Macht es wie die Bienen

13. Dezember 2007, 08:00 Uhr RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback

Foto: Maren Beßler, pixelio.de
Foto: Maren Beßler, pixelio.de
Die Schwarmintelligenz der Bienen gilt an dem Georgia Institute of Technology als großes Vorbild. Ohne zentrale Kommandostelle sorgen die Drohnen für den stetigen Nachschub an Honig für Volk und Königin. Alle Bienen sind ständig im Einsatz, nie liegt eine auf den faulen Flügen − ein Beispiel für äußerste Effizienz.
Diese Leistungsfähigkeit resultiert aus dem Kommunikationssystem der Bienen, dem Bienentanz, mit dem sich die Bienen untereinander ständig über alles neue, wie den nächstliegenden Honigvorkommen auf dem Laufenden halten. Die amerikanischen Forscher erhoffen sich durch die Adaption die Leistung von Servern erheblich zu verbessern. So haben ein Bienenstock und ein Netz aus Servern einiges gemeinsam: Beide müssen sich auf stetig wechselnde Bedingungen einrichten. Bei den Bienen ist es das wechselnde Wetter, die verschiedenen Ernteflächen und -vorkommen für den Honig, bei Servern sind es die unterschiedlichen Nutzer- und Leistungsanfragen. Oftmals übernimmt ein einzelner Server auch nur eine Aufgabe. Das bedeutet, das bei wenigen Anfragen der Server im Leerlauf arbeitet, während er bei steigenden Anfragen schnell überlastet ist. Würde ein Netzwerk aus Servern, Aufgaben und Anfragen ähnlich kommunizieren und aufteilen wie die Bienen, ließe sich die Leistung von Serverfarmen um 4 bis 25 Prozent steigern, so der Bericht auf Physorg.com.

Kommentar:
Besser im Schwarm als allein: Von dem relativ neuen Forschungsfeld der Biomimetik − der Art und Weise, wie sich biologische Prinzipien auf Design und Technik übertragen lassen − lassen sich in Zukunft auf sämtlichen Gebieten, wie der Kommunikationstechnik, der Medizin und dem Ingenieurswesen spannende Ergebnisse erwarten.

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