“Rollende Landstraße” – dem Fahrer und der Umwelt zu Liebe.

17. September 2007, 16:51 Uhr RSS 2.0, Kommentar schreiben, Trackback

Das österreichische Unternehmen “Rail Cargo Austria”, wie auch das schweizer Unternehmen “SBB Cargo” bieten es an: die Kombination von Schienen- und Straßenverkehr.

Foto: www.oebb.at
Foto: www.oebb.at
Komplette Lastwagen bzw. Sattelschlepper aller Art werden auf der Schiene auf Spezialwagen mit durchgehend niedriger Ladefläche transportiert. Die LKW-Fahrer reisen in einem Sitz- oder Liegewagen mit. Der Vorteil der “rollenden Landstraße” liegt darin, dass die Fahrerruhezeiten ohne Transportunterbrechung eingehalten, vor allem aber auch Treibstoffverbrauch und Betriebskilometer reduziert werden. Weiter werden Stauwartezeiten vermieden und spezielle Investitionen beim Straßentransporteur, wie z.B. Maut, fallen nicht an. Die Einschränkungen wie Nacht-/Sonntagsfahrverbot beim Bahntransport gelten bei der “rollenden Landstraße” nicht.

Kommentar:
Dieses Konzept ist in meinen Augen zukunftsweisend: es schont die Umwelt, vermindert Unfälle durch übermüdete Lastwagenfahrer und befreit die Landstraßen vom hohen Aufkommen an LKWs (verursacht durch die seit 1. Januar 2005 anfallende Maut). Leider konnte ich nur Informationen über diese Transportart auf den österreichischen und schweizer Internetseiten finden. Ob Deutschland dieses Konzept auch verfolgt bleibt abzuwarten – die Anfrage auf Informationen bei der Railion Deutschland AG ist unterwegs.

Links:
www.sbbcargo.com
www.railcargo.at

Update (18. September 2007):
Schnell hat sich die Railion Deutschland AG bei mir gemeldet, um mir Auskunft und Informationen über die “Rollende Landstraße” innerhalb Deutschlands zu geben. Sie verwiesen mich auch auf die Internetseite der Hupac GmbH.
Hupac ist das führende Unternehmen im kombinierten Verkehr durch die Schweiz und besteht aus zehn Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Belgien. Der Hauptsitz befindet sich in Chiasso in der Schweiz.
Das Unternehmen betreibt als ergänzende Leistung die sogenannte “Rollende Autobahn”. Die “Rollende Autobahn” fährt nach festem Fahrplan und bei jeder Witterung. Sechs Züge fahren pro Tag, das ergibt 21.319 Straßensendungen mit 0,4 Mio. Nettotonnen. Hupac bietet dabei nur zwei Strecken an: zwischen Lugano (Schweiz) und Basel (Schweiz) und zwischen Mailand (Italien) und Singen (Deutschland).
Während Hupac ein Plus in seinen weiteren Transportarten verzeichnet, ist die angebotene “Rollende Autobahn” rückläufig.
So kann man nur hoffen, dass sich das Umweltbewußtsein der Gesellschaft und der Unternehmen weiter entwickelt.
Das Unternehmen Hupac trägt durch die Entwicklung eines Verkehrssystems, das die Belange der Umwelt berücksichtigt, zur Schonung der Umwelt bei. So erhielt Hupac auch als erster Operateur des kombinierten Verkehrs 1997 die Umweltzertifizierung ISO 14001.

3 Reaktionen zu ““Rollende Landstraße” – dem Fahrer und der Umwelt zu Liebe.”

  1. jafeth

    sehr schön, ich werde deine seite verlinken

  2. [BLOCKED BY STBV] schweiz

    schweiz…

    Stimmt, das gleiche war bei mir auch!…

  3. MindSharing | get together • go tomorrow | Schnell wie der Blitz

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