Schnell wie der Blitz
11. Dezember 2007, 08:00 Uhr RSS 2.0, Kommentar schreiben, TrackbackDer englische Autobauer Lightning läutet das endgültige Ende der
Benzinmotoren ein.
Auch wenn schon seit Jahren über die Vorteile von Elektroautos diskutiert wird, so richtig populär wurden die leisen Autos nie. Zu langsam, zu leistungsschwach waren die Motoren, zu lange die Ladezeit der Batterieblöcke. Mit gleich zwei Innovationen will der britische Automobilhersteller Lightning das nun ändern und stellt stolz die nächste Generation von Elektroautos vor – den „Lightning GT“. Einen Muskelprotz, der es in sich hat: 700 PS beschleunigen die aus Kevlar und Kohlefasern gefertigte Karosse in vier Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die erste Besonderheit, die dies möglich macht, sind die vier Radnarbenmotoren, die direkt an den Rädern angebracht sind. Einen zentralen Motorblock sucht man vergebens, unter der Motorhaube befindet sich ein zusätzlicher Kofferraum.

Die auf Nanotechnologie beruhende Technologie, die diese Akkus möglich macht, kommt von der erst sieben Jahren alten, amerikanischen Firma „Altairnano“. Das Unternehmen verblüffte mit Ergebnissen in der Material- und Nanotechnologie und arbeitet dank ihrer Erfolge eng mit alteingesessenen Unternehmen, wie dem Automobilhersteller General Motors und Phoenix, sowie dem Militär zusammen.
So hat diese Technik ihren Preis: der Lightning GT kostet rund 220.000 Euro. Kein Schnäppchen, aber man spart auch jede Menge Sprit: bei einem vergleichbaren, Super-saufenden Sportwagen und 20.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr sind das rund 15.000 Euro.
Aber das ist erst der Anfang: schon erprobte man Akkus und Radnarbenmotoren erfolgreich in einem Mini – der Massenmarkt ruft.
Kommentar:
Die Daten des Lightning GTs überzeugen selbst eingefleischte Motorsport-Fans. Es bleibt nur eine Frage der Zeit, bis der erste Formel-Eins-Wagen seine Benzin-Brüder das Fürchten lehren wird. Es dauert halt eine Technologie zur Marktreife zu bringen. Schließlich darf man den jahrzehntelangen Vorsprung des Benzinmotors nicht außer Acht lassen. Sicherlich haben auch die Unsicherheiten und steigende Preise der fossilen Brennstoffe ihren Teil dazu beigetragen, die Forschungen nach Alternativen zu beschleunigen. Und sofern eines Tages unser Strom aus regenerativen Quellen fließt, rückt der Traum einer komplett abgasfreien Autowelt ein Stück näher.
Links:
www.altairnano.com
www.lightningcarcompany.com
www.manager-magazin.de
Rollende Landstraße - Dem Fahrer und der Umwelt zu Liebe

Am 21. Dezember 2007 um 18:39 Uhr
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