Archiv der Kategorie ‘Internet & Netzwerke‘

Google to Go

3. November 2008 2 Kommentare

Foto: googlevision
Foto: googlevision
Der britische Designer Callum Peden stellte kürzlich dem Browser-Giganten Google seine Vision für die portable Suchmaschine von Morgen vor (siehe Foto). Ausgestattet mit einem flexiblen, einfahrbaren und von OLED beleuchtetem Schirm, GPS und WiFi sowie neuster Bilderkennungssoftware soll das System die Orientierung in fremden Städten zum Kinderspiel werden lassen. In Zukunft soll man einfach den Schirm ausfahren und auf die Umwelt richten, das Google Vision vergleicht dann die Bilder mit Informationen in der Datenbank und blendet die gefundenen Informationen dann wie in einem HUD, das man aus Flugzeugcockpits kennt, in das Bild ein. So sollen sich zu allem, was man sieht, Informationen finden lassen. Der Name einer unbekannten Pflanze, der schnellste Weg zu einem gesuchten Restaurant oder die Geschichte historischer Gebäude.

Kommentar:
Die Idee ist verlockend. Schnell findet man in der Fremde die richtigen Adressen oder erhält Hintergrundinformationen zu allem, was in das Blickfeld fällt. Dennoch wird es noch dauern, bis diese Technologie Realität wird, denn der angedachte Service setzt voraus, dass der Zugang zum Internet überall gewährleistet sein muss. Bei Safaris in Afrika oder bei einem Besuch asiatischer Tempel ist dies noch zurzeit allerdings noch Wunschdenken.

Links:
googlewatchblog.de
mobilementalism.com
pcwelt.de
techeblog.com

3D-Druck für den Massenmarkt

29. September 2008 2 Kommentare

Foto: dolf veenvliet
Foto: dolf veenvliet
In den USA bietet seit Neustem das Unternehmen „Shapeways“ das 3D-Drucken für jedermann an. Die Kunden können einfach ihre Designs übermitteln und erhalten die ausgedruckten Gegenstände. Diese Möglichkeit bestand zwar schon seit einiger Zeit, dennoch war die Option nur wenigen Menschen bekannt und der Ausdruck oftmals teuer. Das Novum von Shapeways ist, dass sie die breite Masse über den 3D-Druck aufklärt und ihnen die Technologie zugänglich macht und bei den Preisen ebenfalls auf die Masse setzt. Der Preis für einen Ausdruck liegt im Mittel zwischen 50-100 US Dollar. Auch die Generierung von Bauplänen hat das Unternehmen stark vereinfacht – anstatt sich mit komplizierten CAD-Anwendungen rumschlagen zu müssen, bietet Shapeways eine eigene Software, die das designen von Objekten auch ohne große Vorkenntnisse erlaubt. Selbst bewegliche Teile sind möglich, sogar eine funktionierende Uhr ließe sich bei Shapeways ausdrucken, so Peter Weijmarshausen, der CEO des Unternehmens.

Kommentar:
Eine Besonderheit des 3D-Drucks ist, dass die Komplexität bei der Fertigung der Objekte keine Rolle mehr spielt. Der Preis wird nur nach Größe und Materialverbrauch bestimmt. Schon existieren Tauschbörsen für Baupläne, ähnlich den Tauschbörsen für Musik und Filme, in denen kostenlos Designs für Objekte jeder Art heruntergeladen werden. Shapeways bietet ihren Kunden ebenfalls an, ihre Kreationen von anderen Usern bewerten zu lassen und die Blaupausen allen zur Verfügung zu stellen.

Links:
digitalproduction.com
mindsharing.de
mindsharing.de
mindsharing.de
neuerdings.com
shapeways.com
technologyreview.com
vertices.de

Der Boom der Nachrichtenportale

25. August 2008 2 Kommentare

Foto: Jarnes Cridland, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Jarnes Cridland, Flickr.com, CC-Lizenz
Eine Nachricht, die Zeitungsmacher sicherlich nicht gerne hören: Das Internet entwickelt sich immer weiter zum Leitmedium für aktuelle Nachrichten. Innerhalb von vier Jahren haben die Abrufe von tagesaktuellen News im Netz verdoppelt. Laut einer Schätzung nutzt in Deutschland jeder Fünfte den Computer als Informationsmedium. Dies belegt die Auswertung des Hightech-Verbands Bitkom: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden alleine die 20 populärsten News-Portale 2,4 Milliarden Mal angeklickt − eine Steigerung von 27,7 Prozent gegenüber zum Vorjahr. Ein Anzeichen, dass die sich Investitionen der Medienhäuser in das Internet lohnen.

Kommentar:
Der Trend zur Nachrichtenbeschaffung im Netz wird weiter voranschreiten. Spätestens wenn elektronisches Papier den Massenmarkt erreicht, steht die Tageszeitung aus Papier vor dem Aus.

Links:
bitkom.org

Get what you see

15. August 2008 0 Kommentare

Foto: Chellbie, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Chellbie, Flickr.com, CC-Lizenz
Sind wir doch mal ehrlich − Modezeitungen, wie Vogue, Elle und Co., sind nichts weiter als aufwendige Werbekataloge für schicke Modelabels. Diese Wahrheit hat die japanische Shopping Site „Nekore“ erkannt und daraus eine gelungene Dienstleistung gebastelt. Die Idee ist simpel: Hat man in einer Zeitschrift ein Kleidungsstück erspäht, dass man unbedingt besitzen will, gibt man einfach Titel der Zeitschrift, Seitenzahl und Position des Kleidungsstücks auf der „Nekore“ Shopping Seite ein. Den Rest übernimmt der Anbieter: Ist das Stück lieferbar, besorgen es die Nekore-Betreiber und schicken es dem Kunden nach Hause − mehr Service geht wirklich nicht. Nicht nur Frauen kommen in den Genuss des Angebots, auch die Herren der Schöpfung werden bedient − rund 17 Men’s Fashion Magazine sind bei „Nekore“ registriert.

Kommentar:
Die Idee macht das Shopping einfach. Wie oft sieht man ein stylishes Teil, welches aber in der eigenen Stadt nicht verfügbar ist. Diesem Frust setzt das Angebot ein Ende. Es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis das Beispiel aus Japan auch im Rest der Welt Schule machen wird.

Links:
nekore.com
urlfan.com

Der Handy-Friseur

9. August 2008 0 Kommentare

Foto: so-net.ne.jp
Foto: so-net.ne.jp
In Japan ist man immer etwas weiter, was die Integration von Technologie in das Alltagsleben betrifft. Dies belegt die neue Applikation „Hair Style“ von „So-Net Entertainment“. Mit der Handykamera schießt man ganz einfach ein Portraitfoto von sich, schickt es an die Website und wählt eine der angebotenen Trendfrisuren. Schnell bekommt man dann eine MMS, mit der neuen Haarpracht auf dem Haupt. Dazu bietet die Seite die neusten Trends aus der Coiffeurszene und liefert auch gleich eine Liste der Salons, bei dem man seine gewählte Frisur auch im echten Leben verpasst bekommt.

Kommentar:
Ein lustiges Spielzeug, das zielgerichtete Werbung erlaubt. Denn dank dem Tool sind die Nutzerinnen leicht dazu geneigt, die beworbenen Friseure aufzusuchen – schließlich wollen sie, dass die ausgewählte Frisur auch exakt umgesetzt wird.

Links:
en.wikipedia.org
so-net.ne.jp
so-net.ne.jp
trendbird.co.kr

Deine eigene Show!

7. August 2008 2 Kommentare

Foto: Marco Raaphorst, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Marco Raaphorst, Flickr.com, CC-Lizenz
Crowdsourcing ist in aller Munde. Jetzt setzt auch der Vater des Reality-TVs, John de Mol, auf die Klugheit der Massen und sucht mit ihrer Hilfe den neuen Straßenfeger. Auf der Plattform „Talpa Creative“, fordert Mol seit neuestem US-Bürger auf, hier ihre Ideen zu neuen Shows zu veröffentlichen. Jeden Monat werden die aktivsten und kreativsten User mit 500 US-Dollar belohnt. Wird eine Show, die auf einer eingestellten Idee beruht, produziert, wird dem Urheber das Konzept für 50.000 US-Dollar abgekauft.

Kommentar:
Ideengenerierung, durch die Beteiligung Externer im Sinne der Open Industry, ist nicht neu, gewinnt aber, mit der zunehmenden Ausweitung auf diversifizierte Branchen, massiv an Bedeutung. Die Unternehmen freut es: Anstatt Kreativ-Teams für die Generierung nutzloser Ideen zu zahlen, muss man bei diesem Geschäftsmodell nur benutzbares Material honorieren.

Links:
ad-hoc-news.de
images.zeit.de
talpacreative.com

Die virtuelle Umkleide

5. August 2008 0 Kommentare

Foto: awaseba
Foto: awaseba
Online-Shopping von Kleidungsstücken gestaltet sich oftmals schwierig: Obwohl gut und von allen Seiten fotografiert, weiß man nie so recht, ob das Teil auch zum eigenen Körper passt. Die japanische Softwarefirma „Avielon Co.“ hat sich dem Problem angenommen und präsentierte vor Kurzem die Software „Awaseba“. Um diese zu nutzen, müssen die User einen Account anlegen und ein Ganzkörperfoto hochladen. Mit diesem Abbild kann man dann die virtuelle Umkleidekabine besuchen und schauen, ob die ausgesuchten Klamotten auch passgenau sitzen. Mittlerweile nutzen verschiedene Onlineshops die Software. Dies hat einen entscheidenden Vorteil – die User müssen sich nur einmal ein Profil anlegen, um in den diversen Shops das Angebot nutzen zu können. Die Lizenzkosten belaufen sich gerade mal auf circa 4.000 Euro pro Jahr, ein Preis, den sich auch kleine Modeshops leisten können.

Kommentar:
Die Technik macht es möglich. Die virtuelle Umkleide wird sich sicherlich auch bald in Europa etablieren. Das Tool könnte einen entscheidenden Ausschlag für das Online-Shopping von Kleidungsstücken werden.

Links:
Avielan.co.jp
awaseba.com
dressingsim.com
trendish.de

Import/Export Informations-System

16. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Die Betreiber von „ImportGenius“ beweisen wieder einmal, dass es selbst in alten Branchen noch Marktlücken zu entdecken gibt. Importeure sind immer an Informationen interessiert, über welche Wege, zu welchen Preisen und mit welchen Unternehmen die Konkurrenz ihre Waren verschifft. Die Daten dazu sind – dank den Zollbehörden – schon lange Zeit öffentlich. Das Problem bisher war nur, die benötigten Daten aus der Infoflut auszulesen. Diesen Mangel entdeckten die Betreiber von „ImportGenius“ und schufen ein leicht zu bedienendes Interface, das auf Knopfdruck alle benötigten Daten ausspuckt. Für 399 US-Dollar monatlich bietet es beispielsweise den „ImportScan“ Service, der den Kunden den Zugang zu allen Daten zu jeder Lieferung, die seit 2006 in die US geschickt wurde ausspuckt: Produkttyp, Name und Adresse des Importeurs, Name und Adresse des Exporteurs, Datum der Grenzüberschreitung, Start- und Zielhafen, etc., etc.
Alle Daten wurden gewissenhaft von der Zollbehörde gesammelt, die Leistung von „ImportGenius“ besteht allein in der Programmierung des Interface. Auch das Ausspionieren direkter Konkurrenz wird ermöglicht. Mit dem Angebot „SupplySpy“ für monatlich 199 US-Dollar, werden dem Auftraggeber sämtliche Daten über die Lieferungen eines Importeurs oder Exporteurs geliefert. Mit diesen Daten lassen sich leicht Wettbewerbsvorteile der Konkurrenz ausmachen und dadurch eigenen Schwächen eliminieren.

Kommentar:
Das Beispiel zeigt, dass man nicht unbedingt eigene Daten und Informationen generieren muss, um satte Gewinne machen zu können. Manchmal reicht es einfach, den Zugang zu bereits Vorhandenem zu erleichtern.

Links:
buzinkay.net
einkauf-und-management.at
importgenius.com
techcrunch.com

Der Volksverlag

7. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Books, -DarrenHester, -Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Books, -DarrenHester, -Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Gegründet vor einem Jahr in Maryland setzt der Verlag „WEbook“ auf die Weisheit der Massen. Die Internetplattform ermöglicht es Autoren, Illustratoren und Lektoren, Hand in Hand an Buchprojekten zu arbeiten. Ob Thriller, Science-Fiction, Kurzgeschichten oder Kinderbücher – jegliche Buchprojekte sind erwünscht und können hochgeladen werden. Dabei kann entschieden werden, ob Projekte allen Usern, oder nur einer ausgewählten Gruppe von Menschen zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, die Arbeit an einem Buch, durch die Weisheit der Massen, erheblich zu vereinfachen. Liegt dann ein Buch in der Endfassung vor, kann es allen Usern zur Abstimmung vorlegt werden. Aus den Büchern mit den höchsten Bewertungen wählt dann ein Team von „WEbook“ diejenigen aus, die verlegt werden. Die Veröffentlichung ist für die Autoren umsonst, von jedem verkauften Buch, erhält er 50 Prozent vom Gewinn. Jährlich will der Verlag drei bis fünf Bücher veröffentlichen und hofft dabei unerkannte Talente zu entdecken.

Kommentar:
Ein gelungenes Crowdsourcing Projekt. Über die Intelligenz der Massen an Bücherwürmern läßt sich leicht bestimmen, ob ein Buch das Zeug zum Bestseller hat. Sicherlich dürfen wir von diesem Verlag einige spannende Werke erwarten. Und auch einige schon bekannte Autoren werden es sich sicherlich überlegen, ob sie in Zukunft nicht bei diesem Verlag veröffentlichen, den 50 Prozent vom Gewinn zahlt kaum ein anderer Verlag.

Links:
coolbusinessideas.com
crunchbase.com
jwikert.typepad.com
webook.com
teleread.org

Das Bier der Massen

30. Juni 2008 6 Kommentare

Foto: Beers,-Tanakawho,-Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Beers,-Tanakawho,-Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Crowdsourcing avanciert zu einem zukunftsweisenden Geschäftsmodell. Ob Fußballvereine, Basketballmannschaften oder Musiksender – die Unternehmen, die auf die Investitionen und die Intelligenz von Menschenmassen setzen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Jetzt gibt es auch die erste Brauerei, die das Startkapital auf diese Weise gewinnen will.
Das englische Unternehmen „BeerBankroll“ möchte 50.000 Mitglieder gewinnen, um eine Brauerei und einen dazugehörigen Pub zu eröffnen. Umgerechnet muss jedes neue Mitglied 50 US-Dollar einzahlen um, im Gegenzug, ein Mitspracherecht bei der Unternehmensführung und -gestaltung zu erhalten. Falls die Brauerei einst erfolgreich wird, sollen die Gewinne in drei Kanälen ausgeschüttet werden. Ein Teil geht – in Form von Punkten – an die Mitbesitzer der Brauerei, die sich dafür Brauereiprodukte ordern können. Ein zweiter Teil fließt zurück ins Unternehmen, damit expandiert werden kann und der dritte Teil der Gewinne soll für wohltätige Zwecke eingesetzt werden.
In Neuseeland gibt es ähnliche Ambitionen – „OurBrew“ möchte ebenfalls ein eigenes Bier auf dem Markt bringen, aber anstatt selber eine eigenen Brauerei aufzubauen, arbeitet das Start-up mit bereits existierend Brauereien zusammen.

Kommentar:
Crowdsourcing ist zurzeit groß in Mode. Die Zukunft wird zeigen, ob sich das Model für jegliche Art von Unternehmungen eignet. Ob eine Bierbrauerei der Massen ein Erfolg wird, bleibt zumindest spannend. MindSharing wird weiter berichten.

Links:
beerbankroll.com
best-practice-business.de
ourbrew.co.nz
trendhunter.com

Eine Wolke mit 60.000 Prozessoren

16. Juni 2008 0 Kommentare

Foto: Puroticorico, Flick.com, CC-Lizenz
Foto: Puroticorico, Flick.com, CC-Lizenz
Das EU Grid Computing Projekt „Enabling Grids for E-sciencE“ (EGEE) umfasst mittlerweile 250 Standorte in 48 Ländern, die insgesamt 60.000 Prozessoren und rund 20 Petabyte an Speicherplatz zur Verfügung stellen. Miteinander verbunden ergibt das einen der größten, virtuellen Superrechner der Welt.
Genutzt wird der Rechner von rund 8.000 Wissenschaftler, die täglich rund 150.000 Anfragen an die Computerwolke richten. Ein automatischer „Resource Broker“ übernimmt dabei die Zuweisung der Rechenkraft.
Eine der Aufgabe, dieser Rechnerwolke ist es, die unglaublichen Datenmassen des neuen, weltgrößten Teilchenbeschleunigers, dem „Large Hadron Collider“ (LHC) des CERN, in der Nähe von Genf, auszuwerten. Im Jahr soll dieser circa. 15 Petabyte an Daten liefern.

Kommentar:
Oft scheitert die Forschung an den Datenmenge, die sie generiert. Cloud Computing scheint eine der möglichen Antworten auf das Problem. In Zukunft wird der Trend zur Vernetzung weiter anhalten. Und es bleibt vielleicht nur eine Frage der Zeit, wann eine Lösung auf den Tisch gebracht wird, wie sich die privaten PC, die heute in jedem Haushalt vorhanden sind, zu einem weltumspannenden Rechner verbinden lassen.

Links:
de.wikipedia.org
eu-egee.org
fzk.de
mindsharing.de
newscologne.wordpress.com
next-blog.de
pcwelt.de

Geldanlage Web-Adresse

4. Juni 2008 5 Kommentare

Foto: Kanko, flickr.com, CC-Lizenz
Foto: Kanko, flickr.com, CC-Lizenz
Vor kurzem machte der Verkauf der Domain „Pizza.com“ Schlagzeile. Der Webdesigner Chris Clark kaufte 1994 für einen potenziellen Kunden die Web-Adresse für 20 US-Dollar. Der Kunde sprang ab, Clark behielt die Domain. Als er 2006 hörte, dass ein Wodka-Produzent für die Adresse „vodka.com“, tief in die Tasche griff, beschloss er auch seine Domain zu versteigern. Im April 2008 war es dann soweit und der erzielte Betrag raubte ihm den Atem. Für Pizza.com erhielt er 2,65 Millionen US-Dollar.
Eine Geschichte, wie aus den Anfängen des Internets. Aber auch für Investoren lohnt die Investition in Domains. Als die Amerikaner Jake Winebaum und Sky Dayton 1999 die Domain „business.com“ für 7,5 Millionen US-Dollar kauften wurden sie belächelt. Als sie sie 2007 an das Unternehmen RR Donnelly für geschätzte 350 Millionen US-Dollar verkauften, wich dem Lachen ein atemlosen Staunen.
So wird sich in Zukunft wahrscheinlich eine neue Berufsgruppe herausbilden, die sich ganz und gar auf den Handel mit Domains spezialisiert – die Domain-Broker. Und vielleicht sollte man bei den Turblenzen auf den Aktienmärkten, die Altersvorsorge mit einer namenhaften Domain ergänzen.

Kommentar:
Ein guter Name ist immer viel Wert. Das gilt auch im Internet. So ist es nicht verwunderlich, das heute schon für Domains Rekordpreise gezahlt werden. Und dieser Trend wird weiterhin andauern. So lohnt die frühzeitige Investition.

Links:
business.com
digital-world.de
domainbroker.de
domster.com
gulli.com
pizza.com
vodka.com
zdnet.de