Monatsarchiv für Juli 2008

Charterflug zur ISS

30. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: Richard Garriott
Foto: Richard Garriott
Das Weltraumtourismusunternehmen „Space Adventures“ hat einen neuen Megadeal in der Tasche. Es hat mit der russischen Raumfahrtbehörde (RKA) einen Deal ausgehandelt. Anstatt, wie im Jahre 2001, einen einzelnen Platz in einem Raumschiff zu buchen – den damals der US-amerikanische Millionär Dennis Tito für 20 Millionen US-Dollar buchte – charterte das Unternehmen nun ein gesamtes Raumschiff. Der Flug ist für 2011 geplant. Von da an will „Space Adventures“ jedes Jahr einen solchen Flug zur Raumstation durchführen.
Schon jetzt ist die Warteliste für dieses Angebot lang wie prominent. Ganz vorne dabei ist Richard Garriott. Der berühmte Gamedesigner der „Ultima“-Serie zahlte für seinen Ausflug rund 35 Millionen US-Dollar. Einen Teil des Ticketpreises hat er aber schon wieder eingenommen, im Auftrag von privaten Firmen wird er an Bord der ISS Experimente durchführen.

Kommentar:
Es wird immer deutlicher − der Aufbruch in das Weltall hat begonnen. Aber auch ein anderer Trend macht sich am Beispiel des Raumfahrers Garriott deutlich. Bisher konnten fast nur staatliche Wissenschaftler im All experimentieren. In Zukunft werden auch private Forschungseinrichtungen in der Lage sein, in der Schwerelosigkeit Versuche durchzuführen. Eine spannende Forschungsreise beginnt.

Links:
focus.de
nasawatch.com
mindsharing.de
mindsharing.de
ptdmagazine.com
spaceref.com
thespacereview.com

Die Zehn-Minuten-Entziehung

28. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: asplosh, Flickr.com CC-Lizenz 2.0
Foto: asplosh, Flickr.com CC-Lizenz 2.0
Eine kleine Sensation aus den USA. Forschern der University of California ist es gelungen alkoholsüchtige Ratten mit körpereigenen Substanzen innerhalb von Minuten von ihrer Sucht zu befreien. Selbst nachdem die Forscher den Ratten, nach ihrer Entziehung, erneut Alkohol verabreichten, wurden diese nicht sofort rückfällig. Ein besonderer Erfolg – die hohe Rückfallquote ist eines der Hauptprobleme bei Alkoholismus.
Schlüssel für die schnelle Entziehungskur ist die Substanz GDNF (glial cell line-derived neurothropic factor). Der Stoff spielt bei der Entwicklung von Nieren, Motoneuronen im Rückenmark und Nervenzellen des Nervensystems eine entscheidende Rolle. Diese Substanz spritzten die Forscher den Ratten in einen Bereich des Hirns der eine zentrale Rolle bei Alkoholsucht spielt: das ventrale tegmentale Areal (VTA), einem Gebiet im Teil des Mittelhirns. Dort angelangt entfaltet GDNF seine ausnüchternde Wirkung. Aufgrund dieser Erkenntnisse erhoffen sich die Forscher, eine erfolgreiche Therapie für alkoholkranke Menschen entwickeln zu können.

Kommentar:
Unter Alkoholproblemen leiden Millionen von Menschen. Eine Therapie, wie sie die Forschungsergebnisse versprechen, könnte enormes Leid ausmerzen und vielen Menschen das Leben retten. Hoffen wir, dass sich die Erkenntnisse schnell auf den Menschen übertragen lassen.

Links:
news.bbc.co.uk
pnas.org
spiegel.de
welt.de

Waschen (fast) ohne Wasser

25. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: marcoPapale.com, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: marcoPapale.com, Flickr.com, CC-Lizenz
Britischen Forschern ist es gelungen eine Waschmaschine zu konstruieren, die pro Waschgang gerade mal eine Tasse Wasser verbraucht – eine normale Waschmaschine verbraucht im Gegensatz gut 40 Liter. Wird das Verfahren einst markttauglich, ließen sich so gut 98 Prozent des Waschwasserverbrauchs einsparen.
Kernstück des neuen Verfahrens ist ein spezielles Plastikgranulat, welches in der Lage ist den Schmutz und Staub aus der Wäsche zu lösen und zu binden. Aufgrund der Materialeigenschaften kann das Granulat für rund hundert Wäschen genutzt werden, so die Forscher. Angeblich lassen sich mit dem neuen Material selbst widerspenstige Flecken, wie beispielsweise von Kaffee oder Lippenstift aus den Textilien lösen, so Stephen Burkinsaw, Professor für Textilchemie an der Universität von Leeds. Um seine Erkenntnisse auch auf den Markt zu bringen, gründete der Professor 2007 die Firma „Xeros“.
Weitere Vorteile des Verfahrens: Die Wäsche kommt fast trocken aus der Maschine – Trockner werden überflüssig. Auch sind im Granulat keine krebserregenden Lösungsmittel, wie sie bei der chemischen Reinigung eingesetzt werden.

Kommentar:
Bei dem zunehmenden Wassermangel, wäre die Marktreife dieses Waschverfahrens dringend nötig. Auch zeigt es, wie die Materialwissenschaften helfen können eine bessere Zukunft zu schaffen. Mehr davon!

Links:
blog.science-meets-society.com
das-energieportal.de
newscologne.wordpress.com
gizmodo.de
wir-klimaretter.de
xerosltd.com

Das dritte iPhone?

23. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: swruler9284, Flickr.com, CC-Lizenz
Foto: swruler9284, Flickr.com, CC-Lizenz
Gerade ist das iPhone 2.0 auf den Markt, da werden schon Gerüchte über die Version 3.0 laut. Angefeuert wurde die Gerüchteküche durch ein Patent, das Apple bereits angemeldet hat − das „Dual sided trackpad“, eine durchsichtige Fläche, die von beiden Seiten als Touchpad fungiert. Schon vermuten einige, dass das nächste iPhone ein Klapphandy wird. Da die Fläche durchsichtig ist, kann man auch das Telefon in gewohnter Weise behandeln: Klappt man es auf, kann man die Menüs bedienen und versperrt sich nicht die Sicht auf das Display. Auch hört man schon Gerüchte über ein iPhone Nano, einer Art kleiner Bruder für das iPhone. Bestimmt kann man bald einige neue spannende Design-Schmankerl aus dem Hause Apple erwarten.

Kommentar:
Technisch gibt es viele Handys, die dem iPhone das Wasser reichen können, es ist das Design, das den Erfolg ausmacht. Und mit dem Patent des beidseitigen Touchscreens beweist Apple, dass es in Sache Interfacegestaltung der Konkurrenz immer eine Nasenspitze voraus ist.

Links:
chip.de
macazin.de
netzwelt.de
unwiredview.com
unwiredview.com
unwiredview.com

Die Revolution des Daumenkinos

21. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: cambodia4kids, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: cambodia4kids, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Eine schöne Idee aus Köln: Um Sabine Klars Filme anzuschauen, braucht man keinen Strom – nur einen gesunden Daumen. Die Wahlkölnerin sorgt gerade für ein Revival des Daumenkinos.
Als private Einladung, kreatives Give-away oder ungewöhnlicher Werbefilm – die kleinen Streifen beeindrucken. Anfangs erstellte sie die ersten Prototypen noch am Fotokopierer in einem Copyshop, mittlerweile hat sie einen eigenen Verlag gegründet, der die Wünsche und Ideen der Kunden zu den bewegten Bildern auf Papier umsetzt. Ein Daumenkino-Unikat gibt es schon ab 60 Euro, bei größeren Auflagen, fällt der Preis auf ein paar Euro pro Exemplar.

Kommentar:
Und wieder einmal wird bewiesen, dass sich aus Altem und Bekannten – umgesetzt auf die Bedürfnisse der Gegenwart – brillante Geschäftsidee entwickeln lassen. Das personalisierte Daumenkino fasziniert jeden, der es in den Finger abspielt. Und als kreative Werbung beeindruckt der Fingerfilm ebenso.

Links:
blog.pictureshuttle.com
fingerfilme.de
la-garda.de

Abholzen – der Umwelt zuliebe

18. Juli 2008 1 Kommentar

Foto: crowt59, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: crowt59, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Die exzessive Freisetzung von Kohlendioxid durch die intensive Nutzung fossiler Brennstoffe ist die Hauptursache der Erderwärmung. Jetzt haben zwei Wissenschaftler der Universität Greifswald einen einfachen wie effektiven Plan vorgestellt, diesem Problem Herr zu werden. Fritz Scholz und Ulrich Hasse haben in einem Essay in der Fachzeitschrift “ChemSusChem” die Idee publik gemacht, zusätzliche Wälder anzupflanzen, die durch Fotosynthese CO2 binden.
Damit das eingefangene CO2 nicht wieder entkommt, dürften die Pflanzen aber weder verbrannt, noch kompostiert werden. Daher haben die zwei Forscher vor, die Pflanzen „verschwinden“ zu lassen – sie wollen sie einfach vergraben. Als möglichen Lagerraum haben sie stillgelegte Braunkohlegruben und andere Bergbaustätten angedacht. Abgeschnitten von der Luftzufuhr, würden das Holz der verbuddelten Bäume nicht verrotten und könnte später auch wieder genutzt werden, so die Forscher. Auch Pläne zur Finanzierung haben die Forscher parat: Durch eine zusätzliche Steuer von 0,11 Cent pro Liter Benzin oder 0,003 Cent pro Kilowattstunde Strom ließen sich die benötigte Fläche aufforsten.

Kommentar:
Während sich andere Ideen zur Bindung von Kohlendioxid – wie beispielsweise das CO2 in Ozeane zu pumpen – als technisch unmöglich, zu kostenintensiv oder ökologisch problematisch erweisen ist die Idee der Greifswalder Forscher einfach wie kostengünstig.
Diese Wälder sollten in Ländern entstehen, welche die dafür benötigte Fläche und Lagerstätten zur Verfügung stellen können, während Länder, die zu den Hauptnutzern der fossilen Brennstoffe gehören, den Aufwand dafür zahlen würden. Es entstünde ein globaler Wandel, der für alle Menschen nützlich wäre.

Links:
pro-physik.de
rhombos.de
sciencedaily.com

Import/Export Informations-System

16. Juli 2008 0 Kommentare

Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: tomsaint11, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Die Betreiber von „ImportGenius“ beweisen wieder einmal, dass es selbst in alten Branchen noch Marktlücken zu entdecken gibt. Importeure sind immer an Informationen interessiert, über welche Wege, zu welchen Preisen und mit welchen Unternehmen die Konkurrenz ihre Waren verschifft. Die Daten dazu sind – dank den Zollbehörden – schon lange Zeit öffentlich. Das Problem bisher war nur, die benötigten Daten aus der Infoflut auszulesen. Diesen Mangel entdeckten die Betreiber von „ImportGenius“ und schufen ein leicht zu bedienendes Interface, das auf Knopfdruck alle benötigten Daten ausspuckt. Für 399 US-Dollar monatlich bietet es beispielsweise den „ImportScan“ Service, der den Kunden den Zugang zu allen Daten zu jeder Lieferung, die seit 2006 in die US geschickt wurde ausspuckt: Produkttyp, Name und Adresse des Importeurs, Name und Adresse des Exporteurs, Datum der Grenzüberschreitung, Start- und Zielhafen, etc., etc.
Alle Daten wurden gewissenhaft von der Zollbehörde gesammelt, die Leistung von „ImportGenius“ besteht allein in der Programmierung des Interface. Auch das Ausspionieren direkter Konkurrenz wird ermöglicht. Mit dem Angebot „SupplySpy“ für monatlich 199 US-Dollar, werden dem Auftraggeber sämtliche Daten über die Lieferungen eines Importeurs oder Exporteurs geliefert. Mit diesen Daten lassen sich leicht Wettbewerbsvorteile der Konkurrenz ausmachen und dadurch eigenen Schwächen eliminieren.

Kommentar:
Das Beispiel zeigt, dass man nicht unbedingt eigene Daten und Informationen generieren muss, um satte Gewinne machen zu können. Manchmal reicht es einfach, den Zugang zu bereits Vorhandenem zu erleichtern.

Links:
buzinkay.net
einkauf-und-management.at
importgenius.com
techcrunch.com

Neue Gärten braucht das Land

14. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Susie, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Susie, Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Ein neuer Trend erreicht uns aus Australien – die Neuauflage der städtischen Nutzgärten. Biofood und umweltfreundliches Verhalten ist Trend, gleichzeitig steigen die Lebensmittelpreise in astronomische Höhen – da verwundert es nicht, dass die Menschen den Wert des eigenen Gartens neu entdecken. Schließlich kann das eigene Grün nicht nur einen Ort der Entspannung bieten, sondern auch die Speisekammer kostengünstig und umweltschonend bereichern.
In Australien zeigt die die Initiative „Permablitz“ wie es gemacht wird: Auf Wunsch der Gartenbesitzer rund um Melbourne, erstellt die Gruppe in Seminaren Pläne, wie sich der Boden ganzjährig nutzen lässt. Ziel ist es, den urbanen Boden für die Lebensmittelgewinnung zurückzuerobern und somit weniger unter den steigenden Lebensmittelpreisen leiden zu müssen. Die Bewegung arbeitet bis jetzt ausschließlich auf freiwilliger Basis, aber man ist auch an einer Ausweitung des Angebots, gefördert durch Sponsoren, nicht abgeneigt.

Kommentar:
Eine gelungene Idee! Zwar besitzen die wenigsten Großstadtbewohner einen eigenen Garten, aber mit dem zunehmenden Trend zum Schrebergarten entdecken die Städter auch den Vorteil eines Nutzgartens. Und viele der essbaren Pflanzen treiben auch wunderschöne Blüten, wie beispielsweise die Petersilie oder die Kartoffel.

Links:
landscaping.at
mindsharing.de
permablitz.net
treehugger.com

Video:

Open Source goes Fashion

11. Juli 2008 0 Kommentare

Während der Begriff des Open Source in der IT-Welt bereits ein gängiger Begriff ist, dürfte er in der Modewelt noch recht unbekannt sein. Jetzt macht sich ein Berliner Modelabel daran, den Ausdruck auch Catwalk-fähig zu machen. Gegründet 2007 von den Designern Frans Prins und Cecilia Palmer, will das Unternehmen „Pamoyo“ umweltgerechte und stylische Klamotten kreieren. Die Baumwolle ist umweltfreundlich angebaut und für jedes verkaufte Bekleidungsstück fließen zwei Euro in soziale Projekte.
Aber damit nicht genug – ökologisches Bewusstsein zeigen bereits auch andere Modelabels, das Besondere an „Pamoyo“ ist, dass alle Designs unter der „Creative Commons“ Lizenz veröffentlicht werden. Das heißt, dass jeder der sie nutzen will, dazu die Erlaubnis hat. Dies soll zum einen dafür sorgen, dass sich die Pamoyo Designs auch außerhalb des eigenen Labels verbreiten – schnell kann man beispielsweise die Muster und Grafiken downloaden und auf eigene T-Shirts drucken – zum anderen soll das Lizenzmodel Designer und Grafiker animieren eigene Entwürfe Pamoyo zur Verfügung zu stellen.

Kommentar:
Es bleibt abzuwarten, wie viel Designs von Pamoyo bald bei Spreadshirt zu finden sind. Das Unternehmen setzt mit seiner Ausrichtung auf zwei Schwarmtrends, dem der LOHAS und der Open Source Bewegung. Damit beweist Pamoyo, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Es wird sich zeigen, ob sich damit auch Gewinne generieren lassen.

Links:
berlindesignblog.de
karmakonsum.de
konsumguerilla.net
pamoyo.com

Wasser aus der Luft

9. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Xziex Press Release
Foto: Xziex Press Release
Die US-amerikanische Firma „Xziex“ verspricht eine revolutionäre Art der Wassergewinnung. Ihre Wassergeneratoren sollen der Umgebungsluft effektiv die Feuchtigkeit entziehen und so Trinkwasser, zum Preis von 1 bis 2 US-Cents, generieren.
Das Verfahren dazu ist schon lange bekannt und beruht auf Kondensation. Bisherige Anwendungen verbrauchten dabei aber soviel Strom, dass das gewonnen Wasser einfach zu teuer war. Laut Versprechungen des Herstellers „Xziex“ sei dies, bei ihren Produkten, nicht der Fall.
Die Markteinführung in Europa steht kurz bevor, es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen hält, was es verspricht. Ein weiteres Unternehmen, dessen „Atmosphärische Wassergeneratoren“ sich bereits im Irak Krieg beweisen konnten, kommt von der Firma „Aqua Science“. Ihre Anlage ist aber so groß wie ein LKW-Hänger und daher nicht für den privaten Gebrauch gedacht. Laut Hersteller kann diese Produktionseinheit täglich Wasser für 3.000 Menschen zur Verfügung stellen.

Kommentar:
Arbeitet das System kostengünstig, käme dies einer kleinen Revolution gleich. Schon ist das amerikanische Militär interessiert, schließlich verschlingt allein der Transport von Trinkwasser in die Kriegsgebiete Millionen und ist logistisch aufwendig. MindSharing wird diese Technologie im Auge behalten und weiter berichten.

Links:
aquasciences.com
en.wikipedia.org
prlog.org
wasserausluft.de
xziexwater.com

Der Volksverlag

7. Juli 2008 2 Kommentare

Foto: Books, -DarrenHester, -Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Foto: Books, -DarrenHester, -Flickr.com, CC-Lizenz 2.0
Gegründet vor einem Jahr in Maryland setzt der Verlag „WEbook“ auf die Weisheit der Massen. Die Internetplattform ermöglicht es Autoren, Illustratoren und Lektoren, Hand in Hand an Buchprojekten zu arbeiten. Ob Thriller, Science-Fiction, Kurzgeschichten oder Kinderbücher – jegliche Buchprojekte sind erwünscht und können hochgeladen werden. Dabei kann entschieden werden, ob Projekte allen Usern, oder nur einer ausgewählten Gruppe von Menschen zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, die Arbeit an einem Buch, durch die Weisheit der Massen, erheblich zu vereinfachen. Liegt dann ein Buch in der Endfassung vor, kann es allen Usern zur Abstimmung vorlegt werden. Aus den Büchern mit den höchsten Bewertungen wählt dann ein Team von „WEbook“ diejenigen aus, die verlegt werden. Die Veröffentlichung ist für die Autoren umsonst, von jedem verkauften Buch, erhält er 50 Prozent vom Gewinn. Jährlich will der Verlag drei bis fünf Bücher veröffentlichen und hofft dabei unerkannte Talente zu entdecken.

Kommentar:
Ein gelungenes Crowdsourcing Projekt. Über die Intelligenz der Massen an Bücherwürmern läßt sich leicht bestimmen, ob ein Buch das Zeug zum Bestseller hat. Sicherlich dürfen wir von diesem Verlag einige spannende Werke erwarten. Und auch einige schon bekannte Autoren werden es sich sicherlich überlegen, ob sie in Zukunft nicht bei diesem Verlag veröffentlichen, den 50 Prozent vom Gewinn zahlt kaum ein anderer Verlag.

Links:
coolbusinessideas.com
crunchbase.com
jwikert.typepad.com
webook.com
teleread.org

Future Research 07.2008

4. Juli 2008 0 Kommentare

Der Future Research 07.2008 steht zum Download bereit. Einfach kostenlos anmelden und downloaden.

Inhalte dieser Ausgabe:

  • Eine Klasse für sich
    Drei Ts für die kreative Wirtschaft.
  • Das Beste aus dem Blog

Wie immer würden wir uns über zahlreiches Feedback an futureresearch@mindsharing.de freuen.

Viel Spaß beim Lesen.