder mit Graffitimustern, die das nächtliche Cruising um einiges schöner und sicherer macht.

Kommentar:
Wenn man das Schöne mit dem Nützlichen vereint, kann man sicher sein, dass man ein Produkt geschaffen hat, dass auf dem Markt bestehen wird.

Links:
dtti.wordpress.com
sweetskinz.com

Samsonites Muschel

21. August 2008 0 Kommentare

Foto: Aldo Barreto
Foto: Aldo Barreto
Ein spannendes Konzept, das sicherlich bald zur Marktreife gebracht werden wird, ist der „Tot Pod“ des Designers Aldo Barreto. Der Design-Student entwickelte diese Studie eines Kindersitzes in Auftrag für Samsonite. Sein Ziel: unterschiedliche Kindertransportsysteme, wie Kindersitz und Kinderwagen, in einem funktionalen Gegenstand zu vereinen. Betrachtet man seine Entwürfe, scheint ihm dies gelungen zu sein. Im Auto lässt sich der „Tot Pod“ als schicker Sitz verwenden, verlässt man das Auto, lassen sich Räder ausklappen und wird das Gefährt gar nicht gebraucht, wird es wie eine Muschel zusammengeklappt.

Kommentar:
Besonders Kindersitze und Kinderwagen sind sperrige und platzraubende Gegenstände, oft verschandelt oder versperrt die Lagerung den Wohnungsflur oder den Kofferraum. Das neue Konzept könnt hier stylische Abhilfe schaffen.

Links:
coroflot.com
slipperybrick.com

Gemüse aus dem Kasten

19. August 2008 0 Kommentare

Foto: austinevan, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: austinevan, Flickr.com, CC-Lizenz
Manche Menschen kommen selten zum Einkauf. Oft ist der Büroalltag so lang, dass nach Feierabend kein Lebensmittelladen mehr geöffnet hat und nur der Gang ins Restaurant oder der Verzehr von Fastfood als Alternative bleibt. Dabei liegt die Lösung so nah – frisches Gemüse aus dem Automaten. Gut gekühlt und günstig kann man sich in Japan das fehlende Gemüse für das Dinner ziehen. Einfach das passende Kleingeld einwerfen und das gekühlte Gemüse entnehmen – stressfrei und gesund. In Barcelona hingegen hat man schon Automaten für Bücher gesichtet − hier gibt es Bestseller rund um die Uhr. Auch eine nette Idee.

Kommentar:
In Deutschland sieht man noch wenige Automaten, die andere Güter als Zigaretten anbieten. Dabei kann das Geschäft besonders in den Großstädten lohnen: Auch nach Ladenschluss besteht der Wunsch nach Gütern. Seien es Lebensmittel oder andere Waren. Wie oft gerät man in die Situation, dass man dringend ein Geschenk oder andere Güter benötigt, aber die Geschäfte haben bereits geschlossen. Hier könnten Automaten Abhilfe schaffen.

Links:
kilian-nakamura.de

Burger per Handy

13. August 2008 1 Kommentar

Foto: mcd-holding.co.jp
Foto: mcd-holding.co.jp
Eine weitere neue Handy-Applikation aus Japan: Nach einem Jahr Entwicklungszeit testet McDonalds Japan nun die neuen „Kazasu Coupons“ in 175 Filialen. Um das Angebot nutzen zu können, muss man eine Software auf das Handy installieren, gleichzeitig kann man sich auch schon für verschiedene Rabat-Coupons entscheiden, die ebenfalls heruntergeladen werden. Um diese einzulösen, braucht man das Handy nur über den RFID-Reader an der Kasse halten und der Gutschein wird entwertet. Auch kann die Bestellung gleich über den Mobile Wallet Service „ID“ von Nttdocomo bezahlt werden. Die Coupons haben ein großes Potential: Einmal angemeldet, kann McDonalds allen registrierten Usern, aufgrund der gewonnenen Informationen aus den Vorlieben und Einkaufsprofilen des Kunden, passgenaue Coupons zukommen lassen. Ist der Test des Loyalty Programms erfolgreich, will man 2009 den Service in allen japanischen Filialen anbieten.

Kommentar:
Eine gelungene Idee. Dank dem Discount, den die personalisierten E-Coupons bieten, entscheidet man sich sicherlich öfter bei McDonalds einzukehren − besonders dann, wenn man nicht genügend Bargeld in der Tasche hat, um den Lunch zu zahlen. So dürfte besonders das bequeme Bezahlen per Handy in Zukunft an Bedeutung zunehmen, schließlich ist das Handy das liebste Spielzeug vieler Erwachsener.

Links:
mcd-holdings.co.jpl
nttdocomo.co.jp

Der Handy-Friseur

9. August 2008 0 Kommentare

Foto: so-net.ne.jp
Foto: so-net.ne.jp
In Japan ist man immer etwas weiter, was die Integration von Technologie in das Alltagsleben betrifft. Dies belegt die neue Applikation „Hair Style“ von „So-Net Entertainment“. Mit der Handykamera schießt man ganz einfach ein Portraitfoto von sich, schickt es an die Website und wählt eine der angebotenen Trendfrisuren. Schnell bekommt man dann eine MMS, mit der neuen Haarpracht auf dem Haupt. Dazu bietet die Seite die neusten Trends aus der Coiffeurszene und liefert auch gleich eine Liste der Salons, bei dem man seine gewählte Frisur auch im echten Leben verpasst bekommt.

Kommentar:
Ein lustiges Spielzeug, das zielgerichtete Werbung erlaubt. Denn dank dem Tool sind die Nutzerinnen leicht dazu geneigt, die beworbenen Friseure aufzusuchen – schließlich wollen sie, dass die ausgewählte Frisur auch exakt umgesetzt wird.

Links:
en.wikipedia.org
so-net.ne.jp
so-net.ne.jp
trendbird.co.kr

Charterflug zur ISS

30. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: Richard Garriott
Foto: Richard Garriott
Das Weltraumtourismusunternehmen „Space Adventures“ hat einen neuen Megadeal in der Tasche. Es hat mit der russischen Raumfahrtbehörde (RKA) einen Deal ausgehandelt. Anstatt, wie im Jahre 2001, einen einzelnen Platz in einem Raumschiff zu buchen – den damals der US-amerikanische Millionär Dennis Tito für 20 Millionen US-Dollar buchte – charterte das Unternehmen nun ein gesamtes Raumschiff. Der Flug ist für 2011 geplant. Von da an will „Space Adventures“ jedes Jahr einen solchen Flug zur Raumstation durchführen.
Schon jetzt ist die Warteliste für dieses Angebot lang wie prominent. Ganz vorne dabei ist Richard Garriott. Der berühmte Gamedesigner der „Ultima“-Serie zahlte für seinen Ausflug rund 35 Millionen US-Dollar. Einen Teil des Ticketpreises hat er aber schon wieder eingenommen, im Auftrag von privaten Firmen wird er an Bord der ISS Experimente durchführen.

Kommentar:
Es wird immer deutlicher − der Aufbruch in das Weltall hat begonnen. Aber auch ein anderer Trend macht sich am Beispiel des Raumfahrers Garriott deutlich. Bisher konnten fast nur staatliche Wissenschaftler im All experimentieren. In Zukunft werden auch private Forschungseinrichtungen in der Lage sein, in der Schwerelosigkeit Versuche durchzuführen. Eine spannende Forschungsreise beginnt.

Links:
focus.de
nasawatch.com
mindsharing.de
mindsharing.de
ptdmagazine.com
spaceref.com
thespacereview.com

Import/Export Informations-System

16. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Die Betreiber von „ImportGenius“ beweisen wieder einmal, dass es selbst in alten Branchen noch Marktlücken zu entdecken gibt. Importeure sind immer an Informationen interessiert, über welche Wege, zu welchen Preisen und mit welchen Unternehmen die Konkurrenz ihre Waren verschifft. Die Daten dazu sind – dank den Zollbehörden – schon lange Zeit öffentlich. Das Problem bisher war nur, die benötigten Daten aus der Infoflut auszulesen. Diesen Mangel entdeckten die Betreiber von „ImportGenius“ und schufen ein leicht zu bedienendes Interface, das auf Knopfdruck alle benötigten Daten ausspuckt. Für 399 US-Dollar monatlich bietet es beispielsweise den „ImportScan“ Service, der den Kunden den Zugang zu allen Daten zu jeder Lieferung, die seit 2006 in die US geschickt wurde ausspuckt: Produkttyp, Name und Adresse des Importeurs, Name und Adresse des Exporteurs, Datum der Grenzüberschreitung, Start- und Zielhafen, etc., etc.
Alle Daten wurden gewissenhaft von der Zollbehörde gesammelt, die Leistung von „ImportGenius“ besteht allein in der Programmierung des Interface. Auch das Ausspionieren direkter Konkurrenz wird ermöglicht. Mit dem Angebot „SupplySpy“ für monatlich 199 US-Dollar, werden dem Auftraggeber sämtliche Daten über die Lieferungen eines Importeurs oder Exporteurs geliefert. Mit diesen Daten lassen sich leicht Wettbewerbsvorteile der Konkurrenz ausmachen und dadurch eigenen Schwächen eliminieren.

Kommentar:
Das Beispiel zeigt, dass man nicht unbedingt eigene Daten und Informationen generieren muss, um satte Gewinne machen zu können. Manchmal reicht es einfach, den Zugang zu bereits Vorhandenem zu erleichtern.

Links:
buzinkay.net
einkauf-und-management.at
importgenius.com
techcrunch.com

Massentransit am Himmel

4. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: Massentransit-am-Himmel, Cubbie n Vegas, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Massentransit-am-Himmel, Cubbie n Vegas, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Im Auftrag der EU arbeiten Wissenschaftler an einem Zukunftsszenario. Die Annahme: Bis 2020 soll sich die Anzahl der Passagiere, die in Privatjets den Himmel bereisen, verhundertfachen – dies soll die bereits jetzt schon überlasteten Straßen entlasten. Die Experten nehmen an, dass in zwölf Jahren gut hunderttausend der kleinen Flieger über Europa kreisen werden. Gegenwärtig verzeichnete die EU im Jahr rund neun Millionen Flüge – bis 2020 könnte die Zahl auf rund 44 Millionen ansteigen. Behalten die Forscher Recht, müssten auch viele neue Flugplätze für die privaten Himmelsstürmer eingerichtet werden – die Zeche dafür soll die EU zahlen.
Auch von den steigenden Ölpreisen lassen sich die Forscher ihr Szenario nicht verderben, sie setzten auf den Einsatz von Biosprit in den Flugzeugen. Auch sind sich wenige Menschen bewusst, dass die modernen Flugzeuge weniger Treibstoff pro Person und Kilometer verbrauchen als Automobile, so die Antwort der Forscher auf die Kritik von Seiten der Kritiker.

Kommentar:
Den Himmel voller kleiner Flugobjekte – so wurde die Zukunft schon oft erdacht. Es scheint, als würde sie sich jetzt auch so realisieren. Dennoch gibt die gegenwärtige Ölkrise und Biosprit Diskussion Bedenken auf, ob benzinbetriebene Fahrzeuge noch lange die Massen transportieren werden. Aber das ist eine andere Zukunftsfrage.

Links:
spiegel.de
wirtschaft.t-online.de

Die Freiheit der Meere

21. April 2008 0 Kommentare

Foto: Freedomship.com
Foto: Freedomship.com
Die Menschen zieht es hinaus aufs Meer. Es entsteht anscheinend ein neuer Markt, abseits der Segelfreunde und Yachting- Fans. Für manche ist eine Kreuzfahrt nicht mehr genug, es scheint, dass sich viele Menschen einen festen Wohnsitz auf hoher See wünschen. Dieses Verlangen bedient „The World“, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen künstlichen Insel vor Dubai, einem Kreuzfahrt-Dampfer der Superlative, auf dem sich Menschen, vorausgesetzt, das nötige Kleingeld ist vorhanden, einen festen Wohnsitz kaufen können. Für 2,5 bis 7,5 Millionen US-Dollar stehen an Bord herrschaftliche Räumlichkeiten zum Verkauf. Im Angebot inbegriffen: die Nutzung sämtlicher Annehmlichkeiten, wie zahlreiche Swimming-Pools, eine Bücherei, Tennisplätze und sogar einen Golfplatz. Darüber hinaus genießen alle festen Residenten die Vorteile eines Steuerparadieses. Schließlich befindet man sich die meiste Zeit außerhalb staatlicher Hoheitsgewässer.
Noch größer soll einst das “Freedom Ship” werden, ein 1,6 Kilometer langes, selbstversorgendes Ungetüm für 40.000 Bewohner, das über eigene Parks, Schulen, Kindergärten, Wohnblöcke und einen eigenen Flughafen verfügen soll. So spricht man hier eher von einer schwimmenden Stadt, als von einem Schiff. Obwohl das Projekt immer noch einer Finanzierung bedarf, sind mittlerweile immerhin ein Fünftel der Fläche verkauft.

Kommentar:
Der Trend, das Meer als Lebensraum zu erschließen ,hält weiter an. Es wird sich zeigen, ob sich die vorgestellten Projekte und künstliche Inseln (siehe „Ozeanischer Lifestyle“, Future Report 08.2007) rechnen. MindSharing wird über diesen Schwarmtrend weiter berichten.

Links:
aboardtheworld.com
doktorsblog.de
freedomship.com
magazin.voestalpine.com
residensea.com

Videos:
youtube.com

Der persönliche Traum vom Fliegen

19. April 2008 0 Kommentare

Foto: Airscooter Corporation
Foto: Airscooter Corporation
Träumt nicht jeder Mal davon zu fliegen? Den festen Boden zu verlassen und sich mit dem Wind treiben zu lassen? Bis jetzt konnten nur sehr wohlhabende Menschen sich den Traum vom privaten Fluggerät erlauben. Doch langsam zeichnet sich eine Wende ab. Ein Schritt in diese Richtung ist der AirScooter II – ein Freizeit-Helikopter für jedermann (siehe Foto). Das neuartige Fluggerät lässt sich, gegenüber den herkömmlichen Helikopter, so einfach steuern wie ein Motorrad. Der Benzinvorrat reicht für zwei Stunden. Die Höchstgeschwindigkeit, des 65 PS-starken Motors, beträgt circa 90 kmh. Der Verbrauch liegt gerademal bei 8,5 Liter auf 100 Kilometer.
Noch kann man die Maschinen nicht kaufen, der angestrebte Preis liegt bei circa. 50.000 US-Dollar – bei dem derzeitigen Dollar-Kurs ein wahres Schnäppchen. Und nicht nur der Einsatz als Freizeitspaß ist denkbar – schon interessieren sich Militär, Polizei, Postzusteller und Grenzschutz für das praktische Fluggerät.

Kommentar:
Die Preis von Ultraleichtfliegern sind mit denen eines Mittelklassewagens zu vergleichen, den Flugschein gibt es für rund 4000 Euro und die Genehmigungen zum Starten und Landen auf Privatgrundstücken sind auch mit etwas Aufwand zu erhalten.

Links:
airscooter.com
cbsnews.com
mindsharing.de
zedomax.com

Videos:
youtube.com
youtube.com

Die neuen Himmelsstürmer

3. März 2008 1 Kommentar

Von der stetigen Eroberung des Himmels

Foto: Image courtesy of Rocket Racing League
Foto: Image courtesy of Rocket Racing League
Schneller, höher, weiter – dieses Motto der Menschheit scheint sich auch in Zukunft zu bewahrheiten. Gerade erst wurde der begehrte X-Prize, für den ersten privaten Orbitalflug gewonnen, da landete Mitbegründer Peter Diamandis schon den nächsten zukunftsträchtigen Coup: zusammen mit Granger Whitelaw, einem altgedienten Rennsportprofi, gründete er die „Rocket Racing League“. Ihre Vision: ein Rennen durch einen dreidimensionalen Parcours in 5 Kilometer Höhe. Die Rennmaschinen: Jets mit Raketenantrieb (siehe Foto).

Doch das ist erst der Anfang. In Zukunft sollen noch zwei weitere Rennklassen entstehen. Das „Tier-2“-Rennen, soll mit privaten Raumschiffen, die eine Höhe von 100 Kilometern erreichen können, ausgetragen werden, die „Tier-3“-Rennbahn soll einst der erste weltumspannende Orbital-Parcours werden. Mit diesem Rennen, das in Zukunft die Formel Eins als populärste Rennen dieser Welt ablösen soll, sieht sich Diamandis seinem Traum wieder ein Stück näher. Sein Ziel: die private Weltraumfahrt zu fördern.

Eine Technologie, die dabei Schützenhilfe leisten könnte, wurde gerade erfolgreich von einer Abteilung der Australischen Armee, der „Australia’s Defense Science and Technology Organization“ (DSTO) getestet. Mit Hilfe ihrer amerikanischen Freunde von der „U.S. Defense Advanced Research Projects Agency“ (DARPA) gelang es ihnen, im Juli dieses Jahres, einen „Scramjet“-Antrieb zu testen. Dieser Raketenmotor, der darauf beruht bei hohen Geschwindigkeiten Luft einzusaugen, sie mit Treibstoff zu mischen und dann das Gemisch zu entzünden, kann theoretisch das Flugzeug auf Mach 24 beschleunigen. Das entspricht einer Geschwindigkeit von circa 29640 km/h. Im Test allerdings begnügte man sich mit Mach 10.

Noch haben die „supersonic combustion ramjet”-Flieger allerdings ein Problem: Der Antrieb kann erst gezündet werden, wenn das Flugzeug eine Geschwindigkeit von Mach 5 erreicht. Damit dies gelingt musste das Testflugzeug noch auf einen zusätzlichen Raketenantrieb zurückgreifen. Allerdings ist sich DARPA-Deputy Direktor Steven Walker sicher, das ein Scramjet-betriebenes Flugzeug, das auch orbitale Höhen erreichen könnte, in nicht allzu ferner Zukunft Realität werden wird.

Und auch bei den klassischen Raketenabtrieben, bricht die Innovationskette nicht ab: Gefördert von der US Air Force ist es der Firma Georgia Tech gelungen, einen neuen Raketenmotor zu entwickeln, der 40 Prozent weniger Treibstoff benötigt, als seine Vorgänger. Sobald das Raumschiff, das mit dem neuen Antrieb ausgerüstet ist, den Orbit erreicht hat, beginnt der „Five Gear“-Antrieb sich aus Solarenergie zu speisen. Nur wenn schnelle Beschleunigung benötigt wird, greift das System auf den herkömmlichen Treibstoff zurück. Ein wichtiger Schritt, besonders, wenn man an eine bevorstehende Marsexpedition denkt.

Kommentar:
Schnell, höher, weiter – dieses Motto wird auch in Zukunft die Menschen zu immer neuen Innovationen vorantreiben. Der Traum von Fliegen wird sich weiterhin durch immer neue Innovationen realisieren - mit der fortschreitenden Eroberung des Weltalls, aber auch mit weiter steigenden Reisegeschwindigkeiten auf Mutter Erde. Schnallen wir uns an!

Links:
www.darpa.mil
www.dsto.defence.gov.au
www.dsto.defence.gov.au_news
www.rocketracingleague.com

Sechsfacher Durchbruch im Himmel

26. Januar 2008 2 Kommentare

Foto:Tony Landis/NASA Dryden Flight Research Center
Foto:Tony Landis/NASA Dryden Flight Research Center
US-Forschern, im Auftrag der Air Force Research Laboratory sowie der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA), ist mit dem Projekt X-51A ein Erfolg geglückt. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Triebwerk, welches in Zukunft das Fliegen ungleich schneller machen soll – Flugzeuge, so schnell wie Raumschiffe. Bis jetzt hält der Düsenjäger SR-71 Blackbird mit einer Höchstgeschwindigkeit von Mach 3,4 den himmlischen Geschwindigkeitsrekord. Das könnte sich aber durch die „Scramjet“ (siehe „Aufbruch in den Himmel”, Future Research 11.2007) getaufte Triebwerk ändern. Mit dem Antrieb, der bei hoher Geschwindigkeit Luft einsaugt, diese mit Treibstoff versetzt und dann zündet, könnte ein Flugzeug auf bis zu Mach 15 beschleunigen. Im Test begnügte man sich allerdings mit einer kleineren Schubkraft von Mach 6,5.

Kommentar:
Das „Hypersonic Age“ naht. Schon früher wurden Scramjets-Antriebe erfolgreich getestet – allerdings nur für den Einsatz in Raketen. Projekt X-51A, soll hingegen in einen Flugzeug zum Einsatz kommen. Und auch an diesem wird schon unter dem klingenden Namen Projekt HTV-3X eifrig getüftelt. Erreicht die Technologie einst den Massenmarkt, könnte der Flug von Köln nach Tokyo gerade mal zwei Stunden dauern. Wären dabei die Ticketpreis noch erschwinglich, würde ein neues Zeitalter für den Tourismus einsetzten.

Links:
blog.kairaven.de
dieluftfahrt.blogspot.com
www.popsi.com
www.popsi.com