Import/Export Informations-System

16. Juli 2008, 08:00 Uhr RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback

Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
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Die Betreiber von „ImportGenius“ beweisen wieder einmal, dass es selbst in alten Branchen noch Marktlücken zu entdecken gibt. Importeure sind immer an Informationen interessiert, über welche Wege, zu welchen Preisen und mit welchen Unternehmen die Konkurrenz ihre Waren verschifft. Die Daten dazu sind – dank den Zollbehörden – schon lange Zeit öffentlich. Das Problem bisher war nur, die benötigten Daten aus der Infoflut auszulesen. Diesen Mangel entdeckten die Betreiber von „ImportGenius“ und schufen ein leicht zu bedienendes Interface, das auf Knopfdruck alle benötigten Daten ausspuckt. Für 399 US-Dollar monatlich bietet es beispielsweise den „ImportScan“ Service, der den Kunden den Zugang zu allen Daten zu jeder Lieferung, die seit 2006 in die US geschickt wurde ausspuckt: Produkttyp, Name und Adresse des Importeurs, Name und Adresse des Exporteurs, Datum der Grenzüberschreitung, Start- und Zielhafen, etc., etc.
Alle Daten wurden gewissenhaft von der Zollbehörde gesammelt, die Leistung von „ImportGenius“ besteht allein in der Programmierung des Interface. Auch das Ausspionieren direkter Konkurrenz wird ermöglicht. Mit dem Angebot „SupplySpy“ für monatlich 199 US-Dollar, werden dem Auftraggeber sämtliche Daten über die Lieferungen eines Importeurs oder Exporteurs geliefert. Mit diesen Daten lassen sich leicht Wettbewerbsvorteile der Konkurrenz ausmachen und dadurch eigenen Schwächen eliminieren.

Kommentar:
Das Beispiel zeigt, dass man nicht unbedingt eigene Daten und Informationen generieren muss, um satte Gewinne machen zu können. Manchmal reicht es einfach, den Zugang zu bereits Vorhandenem zu erleichtern.

Links:
buzinkay.net
einkauf-und-management.at
importgenius.com
techcrunch.com

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