Archiv der Kategorie ‘Kultur & Unterhaltung‘

Teilen leicht gemacht

31. Oktober 2008 0 Kommentare

Foto: mishare.com
Foto: mishare.com
Manche Strategien von Apple bleiben unverständlich: Warum ist es unmöglich seine Lieblingssongs auf dem iPod, mit Freunden auszutauschen? Wenn man nicht gerade ein Geek ist und keinen Computer zur Hand hat, ist dies schlicht unmöglich. Das dachte sich auch die Schöpfer des „MiShare“ (siehe Foto). Dieses Gerät verbindet leicht zwei iPods miteinander und ermöglicht den uneingeschränkten Datenaustausch. Noch funktioniert das Gerät nicht mit dem iPhone oder dem iPod Touch, doch ein Update der Software des, rund 100 US-Dollar teuren „MiShare.“ soll das schon bald ermöglichen.

Kommentar:
Erst das MiShare erfüllt die Verheißungen des iPods, Musik wirklich transportable zu machen. Damit korrigiert das kleine Unternehmen einen der größten Fehler des Lifestyleproduktes iPod und sichert sich damit eine goldene Zukunft.

Links:
chip.de
macwelt.de
Mishare.com
readster.de

Von On- zu Offline-Produkten

27. Oktober 2008 0 Kommentare

Foto: -MarkWallac, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: -MarkWallac, Flickr.com, CC-Lizenz
Ein Trend bestätigt sich: Die virtuellen Welten und der reale Markt verweben sich immer stärker miteinander. Ein Beispiel dafür ist die Produktlinie NikeID, über die MindSharing bereits berichtete. Auch andere Marken erkennen das Potenzial von personalisierter und virtuell gestalteter und dann real vermarkten Produkten: Das neuste Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit von H&M mit dem Computerspiele-Publisher EA. Bei einem Wettbewerb forderten das Unternehmen Spieler des erfolgreichen Spiels Sims 2 auf, Bekleidungen für ihre Spielfiguren zu entwerfen. Die besten Designs wurden dann real produziert und in über 1000 H&M Geschäften weltweit zum Verkauf angeboten.

Kommentar:
Der Trend, die Vorstellungen und Wünsche Kundschaft direkt in die Gestaltung der Produkte mit einzubeziehen, ist Dank den technischen Möglichkeiten einer digitalen Gesellschaft leichter den je. Musste noch vor Jahren, viel Geld investiert werden, um die Kundenwünsche zu bestimmen, kann man sie heute leicht erfragen und schnell umsetzten − lange Kundenbindung inklusive.

Links:
fashionrunway.sims.yahoo.com
thesims2.com

90.000 Autoren

10. September 2008 0 Kommentare

Foto: juhansonin, flickr.com
Foto: juhansonin, flickr.com
Auf der Wikipedia Konferenz in Ägypten verkündeten die Betreiber der Online-Enzyklopädie ein historisches Ereignis: In Zusammenarbeit mit dem Bertelsmann Verlag wird bald eine einbändige, gedruckte Version mit den 25.000 populärsten Artikel der deutschen Version von Wikipedia im September erscheinen. Dieses Buch ist insofern historisch, da die Autorenliste 90.000 Personen umfasst. Die Liste aller umfasst 27 kleingedruckte Seiten, auf der die Namen nur mit einem Komma getrennt sind.

Kommentar:
Ein nettes Projekt, obgleich eher ein PR-Gag als eine nützliche Publikation. Schließlich ist die Enzyklopädie schon bei Druck nicht mehr aktuell und umfasst gegenwärtig, in ihrer deutschen Online-Version rund 786.000 Artikel.

Links:
bits.blogs.nytimes.com
ews.cnet.com

Deine eigene Show!

7. August 2008 2 Kommentare

Foto: Marco Raaphorst, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Marco Raaphorst, Flickr.com, CC-Lizenz
Crowdsourcing ist in aller Munde. Jetzt setzt auch der Vater des Reality-TVs, John de Mol, auf die Klugheit der Massen und sucht mit ihrer Hilfe den neuen Straßenfeger. Auf der Plattform „Talpa Creative“, fordert Mol seit neuestem US-Bürger auf, hier ihre Ideen zu neuen Shows zu veröffentlichen. Jeden Monat werden die aktivsten und kreativsten User mit 500 US-Dollar belohnt. Wird eine Show, die auf einer eingestellten Idee beruht, produziert, wird dem Urheber das Konzept für 50.000 US-Dollar abgekauft.

Kommentar:
Ideengenerierung, durch die Beteiligung Externer im Sinne der Open Industry, ist nicht neu, gewinnt aber, mit der zunehmenden Ausweitung auf diversifizierte Branchen, massiv an Bedeutung. Die Unternehmen freut es: Anstatt Kreativ-Teams für die Generierung nutzloser Ideen zu zahlen, muss man bei diesem Geschäftsmodell nur benutzbares Material honorieren.

Links:
ad-hoc-news.de
images.zeit.de
talpacreative.com

Die Revolution des Daumenkinos

21. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: cambodia4kids, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: cambodia4kids, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Eine schöne Idee aus Köln: Um Sabine Klars Filme anzuschauen, braucht man keinen Strom – nur einen gesunden Daumen. Die Wahlkölnerin sorgt gerade für ein Revival des Daumenkinos.
Als private Einladung, kreatives Give-away oder ungewöhnlicher Werbefilm – die kleinen Streifen beeindrucken. Anfangs erstellte sie die ersten Prototypen noch am Fotokopierer in einem Copyshop, mittlerweile hat sie einen eigenen Verlag gegründet, der die Wünsche und Ideen der Kunden zu den bewegten Bildern auf Papier umsetzt. Ein Daumenkino-Unikat gibt es schon ab 60 Euro, bei größeren Auflagen, fällt der Preis auf ein paar Euro pro Exemplar.

Kommentar:
Und wieder einmal wird bewiesen, dass sich aus Altem und Bekannten – umgesetzt auf die Bedürfnisse der Gegenwart – brillante Geschäftsidee entwickeln lassen. Das personalisierte Daumenkino fasziniert jeden, der es in den Finger abspielt. Und als kreative Werbung beeindruckt der Fingerfilm ebenso.

Links:
blog.pictureshuttle.com
fingerfilme.de
la-garda.de

Das Wunder von Köln: der Fußballclub zum Mitbestimmen

10. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: deinfussballclub.de
Foto: deinfussballclub.de
Das Crowd-Sourcing Prinzip greift um sich. Erstmalig in Deutschland wagt ein renommierter Fußball Club die Umstellung und will demnächst die Fans an der Leitung des Vereingeschehens beteiligen. Ganz nach dem englischen Vorbild von „Myfootballclub“ können alle, die einen einmaligen Beitrag von 39,95 Euro zahlen, sich, unter dem Motto “Deinfussballclub”, mit ihrer Meinung aktiv an Aufstellung und Spielstrategie des Clubs Fortuna Köln beteiligen. Umfangreiche Foren und Live-Chats mit Rainer Matthias Mink sind ebenfalls geplant.
Schirmherr der basisdemokratischen Fußballbewegung ist niemand geringeres als der „Wunder von Bern“-Regisseur Sönke Wortmann. Allerdings wird das Konzept nur umgesetzt, wenn sich mindesten 30.000 Fans beteiligen – eine sportliche Hürde, die man sicherlich leicht überwindet.

Kommentar:
Das Schwarmprinzip greift um sich. Der Initiator der Idee, Dirk Daniel Stoeveken, möchte „den Fußball zurück zu den Fans bringen“ und erhält gleichzeitig tausende von Gratis-Beratern plus eine ordentliche Finanzspritze für den Verein. Ein gelungenes Konzept, das in der Zukunft für Fortuna sicherlich Früchte tragen wird.

Links:
deinfussballclub.com
mindsharing.de/was-ist-crowdsourcing
mindsharing.de/das-geld-der-massen

Spirituosen-Marketing: Wein aus der Röhre

7. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: paulaloe, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: paulaloe, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine schöne Idee aus Frankreich: Wein erfreut sich seit einiger Zeit erhöhter Beliebtheit. In Maßen, ist er nicht nur gesund, sondern zählt mittlerweile zum anerkannten Kulturgut.
Aber wie wird man zum Weinkenner? Hier gilt: Probieren geht über studieren. Das kann aber bei kostspieligen Flaschen schnell ins Geld gehen. Da liegt es nur nahe, den Wein in kleineren Abfüllungen zu vertreiben.
Dies dachte sich auch das französische Unternehmen „Wineside“ und füllt nun den Traubensaft verschiedener Hersteller in Glasröhrchen von 6 cl bzw. 10 cl Fassungsvermögen. So kann man den Gaumen schulen und auch große Weine wie einen Pomerol oder einen Chateau Neuf du Pape kosten, ohne dafür ein paar Hunderter für das Geschmackserlebnis berappen zu müssen.

Kommentar:
Wieder mal eine Idee, bei der man sich wundert, warum keiner früher drauf gekommen ist. Wie oft hört man auf den Rat des Weinhändlers und ist hinterher enttäuscht, da das angepriesene Tröpfchen dem eigenen Geschmack nicht zusagt. Und auch als Überblick über die Produkte heimischer Winzer würde ein solches Paket von Proben sich bestens eignen.

Links:
cheapfunwines.com
springwise.com

Schlaues Fernsehen – Internet Fernsehen vom Informationsdienst Wissenschaft

5. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: from a second story, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: from a second story, Flickr.com, CC-Lizenz
Die Wissenschaftsendungen boomen, aber leider erreichen die Sendungen, wie „Galileo“ des Senders Pro7, oftmals nur das Niveau von Sesamstraße & Co. – Anspruchvolles vermitteln diese Sendungen selten. Das bemerkte auch der Informationsdienst der Wissenschaft (idw) und startete jetzt den eigenen Online-Sender „Science TV“. Erstmal drei Monate lang, stellen Wissenschafter den Verlauf ihrer Forschungen in wöchentlich erscheinenden, dreiminütigen Beiträgen vor. So entsteht ein visuelles Forschungstagebuch, das den Zuschauer ausführlich über die Arbeits- und Herangehensweise der Wissenschaftler informiert. Reinschauen lohnt!

Kommentar:
Ob Biologie oder Robotik, ob aus Deutschland oder Kambodscha - die Beiträge kommen aus allen Herrenländern und aus verschiedenen Feldern der gegenwärtigen Forschung. Und im Gegensatz zu den pseudowissenschaftlichen Magazinen der Privatsender, kann man hier wirklich was lernen.

Die postalische Leihbücherei

1. Mai 2008 0 Kommentare

Foto: austinevan, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: austinevan, Flickr.com, CC-Lizenz
Die Leihdienste boomen (siehe „Leihen statt kaufen!“ Future Reserach 04.2008): Ob „Amazon“, „Amango“ oder „Video Buster“, das Geschäftsmodel ist das Gleiche: Per Internet ordert man einen Film, der dann per Packet ins Haus kommt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Videotheken kann man diesen solange behalten wie man will. Nur, wenn man einen neuen Streifen haben will, muss man den alten zurücksenden. Je nach Anbieter und monatlichem Beitrag erwirbt man das Recht, einen oder mehrere Filme gleichzeitig zu ordern.
Jetzt haben findige Amerikaner das Geschäftsmodel auch auf Bücher ausgeweitet. Bei „Bookswim“ oder „Paperspine“ kann man aus hunderttausenden von Büchern wählen. Der Lesestoff kommt frei ins Haus und die Rücksendeumschläge sind auch gleich mit dabei. Was können sich Bücherwürmer mehr wünschen?

Kommentar:
Besonders für Leseratten lohnt das Angebot. Man kann soviel lesen wie man möchte und spart dabei Geld, Zeit und vor allem Platz. Auch die nervigen Gänge zur Bücherei entfallen. So wird dieses Model sicherlich auch in Deutschland Schule machen und es bleibt abzuwarten, auf welche anderen Güter sich diese Geschäftsidee noch übertragen wird.

Links:
springwise.com

Särge für die LOHAs – ökologische Bestattungen

28. April 2008 0 Kommentare

Foto: Meanest India, Flickr.cpom, CC-Lizenz
Foto: Meanest India, Flickr.cpom, CC-Lizenz
Das ökologisch-bewusste Leben liegt voll im Trend - umweltfreundliches Sterben ebenfalls. In England haben sich einige Bestattungsfirmen darauf spezialisiert, Särge aus geflochtenem Korb oder Pappe anzubieten. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Modellen, die oftmals unter Verwendung von Plastikteilen oder Lacken hergestellt werden, belasten diese, bei der Verrottung, nicht die Umwelt und sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar.
Aber nicht nur bei den Särgen setzen die Bestattungsunternehmer auf Umweltschutz. Beim Präparieren der Leichname wird nicht, wie bisher, Formaldehyd verwendet, sondern die Verstorbenen einfach in Stoff gehüllt und dann gekühlt. So sorgt man dafür, dass die Gefahr der krebserregenden Formaldehydbelastung des Grundwassers eingedämmt wird.

Kommentar:
Dieser Trend wird sicherlich auch bald Deutschland erreichen. Die Korbsärge sind schön, umweltfreundlich und oftmals günstiger als ihre Geschwister aus Edelholz. Und warum man Leichen mit Formaldehyd ein paar Jahre länger konservieren will, wenn sie unter der Erde liegen, ist eh unverständlich.

Links:
eco-coffins.com
greenendings.co.uk
wickerwillowcoffins.co.uk

Der Brockhaus lebt!

14. April 2008 1 Kommentar

Foto: Florian Hirzinger, GNU Free Documentation Lizenz
Foto: Florian Hirzinger, GNU Free Documentation Lizenz
Gerade noch kündigte der Brockhaus-Verlag den Produktionsstop des gedruckten Lexika an, schon wird diese Meldung zurück genommen. Der Grund: die Ankündigung die Buchreihe aufzugeben, hat das Kaufinteresse dermaßen gesteigert, das man jetzt die vorrausgegangene Ansage relativiert. Man habe nur gesagt, dass die aktuelle Ausgabe „Brockhaus-Groß-Enzyklopädie mit 30 Bänden aus der heutigen Sicht die letzte sei.“ - so ein Firmensprecher.
Vielleicht hatte man sich aber in dem Verlag auch die Marketing Strategie einer anderen prominenten Reihe angeschaut. Die “Encyclopedia Britannica” hatte auch zeitweise den Druck eingestellt. Als die dann erneut eine Print-Ausgabe auf den Markt brachten, schossen die Verkaufszahlen in den Himmel.

Kommentar:
Die Menschen lieben es nostalgisch. Daher liegen die historischen Wissenswerke, wie Brockhaus und Encyclopedia Britannica noch immer hoch im Kurs. Der Übergang des Wissens von der „realen“ in die „digitale“ Form, ruft bei vielen Menschen Wehmut hervor. Aber dieser Wandel ist notwendig: Nimmt das Wissen weiter so rasant zu, würde die gedruckte Ausgabe einst ganze Bücherwände einnehmen und wären aufgrund des Herstellungspreis für Privatpersonen nicht mehr erschwinglich. So ist es sicherlich nur eine Frage der Zeit, wann die gedruckten Versionen gänzlich verschwinden.

Links:
blog.firstmedia.de
britannica.com
brockhaus.de
log.netbib.de

Tenori-On, Yamaha macht Musizieren so einfach wie 4-gewinnt

28. März 2008 0 Kommentare

Foto: de-bug.de
Foto: de-bug.de
Die DE:BUG (Magazin für elektronische Lebensaspekte) schreibt über das Tenori-ON:

Selten war die Aufregung um ein neues Instrument so groß, wie im Fall des Tenori-On. Yamahas “Musik-Quadrat” macht das Musizieren so einfach, wie eine Partie “4 Gewinnt”, sieht sensationell aus und macht durch das revolutionäre Interface Musik auch für Neulinge intuitiv erfahrbar.

Das Gerät wird dann auch gleich fundiert in einem Videobeitrag erklärt:

Horizonterweiterung durch de-bug.de.