Virtuelle Schönheits-OPs

17. Oktober 2007, 08:00 Uhr RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback

Foto: Pixelio.de: Penneloni
Foto: Pixelio.de: Penneloni
Schönheitsoperationen sind immer noch ein fraglicher Trend. Immer mehr Menschen legen sich unter das Messer, um ihrer Vorstellung von Schönheit näher zu kommen. Oft aber sind die Resultate nicht zufriedenstellend, in manchen Fällen sogar fatal. Schon jetzt denken diverse Krankenkassen darüber nach, die Folgekosten von missglückten Eingriffen nicht mehr zu übernehmen – schließlich hat man die gesundheitlichen Folgen selbst verschuldet.
Wer sich noch unsicher ist, ob er Skalpell und Tupfer an Brust, Nase oder Po lassen soll, kann sich jetzt Dank der Gratissoftware von MyBodyParts, die möglichen Resultate anzeigen lassen. Einfach ein Bild der zu „bearbeitenden“ Körperteile hochladen und rumprobieren – alles ganz schmerzfrei. Und falls man sich zwischen zwei oder drei Nasenmodellen nicht entscheiden kann, stellt man die Ergebnisse im Forum zu Schau und lässt sich nach dem Crowdsourcing-Prinzip durch die MyBodyParts-Gemeinde bewerten. Und auch wenn man nicht ernsthaft über eine OP nachdenkt, machen die Doktorspiele am eigenen, virtuellen Körper einen riesen Spaß.

Kommentar:
Das Angebot ist eine nützliche Anwendung. Waren die Ergebnis einer Schönheits-Op für die Patienten oft nicht vorstellbar, werden sie nun sichtbar gemacht. Das kann Erwartungshaltungen korrigieren und vor Enttäuschungen bewahren. Und vielleicht lernt man ja Dank der Spielerei am Rechner einfach seine eigene Schönheit zu schätzen – denn ihr wisst ja, wo die eigentliche Schönheit herkommt.

Eine Reaktion zu “Virtuelle Schönheits-OPs”

  1. Christoph

    Das es gratis ist, schön und gut. Doch schützen vor Kuhrfuschern tut es leider im Endeffekt auch nicht. Ob die neue Knollnase nachher wirklich so aussieht?! Man weiß es nicht. Allerdings ist die Idee seine Schönheit bewerten zu lassen nicht grade neu und wird schon seit einigen Jahren von z.B. der Seite “Hot or Not” zelebriert. Ein Combipacket von “wie finden mich die Leute jetzt” und “wie finden mich die Leute vielleicht nach meiner OP” wäre im gegenzug schon ein sehr belustigender oder frustrierender vergleich. Das wäre mal ein Mashup im Web 2.0 Stil.

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